Lerne die Retrieverhunde kennen

· 30. Januar 2019
Diese Rassen gehören zwar den Jagdhunden an, doch sie haben einen sehr ausgeglichenen Charakter. Sie wurden gezüchtet, um Beutetiere mit ihrem Maul zurückzubringen, ohne sie dabei zu verletzen. Deshalb können sie "sanft" zubeißen.

Vielleicht weißt du gar nicht, was der Begriff Retrieverhunde überhaupt so richtig bedeutet. Deshalb möchten wir dir in unserem Artikel mehr über die verschiedenen Rassen Retrieverhunde, die heute die beliebtesten Haushunde sind, berichten.

Wie sind die Retrieverhunde?

Retrieverhunde, auch Apportierhunde genannt, wurden gezüchtet, um Beutetiere zum Jäger zu bringen, ohne sie dabei zu beschädigen. Aus diesem Grund ist das Maul der Retrieverhunde weich, denn so kann es einen Vogel auflesen und zu seinem Bezugsmenschen bringen, ohne ihn zu beißen.

Doch dies ist nicht ihre einzige Fähigkeit. Sie können sich auch unter Kontrolle halten, Beutetiere markieren und sie in die Hand des Menschen bringen.

Retrieverhunde sind zwar eigentlich Jagdtiere, doch man hält sie heutzutage oft als Haustiere aufgrund ihres freundlichen, gehorsamen und anhänglichen Charakters. Man sagt, sie seien „die besten Hunde der Welt“ und würden Kinder besonders lieben.

Wegen ihrer Geduld und Freundlichkeit setzt man sie außerdem auch als Therapiehunde für kranke Menschen oder Patienten in Rehabilitation ein.

Verschiedene Retrieverrassen

Retrieverhunde gehören zu der Gruppe VIII der FCI (Fédération Cynologique Internationale) und bestehen aus den folgenden Rassen:

1. Labrador Retriever

Der ursprünglich aus Kanada stammende Labrador Retriever – der auch auf unserem Beitragsbild glänzt – ist eine der beliebtesten Hunderassen der Welt. Ihre hauptsächlichen Charaktereigenschaften sind Güte, Energie, Intelligenz, Freundlichkeit und Sanftheit.

Man sagt, sie leisten Menschen wunderbare Gesellschaft.

Der Labrador ist sehr neugierig. Er liebt es, neue Dinge und Landschaften zu erkunden und Spuren zu verfolgen. Ist es ihm zu langweilig, dann büchst er auch mal aus. Das Fell ist immer einfarbig und kann entweder schwarz, hell- oder dunkelbraun sein.

Unser Lesetipp: Wie man einen Labrador Retriever aufzieht

2. Golden Retriever

Diese Rasse stammt aus Schottland, wo sie sich im Jahr 1850 entwickelt hat. Es handelt sich um ausgezeichnete Spürhunde und sowohl sein freundlicher Charakter als auch sein goldenes Fell hat ihn zu einem sehr beliebten Haustier gemacht.

Golden Retriever

Der Golden Retriever ist zwar ein toller Hausgefährte, da er aber sehr schnell vertraut, ist er kein besonders geeigneter Schutzhund. Er ist zahm, verschmust und gilt als der viertintelligenteste Hund der Welt.

Leider neigt er aufgrund seines Heißhungers schnell zu Übergewicht.

Lies auch: Wissenswertes über die Erziehung eines Golden Retriever

3. Curly-coated Retriever

Diese Rasse stammt eigentlich aus England, doch ist sie besser im Ausland bekannt. Wie ihr Name schon verrät, haben die Tiere ein gelocktes, dunkelbraunes oder schwarzes Fell. Sie sind muskulös und aktiv und sowohl ihre Ruten als auch ihre Gliedmaßen sind verhältnismäßig lang.

Curly-coated Retriever

Der Curly-coated Retriever wird weiterhin zur Vogeljagd, sowohl im Wasser als auch an Land – genutzt. Vor allem hält man ihn jedoch als Haustier auf Farmen und in Landhäusern.

Es ist eine heitere Rasse, die sich gerne vergnügt und sehr intelligent ist. Leider sind sie jedoch etwas schwer zu erziehen.

4. Flat-coated Retriever

Diese Rasse stammt ebenfalls aus dem Vereinigten Königreich und ist auch zur Jagd im Wasser und an Land geeignet. Es ist ein mittelgroßer Hund, der etwa 30 kg wiegt und ein dichtes, glattes, hell-, dunkelbraunes oder schwarzes Fell trägt.

Flat-coated Retriever

Der flat-coated Retriever ist ein sehr aktives Tier. Er eignet sich als Spielgefährte für Kinder, ist vertrauensvoll, sanft, anhänglich und gehorsam, wenn er von früh auf richtig sozialisiert und erzogen wurde.

Er lernt sehr schnell, liebt es zu spielen und behält seine positive Einstellung vom Welpen- bis zum Greisenalter.

5. Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Das ist ein mittelgroßer Hund, der gezüchtet wurde, um Vögel zu apportieren. Oft verwechselt man ihn mit dem Golden Retriever, obwohl er eigentlich kleiner ist.

Man glaubt, dass diese Rasse im 19. Jahrhundert durch die Kreuzung eines Setters mit einem Spaniel entstand. Später dann wurde die Rasse durch Collie und Retriever noch verfeinert.

Novia Scotia Retriever

Der Novie, wie man ihn im Volksmund nennt, ist athletisch und mukulös. Sein zweischichtiges Fell ist wasserabweisend. Er hat einen intelligenten, liebenswerten Charakter und verhält sich besonders lieb zu Kindern, mit denen er gerne spielt.

6. Chesapeake Retriever

Diese Retrieverhunde wurden in den USA gezüchtet, um Enten und andere Wasservögel zu apportieren. Der Chesapeake Retriever ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit einem gewellten Fell in verschiedenen Brauntönen. Sein Körperbau ist dem des Labradors ähnlich.

Chesapeake Retriever

Er liebt das Wasser, ist sehr tüchtig, bleibt ständig aufmerksam und ist sowohl mutig als auch intelligent.