Wissenswertes über die Fortpflanzung von Karpfen in Teichen

· 6. Juni 2019
Die Kontrolle der Wasserqualität, der Fortpflanzungszyklen und der Ernährung sind grundlegend, um einen Teich voller gesunder Fische zu haben! 

Ein mit Karpfen und anderen Fischen belebter Teich ist in einem großen Garten eine Augenweide, die insbesondere im Sommer Frische und Erholung bringt.

Doch Neulinge auf diesem Gebiet müssen sich gut informieren, denn ein Teich braucht viel Zeit und auch Geld, wenn man stets den optimalen Zustand der Fische garantieren möchte. Doch die Arbeit und die Mühen lohnen sich!

Optimale Wasserqualität für Karpfen und andere Fische im Teich

Ein Teich für Karpfen und andere Fische sollte nicht sehr tief sein. Denn so erwärmt sich das Wasser im Sommer und die Fische fühlen sich dann besonders wohl. Zwar ertragen sie im Winter kalte Temperaturen, doch in dieser Zeit fressen sie nur wenig und ernähren sich von ihren Reserven.

Je nach Region empfiehlt sich deshalb ein Karpfenteich von 1 bis 1,5 m Tiefe. Ein sonnig gelegenes Gewässer ohne Beschattung ist für Karpfen perfekt.

Karpfen

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Die Größe des Teiches kann variieren. Sie hängt davon ab, ob der Teich nur eine schöne Landschaftsgestaltung bezweckt oder ob darin Karpfen gezüchtet werden sollen. Im ersten Fall ist ein Teich zwischen 100 und 500 m² ausreichend. Ein professioneller Zuchtteich ist jedoch bis zu 5 bis 10 Hektar groß.

Wasserverluste durch die Wasserfilterung und Verdunstung müssen ersetzt werden. Meist verwendet man dafür Leitungs-, Brunnen- oder Grundwasser.

Karpfen züchten: der Beginn

Bereits im alten China wurden Karpfen schon im Jahre 45 vor Christus gezüchtet. Auch heute sind diese Fische in China noch immer sehr beliebt. Die Zuchtmethoden wurden insbesondere im 16. und 18. Jahrhundert verbessert, als Jakobi eine Technik zur künstlichen Befruchtung von Fischen entwickelte.

Diese Methode geriet dann jedoch in Vergessenheit und wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt.

Karpfen im Teich

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Die Zucht von Karpfen in Gefangenschaft unterscheidet sich stark von der Fortpflanzung dieser Fischart in freier Natur. Das dafür verwendete Futter beschleunigt das Wachstum der Karpfen und sorgt dafür, dass die Fische gesund bleiben und sehr groß werden. 

Der Fortpflanzungszyklus des Karpfen in einem Teich

Karpfen sind an starke Temperaturschwankungen gewohnt, doch bei niedrigen Temperaturen benötigen sie bedeutend weniger Futter, denn sie ernähren sich von ihren Reserven. Dies muss bei der Fütterung berücksichtigt werden. Bei Temperaturen unter 10ºC wird nicht gefüttert.

Die Fortpflanzung der Karpfen erfolgt in mehreren Phasen: Paarung, Befruchtung, Legen der Eier, Schlüpfen und Heranwachsen der Tiere.

Im Frühling legen sich die Tiere Fettreserven an und nehmen zu. Die Laichzeit der Karpfen findet dann zwischen Mai und Juli bei Wassertemperaturen zwischen 18 und 20ºC statt. 

Dafür benötigen die Fische gut bepflanzte Bereiche im Wasser, damit sie die Eier ablegen können. Das Weibchen legt je nach Alter und Größe Tausende von Eiern ab, die sich an Pflanzen heften. 1 bis 2 Tage nach dem Schlupf kann man die Jungkarpfen mit Futter versorgen.

Im Herbst verlangsamt sich dann der Stoffwechsel der Fische, die dann nur noch wenig wachsen. Das Wachstum hängt allerdings auch von der Sauerstoffqualität und -menge sowie dem vorhandenen Futter ab.