Wie Hunde altern: Alles Wissenswerte und Tipps!

1. November 2019
Wenn Hunde altern, erkennt man dies durch eine Reihe von typischen körperlichen und verhaltensbedingten Veränderungen. Erfahre mehr dazu!

Bei der Berechnung des Hundealters wurde immer davon ausgegangen, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahren entspricht. Diese Regel variiert jedoch je nach Rasse und Größe. Wenn Hunde altern kommt es außerdem zu einer Reihe von typischen körperlichen und verhaltensbedingten Veränderungen.

Die Lebenserwartung eines durchschnittlichen Hundes beträgt etwa 12 Jahre. Allerdings hängt diese Zahl unter anderem von physischen, genetischen, umgebungs- und ernährungsbedingten Faktoren ab.

Die meisten Hundebesitzer denken, dass ihre geliebten Haustiere in einem Alter von sieben bis neun Jahren zu Senioren werden, doch Tierärzte beobachten das Altern der Hunde bereits ab fünf bis sieben Jahren.

Um dieses Alter zu bestimmen, berücksichtigen die Experten eine Reihe von Veränderungen in Aussehen und Verhalten.

Merkmale, die uns zeigen, dass Hunde altern

  • Veränderung der Fellfarbe. Genau wie beim Menschen ist das Erscheinen grauer Haare einer der auffälligsten Indikatoren für das Altern. Normalerweise konzentriert sich dieses gräuliche Fell an der Schnauze und um die Augen.
  • Die Augen verändern sich. Es kommt zum Verlust des Sehvermögens, zu Katarakt, einer Sehschwäche, braunen Flecken und anderen morphologischen Veränderungen.
  • Gewichtsschwankungen. Obwohl eine verminderte Aktivität zu einer Gewichtszunahme beitragen kann, kommt es normalerweise zu einer Gewichtsabnahme. Der Grund dafür ist der verminderte Appetit des Tieres, der zu einer geringeren Nahrungsaufnahme führt.
Wie Hunde altern ist unterschiedlich

  • Eine Veränderung beim Urinieren. Die Unfähigkeit, den Urin zurückzuhalten, darf nicht bestraft werden, da es ein weiteres Symptom für das Altern des Hundes ist. Gleichzeitig kann eine geringere Nahrungsaufnahme zu einer chronischen Verstopfung führen.
  • Apathie. Die körperlichen Schmerzen oder der Energiemangel können zur Isolation des Tieres führen. So neigen Hunde, die nicht von anderen Familienmitgliedern gestört werden wollen, dazu, sich zu verstecken oder länger als normal zu schlafen.
  • Aggressives Verhalten. Mürrisches Verhalten wird häufig von aggressiven Reaktionen begleitet, falls das Tier unter seinen Beschwerden zu leiden hat. Darüber hinaus nimmt der Angstfaktor mit zunehmendem Alter zu und verursacht übertriebene Reaktionen, um sich zu schützen.
  • Desorientierung und sich wiederholendes Verhalten. Durch Vergesslichkeit und anderen mentalen Veränderungen kann das Tier tolpatschig gehen, nervöse Tics oder auch andere Anomalien aufweisen.

Palliative Tipps für Hundebesitzer

Auch wenn der Lauf der Zeit eine zweifellose Realität ist, können Besitzer zum Wohlbefinden des Haustieres in seinen letzten Jahren beitragen.

Hunde altern genauso wie Menschen

Neben der mindestens einmal jährlich durchgeführten vollständigen tierärztlichen Untersuchung ist es wichtig, die Ernährung  und die körperliche Aktivität angemessen zu berücksichtigen.

Das Altern und die Beschwerden der Hunde hängt direkt mit der Qualität und Quantität der Pflege zusammen, die sie erhalten.

Ältere Hunde benötigen in der Regel weniger Energie und Fett, da ihre Stoffwechselaktivität tendenziell abnimmt. Aus diesem Grund entwickeln viele Futtermittelhersteller spezielle Zusammensetzungen, die gleichzeitig einen erhöhten Anteil an Ballaststoffen haben, um Verstopfung zu vermeiden. Die Umstellung auf die neue Senioren-Nahrung muss, wie bei jedem Futter, immer schrittweise erfolgen.

Außerdem muss überprüft werden, ob Nahrungsaufnahme und Darmentleerung normal erfolgen.

Obwohl ältere Hunde sich in der Regel zurückziehen, sollten die Besitzer alles Mögliche tun, um sie zu motivieren. Bewegung ist notwendig, um Knochen- und Muskelprobleme zu vermeiden und gleichzeitig zu ihrer Zufriedenheit und ihrem geistigen Wohlbefinden beizutragen.

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