Wie ist die Untersuchung beim Tierarzt für dein Haustier?

· 12. Dezember 2018
Wenn wir regelmäßig Routineuntersuchungen durchführen lassen, so neigen die Tiere zu weniger Erkrankungen. Jene, die diagnostiziert werden, sind auch wirksamer zu behandeln

Unsere Haustiere brauchen für ihr Wohlergehen ganz genau so wie die Menschen eine gesunde Ernährung, Bewegung und eine regelmäßige Untersuchung  beim Tierarzt bzw. Arzt.

Vom Welpenalter an bis zu seinen letzten Tagen unterstützt uns eine jährliche Untersuchung beim Tierarzt dabei, Krankheiten zu verhindern oder zu entdecken.

Eine frühe Diagnose bedeutet oft eine einfachere Behandlung, schnellere Heilung und weniger Tierarztkosten. Deshalb ist es wichtig, dass du jedes Jahr einen Termin für eine Untersuchung beim Tierarzt für deine Haustiere machst.

Doch wie sind diese Untersuchungen? Was macht der Tiermediziner dabei? Die Information darüber, was man bei einem Tierarztbesuch erwarten kann, hilft sowohl dem Tier als auch seinem Bezugsmenschen dabei, sich auf die Untersuchung beim Tierarzt vorzubereiten.

Wie ist die Untersuchung beim Tierarzt und was wird dabei gemacht?

Zuerst untersucht der Tierarzt die Fellnase gründlich von Kopf bis Schwanzspitze. Er untersucht dabei auch den Gehörgang, die Zähne und die Pfoten. Mit einem Stethoskop hört er die Herztöne ab und misst die Atemfrequenz.

Der Mediziner misst und wiegt das Tier dann und tastet anschließend die Drüsen an der Halszone, die Muskeln und den Bauch auf der Suche nach Wülsten, Anzeichen von Schmerzen oder Entzündung ab. Er misst außerdem auch die Temperatur des Tieres.

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Danach testet er das Aufmerksamkeitsvermögen des Tieres und beobachtet, wie es geht und sich setzt.

Zum Schluss überprüft der Experte noch, ob die Impfkarte des Tieres auf dem letzten Stand ist. Sollten Zeichen oder Symptome einer Erkrankung bei der Untersuchung beim Tierarzt festgestellt werden, so werden die entsprechenden Blut- und Urinproben veranlasst.

Hund und Katze mit Stethoskop

Bei bestimmten Gelegenheiten kann es auch notwendig sein, dass der Arzt deinem Tier ein Röntgenbild, Ultraschall oder EKG anordnet. Während der Untersuchung stellt der Tierarzt dem Bezugsmenschen auch spezifische Fragen über das Haustier.

Er fragt nach dem Stuhlgang oder merkwürdigem Verhalten. Jetzt ist der richtige Moment, um ihm all deine Zweifel und Sorgen über die Gesundheit des Tieres darzulegen.

Wie oft ist die Untersuchung beim Tierarzt notwendig?

Während des ersten Lebensjahres muss das Tier oft zum Arzt. Wenige Tage nach Eintreffen des Haustieres sollte man den ersten Termin festlegen.

Die Untersuchung beim Tierarzt für den Welpen beinhaltet einen kompletten medizinischen Check-up, der auch genetische Erkrankungen ausschließen sollte.

Der Welpe bekommt dabei auch die ersten Impfungen und man macht den Termin für die nächsten aus.

Zur Vorbeugung wird das Tier entwurmt und falls notwendig, nimmt der Arzt eine Stuhlprobe. Außerdem bekommt der Bezugsmensch Ratschläge zur Erziehung und Ernährung, je nach Entwicklungsetappe des Welpen.

Auch ältere Tiere müssen öfter zum Tierarzt. Ab dem 10. Lebensjahr sollte die Untersuchung beim Tierarzt öfter stattfinden. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Abwehrkräfte nicht mehr so stark sind, sie anfälliger werden und ihre Impfungen erneuert werden müssen

Kommt das Tier aus einem Tierheim oder Zoogeschäft, so ist es ratsam, eine gründliche medizinische Untersuchung durchführen zu lassen. Da diese Fellnasen in Kontakt mit vielen Artgenossen und anderen Tieren waren, möchte man wirklich von Anfang an jegliche Krankheit ausschließen.

Geburtenkontrolle bei Hunden

Bei ausgewachsenen Tieren, die schon geimpft sind, empfiehlt man einen Tierarztbesuch pro Jahr. Falls man Harnprobleme, Ermüdungserscheinungen oder Verdauungsstörungen bemerkt, sollte man das Tier natürlich unverzüglich zum Experten bringen.

Wie bereite ich mein Haustier auf den Tierarztbesuch vor?

Kein Haustier geht gerne zum Tierarzt. Für gewöhnlich macht sie das nervös. Das liegt einerseits daran, weil sie sich dort außerhalb ihres bekannten Umfeldes befinden. Andererseits befinden sich dort auch verschiedene unbekannte Gegenstände und das macht das Tier unsicher und ängstlich.

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Es kann sowohl für das Tier als auch für den Bezugsmenschen sehr stressig sein, zum Tierarzt zu gehen. Deshalb empfiehlt man eine Transportbox, insbesondere, wenn es sich um Katzen handelt.

Muss der Hund zum Tierarzt, so sollte der dabei an der Leine gehalten werden. Dadurch kann man das Tier kontrollieren und sicherstellen, dass es aus Stress nicht versucht auszubüchsen oder andere Tiere angreift.

Der Bezugsmensch muss ruhig bleiben, damit sich diese Ruhe auf das Tier ausstrahlt. Tiere bemerken Nervosität, weswegen man eine ruhige, feste Stimme bewahren muss. Kontinuierliches Streicheln hilft ebenfalls dabei, das Tier zu beruhigen.