Hausesel, Maulesel und Wildesel - welchen Unterschied gibt es?

Man kann sie zwar leicht verwechseln, doch diese Spezies sind nicht dieselben. Einige eignen sich besser für die Landwirtschaft und Arbeiten, bei denen es viel körperliche Kraft braucht, während man von anderen Retinol gewinnt. Das ist eine Substanz, die in ihrer Milch enthalten ist. Sie enthält regenerative Wirkstoffe, die die Hautalterung hinauszögern.
Hausesel, Maulesel und Wildesel - welchen Unterschied gibt es?

Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Viele Menschen reden über Wild-, Maul- und Hausesel als handle es sich um dasselbe Tier, doch es gibt einige wichtige Unterschiede, die interessant sind.

Hausesel, Maulesel und Wildesel – gibt es einen Unterschied?

Sowohl Wildesel als auch Hausesel sind Worte, die eigentlich dasselbe Tier beschreiben: ein Säugetier der Pferdefamilie. Der Hausesel stammt vom afrikanischen Wildesel ab. Der Maulesel hingegen ist ein Tier, das unabhängig von den beiden zuvor genannten existiert. Er ist das Ergebnis der Kreuzung einer Eselin mit einem Pferdehengst.

Nützlichkeit des Hausesels

Der uns wohl bekannteste Esel ist der Hausesel. Er wurde vor etwa 5.000 Jahren domestiziert und zur Landwirtschaftsarbeit ausgebildet. Wegen seiner hervorragenden körperlichen Kondition auch bei Trockenheit und Hitze, wird der Hausesel immer noch in verschiedenen Ländern für diese Aufgaben verwendet. Meistens geht es darum, Dinge oder Menschen zu tragen.

In anderen, industrialisierten Ländern ist das Tier fast verschwunden.

Männliche Esel sind wegen ihrer extremen Belastbarkeit bekannt. Heutzutage jedoch sind Eselinnen von größerem Interesse. Ihre Milch enthält Retinol. Das ist eine Substanz, die die Zellalterung vermeiden kann.

Hausesel im Feld

Man sagt, dass sogar Kleopatra schon von den Wirkstoffen der Eselmilch Bescheid wusste. Um jung und schön zu bleiben, badete sie sich in dieser Flüssigkeit.

Es stimmt, dass die Kosmetikindustrie heutzutage Anti-Falten-Creme aus Eselmilch herstellt; sie enthält nicht nur Antioxidantien sondern wirkt auch regenerativ. Man benutzt sie auch oft als Ersatz für Kuhmilch, wie etwa Soja- oder Mandelmilch.

Merkmale des Wildesels

Es scheint vielleicht unglaublich, doch Esel sind wirklich mit dem Nashorn verwandt. Beide sind Urhufer, das heißt, es handelt sich um Säugetiere mit Hufen. Esel sind ebenfalls Pflanzenfresser, die sich von Kräutern, Büschen, Pflanzen und Disteln ernähren.

Während der Hausesel sich das ganze Jahr fortpflanzen kann, so tut der Wildesel dies nur während feuchter Jahreszeiten. Eselinnen werden nach 2 Jahren geschlechtsreif. Sie tragen ihre Fohlen 12 Monate lang aus. Bei der Geburt wiegen die Kleinen gerade 40 kg und werden dann 2 Monate lang vom Muttertier gestillt.

Esel kann man leicht mit anderen Pferdetieren kreuzen. Wenn man eine Eselin mit einem Pferd kreuzt, so erhält man einen Maulesel. Kreuzt man einen Esel mit einer Pferdestute, so kommt dabei ein Maultier heraus.

Merkmale und Nutzen eines Maulesels

Maulesel

Der Maulesel ist ein körperlich sehr starkes und belastbares Tier. Deswegen wurde er im 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft und Industrie verwendet.

Maulesel sind durch ihre Sterilität besonders beliebt. Da ein Esel und ein Pferd verschiedene Chromosomen haben, kann ein Maulesel keine Jungen kriegen.

Durch die verschiedenen Chromosome seiner Eltern altern Maultiere schneller. Das Tier kann so alt wie ein Pferd werden, doch erscheint wesentlich älter.

Diese Defizienzen entstehen, weil es sich sowohl beim Maultier als auch beim Maulesel um Tiere handelt, die von Menschen gezüchtet werden. Maultiere sind für gewöhnlich die beliebtere Variante.

Man benutzt Maultiere auch zum Tragen und zum Transport. Sie haben übrigens lange Ohren und einen kurzen Kopf.

Das Maultier hat die Größe, Zähne und das ebenmäßige Fell seiner Mutter, der Pferdestute. Wir hoffen, dass du jetzt ein wenig mehr über die Unterschiede zwischen Hausesel, Maulesel und Wildesel informiert bist.