Wie man einen aggressiven Hund behandelt

7. Oktober 2018
Zuerst muss man heraufinden, warum der Hund sich aggressiv verhält. Manchmal kann es mit Schmerz, einer Krankheit oder Läufigkeit zusammenhängen

Es ist ein Alptraum für jeden Hundebesitzer, einen aggressiven Hund zu halten. Glücklicherweise sind es nur wenige Tiere, die wirklich unter diesem Problem leiden. Es hat auch eine Lösung.

Um das Zusammenleben mit deiner Fellnase zu verbessern, erklären wir dir heute, wie man einen aggressiven Hund behandelt.

Einen aggressiven Hund behandeln: entdecke die Ursachen seines Verhaltens

Um einen aggressiven Hund zu behandeln, muss man zuerst wissen, welche Ursachen sein Verhalten hat. Wenn man die Ursache der Probleme behandelt, so verschwinden diese auch. 

Wenn du also einen aggressiven Hund hast, dann musst du ihn zuerst einmal beobachten: wann reagiert er, wogegen reagiert er und welche Gesten und Körperhaltungen verwendet er?

Das kann dir dabei helfen, seine Gedanken nachzuvollziehen.

Ein Hund kann aus Angst aggressiv werden. Es kann aber auch geschehen, weil er eine schlechte Erfahrung gemacht hat, oder weil er anderen Fellnasen nicht vertraut.

Manchmal denkt man auch, ein Hund sei aggressiv, aber dabei weiß er einfach nicht, wie man etwas vorsichtiger spielt. So manch einer wird auch aggressiv, wenn er andere Hund nicht ausstehen kann.

Wenn dein Hund sich aggressiv verhält, dann beobachte ihn gut. Wann geschieht dies? Was geschah kurz zuvor? Wie ist seine Körperhaltung? Je mehr Information du sammelst, desto schneller verstehst du, warum es ihm schlecht geht.

Stelle sicher, dass dein Hund nicht wegen Schmerzen oder einer Krankheit aggressiv ist

Wir Menschen sind manchmal schlechter Laune, wenn wir unter Ohren- oder Zahnschmerzen leiden. Das ist bei Hunden nicht anders. 

Wenn dein Hund sich anderen gegenüber aggressiv verhält, dann solltest du ihn zuerst zum Tierarzt bringen, um eine Krankheit auszuschließen.

Ein ausgewachsener Hundestreit

Gründe hierfür können im Zahnbereich oder im Gehör zu finden sein. Es gibt jedoch auch Gelenkschmerzen, Verdauungsprobleme oder hormonelle Unausgeglichenheiten, die sich nur durch tierärztliche Untersuchungen feststellen lassen.

Erkläre deinem Tierarzt, dass das Verhalten deiner Fellnase sich geändert hat. Dieser weiß dann, wonach er suchen muss oder welches die gewöhnlichsten Probleme sind, die sein Verhalten und Wohlergehen angreifen können.

Wenn sein aggressives Verhalten mit einem körperlichen Problem zusammenhängt, dann wird durch die Heilung auch sein Verhaltensproblem gelöst. Zweifle nicht, sondern suche lieber einen Experten auf. 

Stelle fest, ob dein Hund nur während der Paarungszeit aggressiv ist

Manchmal vergessen wir, dass Hunde während der Paarungszeit ihr Verhalten ändern. Sowohl Rüden als auch Hündinnen werden aggressiver und zeigen vermehrtes Revierverhalten.

In der Natur begegnet ein erwachsener Hund nur selten einer läufigen Hündin. In unseren Städten hingegen trifft er täglich auf Dutzende seiner Artgenossen.

Während der Paarungszeit sprudelt es also nur so von Hormonen und Anspannung anderer Hunde in den Parks und auf öffentlichen Plätzen.

Es ist kein Spaß, einen aggressiven Hund zu halten

Dieses Problem kann man auf verschiedene Weise lösen: sterilisiere dein Haustier zum Beispiel. Diese aggressiven Verhaltensweisen kommen jedoch nur zeitweise auf und verschwinden auch wieder, wenn die Hündinnen nicht mehr läufig sind. 

Stelle dich darauf ein, dass dein Hund im Frühjahr und im Herbst sich ein Weilchen seltsam verhält.

Vermeide schlechte Reaktionen

Während du die Gründe für seine Verhaltensprobleme erforschst, vermeide alles, was ihm schlechte Erfahrungen bringen kann. Es hilft deinem Hund nicht, wenn du ihn dem aussetzt, was ihn so besorgt und aggressiv macht.

Macht euren Spaziergang zu Uhrzeiten, an denen ihr nur wenigen anderen Hunden begegnet. Wenn er gegen Autos und Motorräder rebelliert, bellt und an der Leine zieht, dann vermeidet viel Verkehr.

Falls er keine Erwachsenen oder Kinder mag, dann setze ihn nicht ihrer Gesellschaft aus. Es tut ihm einfach nicht gut, wenn er ständig damit konfrontiert wird. 

Dir macht es bestimmt auch nicht wirklich Spaß, bei jedem Spaziergang in Probleme zu geraten.

Ziehe einen Hundetrainer zu Rate

Du weißt jetzt also, dass dein Hund kein körperliches Problem hat, das ihn zur Aggressivität verleitet.

Du verstehst auch mehr oder minder, warum er aggressiv wird. Doch selbst wenn du es schaffst, bestimmte Situationen zu vermeiden, weißt du immer noch nicht, wie genau du das Problem lösen kannst.

Mit positiver Erziehung kann man Verhaltensveränderung erreichen

Dann kannst du immer noch einen professionellen Hundeerzieher zu Rate ziehen. Aggressivität ist ein Problem, das sich mit der Zeit verschlimmert. 

Ein positiver Hundetrainer hört sowohl auf dich als auch auf das Tier. Danach erkennt er den Grund für das Verhalten und stellt einen Plan zur Lösung desselben auf.

Wähle allerdings einen Trainer aus, der euch beide respektiert und dem Tier keinen Schaden zufügt.

Er darf keine Würgehalsbänder, Elektroschocks oder Dominanzerziehung verwenden. Diese Methoden verstecken nur das Verhalten und verschlimmern das Problem auf lange Sicht.

Zum Glück findet man nur selten einen wirklich aggressiven Hund. Um Aggressivität zu behandeln, ist es grundlegend, die Gründe für solche Reaktionen zu kennen. 

Nachdem ein körperliches Problem ausgeschlossen wurde, wählt man am besten einen guten Trainer, der euch beiden hilft.

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