Mexiko: Polizeihunde im Ruhestand können adoptiert werden

24. Februar 2018
In Mexiko wurde eine Initiative gestartet, damit Polizeihunde im Ruhestand adoptiert werden können, um ihren Lebensabend bei einer liebevollen Familie zu verbringen. 

Polizeihunde meistern wichtige Aufgaben und leisten in vielen Situationen grundlegende Hilfe, doch was passiert mit ihnen, wenn sie in den verdienten Ruhestand eintreten?

In Mexiko wurde eine Initiative gestartet, damit Polizeihunde im Ruhestand adoptiert werden können, um ihren Lebensabend bei einer liebevollen Familie zu verbringen. 

Adoption von Polizeihunden im Ruhestand

Renato Sales Heredia, Kommissar für Sicherheit, bestätigt, dass in Mexiko Polizeihunde, die in den Ruhestand kommen, von Familien adoptiert werden können.

Oft werden diese von den für sie verantwortlichen Polizisten selbst adoptiert, doch nicht alle Polizeihunde haben dieses Glück.

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Polizeihunde im Ruhestand adoptieren

Die erste Generation pensionierter Polizeihunde in Mexiko wird von Rosty angeführt. Er ist ein Offizier mit neun Jahren Dienst und einer guten Ausbildung, um in Kolumbien hergestellte Drogen zu entdecken.

Wie der Bundespolizeibeamte Jorge Luis de Aquino angedeutet hat, wurden Polizeihunde bislang oft eingeschläfert, wenn sie zu alt für ihre Arbeit waren. Doch dies hat sich nun geändert.

Tokio, der Hunde-Offizier, der dem Polizisten Rey David Villalobos zugeteilt wurde, hofft, von seinem Partner adoptiert zu werden. Der Polizist hat zwei kleine Töchter und sie können es kaum erwarten, den Hund zu Hause zu pflegen.

Polizeihunde treten meist im Alter von 9 bis 10 Jahren in den Ruhestand ein, können jedoch noch 5 bis 6 Jahre ein schönes Leben führen.

Tokio und Rey sind Drogenhunde, die ihr Leben bei verschiedenen Operationen gegen Drogenkartelle riskiert haben. Andere Hunde schnüffeln nach Geld oder Waffen.

Auch die schwarze Labrador-Retriever-Hündin Claudia, die inzwischen 9 Jahre alt ist, ist eine treue Begleiterin. Gemeinsam mit der Unteroffizierin Carmen Durán hat sie 2009 über 30 Bombenbedrohungen untersucht, nachdem in der Stadt Morelia während der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten ein Angriff des organisierten Verbrechens stattgefunden hatte.

Die Zukunft von Polizeihunden

Wenn Polizeihunde nicht von dem für sie verantwortlichen Polizisten adoptiert werden, versucht die Asociación Canófila de México eine Familie für sie zu finden. Es hat sich also einiges verändert, denn wie Manelich Castilla Craviotto erwähnt, „wurden Polizeihunde früher nur als institutioneller Besitz und Werkzeug betrachtet und dementsprechend behandelt.“

Gegenwärtig werden sie als Hunde-Offiziere im Dienste der Sicherheit der Bürger anerkannt. Deshalb haben sie das Recht, zu leben. Wer in Mexiko einen pensionierten Polizeihund adoptieren möchte, kann sich bei dem genannten Tierschutzverein melden.

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Polizeihunde in Katalonien

Polizeihunde werden lange trainiert

Seit 2014 sucht die NGO Retired Dogs 112 liebevolle Adoptivfamilien für pensionierte Polizeihunde. Die Geschichte von Brian dient als Beispiel, denn er diente jahrelang, bis er zu schwach war und jüngeren Hundekollegen Platz machen musste.

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Dieser schöne schwarze Schäferhund wurde dann von Rafael und seiner Familie adoptiert, was der NGO Retired Dogs zu verdanken ist.

Die Kinder des neuen Hundebesitzers sahen den Hund als Polizist und Helden. Sie bewunderten ihn für seine Fähigkeiten. Brian brauchte nur zwei Monate, um sich daran zu gewöhnen, ein Haustier zu sein. Manchmal kamm jedoch noch sein „Polizeiinstinkt“ zur Wirkung.

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