Entzündungshemmende Mittel für Hunde und Katzen

· 20. September 2018
Die Nebeneffekte der Medikamente, die für Hunde und Katzen verschrieben werden, können zu Verletzungen an Organen und sogar dem Vergiftungstod führen. Das kann sofort geschehen, oder zwischen 18 und 36 Stunden nach der Dosis.

Entzündungshemmende Mittel für Hunde und Katze sind Medikamente, die der Tierarzt verschreibt, um Entzündung und Schmerz zu lindern. Normalerweise werden sie bei Gelenk- und Knochenkrankheiten eingesetzt, die man insbesondere bei älteren Tieren vorfindet.

Wann sollten wir entzündungshemmende Mittel einsetzen? Man muss die Risiken und Nutzen abwägen, doch die Medikamente müssen natürlich – sowohl bei Menschen als auch bei Tieren – immer durch ein ärztliches Rezept verordnet werden.

Klassifizierung und einige Risiken, die man in Betracht ziehen sollte

Entzündungshemmende Mittel werden in zwei Gruppen geteilt: nicht steroide, wie zum Beispiel Aspirin, oder steroide, wie Paracetamol.

Die steroiden Mittel sind problematischer in der Anwendung bei Haustieren, da sie Kortikoid enthalten. Ihre Effekte sind jedoch stärker.

Da entzündungshemmende Mittel für Hunde und Katzen gefährliche Nebenwirkungen erzeugen können, ist es besonders wichtig, dass sie von einem Tierarzt verordnet werden.

Es können irreparable Schäden entstehen, wenn man einem Haustier ohne ärztliche Empfehlung Medikamente gibt.

Schon eine Tablette Aspirin kann den Tod einer Katze hervorrufen.  Auch bei Hunden hat dieses Medikament eine stärkere Wirkung als bei Menschen, da die Fellnasen sie langsamer ausscheiden.

Katze und Hund beim Tierarzt

Man muss die Dosis für diese Arznei individuell auf das einzelne Tier abstimmen. Du solltest dem Tierarzt auch die Vorgeschichte deines Haustieres mitteilen, bevor er etwas verschreibt.

Außerdem empfehlen wir Blut- und Urinanalysen vor und während der Behandlung, um mögliche Nebeneffekte zu kontrollieren.

Entzündungshemmende Mittel für Hunde und Katzen: Nebenwirkungen

Entzündungshemmende Mittel bei Hunden und Katzen können Nebenwirkungen hervorrufen. Manchmal kann dies sogar zu einem vorzeitigen Tod führen.

Für einige Hunderassen, wie zum Beispiel Border Collie und andere Schäferhunde, können bestimmte Medikamente zum sofortigen Tod führen. Dies geschieht aufgrund der Unvereinbarkeit ihres Organismus mit den steroiden Arzneimitteln.

Border Collie

Besonderheiten der Nebenwirkungen bei Hund und Katze

Auch wenn Hunde und Katzen einige Symptome der Nebenwirkungen teilen, so sollte man dennoch über die Besonderheiten jeder Art informiert sein, damit man Warnzeichen früh erkennen kann.

Bei Hunden sind die häufigsten Nebenwirkungen wie folgt: fortschreitende Kraftlosigkeit, Blutreste im Urin und Kot, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, erhöhter Herzrhythmus, Darmgeschwüre und sogar der Tod.

Bei Katzen kann es zu Appetitlosigkeit, Unterkühlung, Depression, Schwäche, dunklem Schleim, vermehrter Speichelproduktion und Erbrechen kommen. Auch Ödeme im Gesicht und an den Krallen sind typische Symptome.

Kranke Katze

In besonders schweren Fällen müssen wir sehr aufmerksam sein, denn auf diese Symptome folgt ein Koma und dann der Tod zwischen 18 und 36 Stunden nach Einahme des Medikamentes.

Wenn das Tier unter sehr starker Vergiftung leidet, dann kann es auch zu Verletzungen an den Organen kommen. Leber- und Nierenschäden bemerkt man durch gelbliche Haut, Zahnfleisch und Augen.

Des Weiteren leidet das Tier unter vermehrtem Durst und Harndrang.

Vorsichtsmaßnahmen

Entzündungshemmende Mittel darf man nicht mit anderen Kortikoiden kombinieren, außer dies geschieht durch tierärztliche Anordnung. Das Medikament sollte nach der Fütterung verabreicht werden, damit die Wirkstoffe vom Körper aufgenommen werden, ohne dabei Schaden anzurichten.

Während der Behandlung ist es insbesondere wichtig, dem Tier genügend Wasser anzubieten, damit es nicht unter Flüssigkeitsmangel leidet.

Das Ende der Behandlung

Wenn die Behandlung zu Ende geht, ist es wichtig, dass man das Medikament langsam ausschleicht, anstatt es abrupt abzusetzen. 

Sonst kann es zu Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Atembeschwerden kommen.

Wenn entzündungshemmende Mittel bei Hunden und Katzen eingesetzt werden, dann muss man die Tiere in den nächsten Stunden gut beobachten. 

Ihr Verhalten zeigt uns, ob alles in Ordnung ist, oder ob sie unter Nebenwirkungen leiden. Sollte dies der Fall sein, dann suche sofort deinen Tierarzt auf.