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Wo darf ich mein Haustier begraben?

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Wenn der schreckliche Fall eintritt, dass wir unseren treuen Begleiter verlieren, wissen wir oft nicht, wo wir unser Haustier begraben können. Obwohl verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl stehen, solltest du dich an die bestehenden Vorschriften halten.
Wo darf ich mein Haustier begraben?
Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2021

Es gibt Dinge im Leben, über die wir nicht nachdenken möchten. Aber leider passieren sie nun einmal und es ist besser, darauf vorbereitet zu sein. Dein Haustier zu begraben ist sicherlich ein schmerzhafter Prozess, und viele Tierbesitzer wissen nicht wirklich, was sie in dieser Situation tun sollen. In diesem Artikel geben wir dir einige Tipps.

Wo darf ich  mein Haustier begraben – verschiedene Optionen

Wenn dein Hund an einer Krankheit leidet oder sehr alt ist, hast du dich wahrscheinlich schon langsam mental darauf vorbereitet, dass er früher oder später nicht mehr bei dir sein wird. Es ist natürlich ein schmerzhafter Gedanke, aber ihn zu akzeptieren, ist der erste Schritt.

Es gibt jedoch Situationen, in denen wir nicht darauf vorbereitet sind – wenn unser Haustier uns beispielsweise durch einen Unfall „verlässt“. Deshalb ist es aber wichtig zu wissen, was man mit den Überresten des Tieres tun sollte.

Wenn unser Haustier in der Tierklinik stirbt, ist es möglicherweise viel einfacher, da sich die Klinik um alles kümmert. Wenn der Hund allerdings zu Hause oder auf der Straße stirbt, brauchst du wahrscheinlich Hilfe.

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Vielleicht hast du zu diesem Zeitpunkt emotional oder körperlich nicht in der Lage, dich um den Körper deines verstorbenen Haustiers zu kümmern. Dann brauchst du jemanden, der dir dabei hilft. Es kann ein Verwandter, ein Freund oder der Tierarzt sein, der dir die verfügbaren Optionen mitteilt.

Dein Haustier begraben: mit und oder Versicherung

In einigen Ländern wie Spanien gibt es eine sogenannte „Haustierversicherung“, die im Falle des Ablebens des Tieres eintritt und uns berät, wo man das Tier zu begraben kann. Wenn deine Versicherung die Kosten für ein Begräbnis nicht deckt, musst du diesen Service im Todesfall extra bezahlen. Natürlich ist das teurer, aber dafür greifst du nur einmal in die Tasche.

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Grab auf dem Tierfriedhof.

Die Stadt hat normalerweise einen eigenen Service, um Haustiere zu begraben zu lassen und ihnen den Abschied zu bereiten, den sie verdienen. Nach dem Gesetz braucht man eine Genehmigung des Veterinäramtes, um sein Haustier im Garten zu begraben. Das Begraben im Wald oder an einem anderen öffentlichen Ort ist verboten.

Dieses Gesetz ist dafür gedacht, Fehler bei der Bestattung zu vermeiden, die zu gesundheitlichen Problemen führen können, wenn der Körper sich zersetzt. Vergiss nicht, dass einige Tiere, wie zum Beispiel Aasvögel, Überreste aus mehreren Kilometern Entfernung erkennen können.

Eine weitere Sache, die du beachten solltest, wenn dein Hund stirbt, ist den Identifikations-Chip zu deaktivieren. Du kannst dazu direkt das Rathaus anrufen und dort wird sich um alles gekümmert. Grundsätzlich gibt es in Deutschland drei Möglichkeiten, um dein Haustier zu begraben:

  1. Kollektive Einäscherung

Die Körper mehrerer Tiere – anderer Haustiere – werden zusammen verbrannt und die Besitzer erhalten die Asche nicht.

  1. Individuelle Einäscherung

Dafür muss man rund 250 Euro an private Unternehmen zahlen, die für diese Aufgabe verantwortlich sind. Die Verbrennung dauert etwa drei Stunden und am Ende erhält der Besitzer eine Urne mit der Asche des Tieres.

  1. Bestattung auf einem Tierfriedhof

Zwar gibt es nicht zu viele Tierfriedhöfe hierzulande, dennoch könnte es eine interessante Option sein, wenn du einen davon in der Nähe hast. Das Begräbnis ähnelt der Bestattung eines Menschen, da das Tier einen Sarg und einen Grabstein erhält. Alle Kosten hierfür werden direkt vom Eigentümer bezahlt.

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Blumenniederlegung am Tierfriedhof.

Kann ich mein Haustier im Garten begraben?

Dies ist für die Menschen, die in der Stadt leben oder deren Gemeinden diese Praxis untersagen, undenkbar. Bestimmte Länder verfügen jedoch über keine offizielle Regelung über die Bestattung im Garten. Dort ist es in ländlichen Gebieten zulässig, dass tote Haustiere auf eigenem Grund und Boden begraben werden dürfen.

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Es ist wichtig zu wissen, dass das Tier so schnell wie möglich – bis maximal 24 Stunden nach dem Ableben – bestattet werden sollte, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

Die Lage des Ortes, an dem es begraben wird, ist äußerst wichtig. Falls das Veterinäramt die Bestattung deines Haustieres im Garten erlaubt ist, sollte das Grab sich mindestens 30 m vom Haus entfernt befinden und mindestens 1 m tief sein. Richte dich dabei auch nach der Größe des Tieres – einen Neufundländer zu bestatten ist etwas anderes als einen Zwergpinscher zu begraben. Falls Wasserquellen wie Flüsse in der Nähe sind, wird das Veterinäramt deinen Antrag allerdings ablehnen, um eine Kontamination zu vermeiden.

Lege das Tier zuerst in eine stabile Plastiktüte und dann in einen Sarg oder eine Holzkiste. Versichere dich, dass viel Erde auf dem Grab platziert wird. Lege einen großen Stein auf das Grab, um zu verhindern, dass andere Tiere dein Haustier ausgraben.

Nach ein paar Wochen kannst du Blumen oder einen Baum an der Stelle pflanzen, an der dein Haustier begraben wurde. Dies ist eine schöne Möglichkeit, die Erinnerung an deinen Begleiter aufrecht zu erhalten.


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Giraldo-Echeverri, Carlos Andrés; Ruiz Cortés, Zulma Tatiana; Olivera Ángel, M. (2009). Brucella canis EN MEDELLÍN (COLOMBIA), UN PROBLEMA ACTUAL. Revista U.D.C.A Actualidad & Divulgación Científica.


Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.