Der Iberische Wolf ist vom Aussterben bedroht

31. Juli 2018
Der iberische Wolf, der auf spanischem und portugiesischem Gebiet lebt, ist derzeit vom Aussterben bedroht.

Der Iberische Wolf ist eigentlich durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union geschützt. Aber innerhalb von Spanien sind die Naturschutzinitiativen nicht einheitlich. Der iberische Wolf ist für die Nachhaltigkeit der Ökosysteme und die biologische Vielfalt jedoch von entscheidender Bedeutung.

Der Iberische Wolf: Natürlicher Lebensraum und Beziehung zum Menschen

Der Canis lupus signatus (der iberische Wolf auf Lateinisch) ist seit langem ein Raubtier auf der iberischen Halbinsel. Besonders im nordwestlichen Quadranten der Halbinsel. Er ernährt sich von großen pflanzenfressenden Beutetieren und ist entscheidend für die Erhaltung des Ökosystems. Man sagt, er sei der Vorfahre der Hunde.

Der natürliche Lebensraum dieser Art sind Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte. Darüber hinaus kommen sie an Orten mit einer großen Vielfalt an Beutetieren, wie Hirsche, Rehe und Wildschweine, vor. Durch die Fähigkeit des Wolfes, sich an seine Umwelt anzupassen, ändert sich die Grundlage seiner Ernährung je nach Lebensraum. Hühner, Rinder und Kaninchen ergänzen ihre Ernährung in Regionen, in denen andere knapp sind.

Dies ist ein Problem für die ländlichen Gegenden, deren Wirtschaft auf der Viehzucht basiert. Die wichtigsten Faktoren an dieser Stelle, sind die menschliche Toleranz im Zusammenleben mit dieser Art und die Entwicklung von Schutz- und Präventionsmechanismen, die das Zusammenleben verbessern.

Der iberische Wolf ist vom Aussterben bedroht

Laut der lezten Zählung der Wolfspopulation ist Spanien der natürliche Lebensraum von mehr als 30 % der Wölfe in Europa. Die Art wurde daher von der Europäischen Union als von gemeinschaftlichem Interesse erklärt. Bisher gibt es in Spanien keine einheitlichen Regelungen zum Schutz dieser Tiere.

Der iberische Wolf ist wichtig für das Ökosystem.

Zudem erhöhen Wilderei und in vielen Fällen Vergiftung die Gefahr für den iberischen Wolfes und lassen ihn langsam aussterben.

Einige Fakten zur Verdeutlichung

Nach Schätzungen der letzten Zählung des iberischen Wolfes zwischen 2012 und 2014 sind die Bestände seit 2005 von 250 auf 297 Rudel gestiegen. Experten auf diesem Gebiet und Umweltschützer sagen jedoch, dass die Daten nicht real sind. Sie sind der Ansicht, dass wichtige Aspekte, wie die Anzahl der Wölfe pro Rudel, nicht berücksichtigt wurden.

Darüber hinaus haben die amtlichen Zählungen nach Regionen weder eine einheitliche Methodik noch einheitliche Kriterien in diesem Bereich angewandt. Aus diesem Grund ist es schwierig, die wahre Population der Wölfe in Spanien zu ermitteln.

Man schätzt, dass jedes Jahr durchschnittlich 800 Exemplare, hauptsächlich aufgrund von Wilderei, getötet werden. Der Iberische Wolf ist inn Zentralgebiet der iberischen Halbinsel bereits verschwunden. Im Jahr 2015 wurde er von Umweltverbänden in Andalusien als gefährdet anerkannt. Dort liegt die die Population zwischen 4 und 56 Exemplaren.

Der Iberische Wolf: Bedeutung für das Ökosystem

Derzeit befindet sich die dichteste Population des iberischen Wolfes in der Gemeinde Muelas de los Caballeros in Zamora. Es gibt noch 50 % im Norden von Castilla y León und weniger als 35 % in Galizien. Einige Populationen überleben auch in der Sierra Morena (Jaén und Cuenca).

Naturschutzinitiativen

Das Landwirtschaftsministerium hat die Europäische Union dazu aufgefordert, den iberischen Wolf als eine bedrohte Art im gesamten Gebiet zu betrachten.

Aus dem öffentlichen und privaten Bereich fordern verschiedene Bürgerdemonstrationen staatliche Eingriffe, um den Artenschutz in ganz Spanien zu gewährleisten. Sie fordern auch die Schaffung von Dialogen zwischen den verschiedenen Sektoren, die auf die eine oder andere Weise beteiligt sind oder sich benachteiligt fühlen.

Einige der Initiativen in Spanien zu diesem Thema sind:

  • Die Präsentation von konkreten Vorschlägen für politische Formationen zur Verteidigung des iberischen Wolfes. Sie werden von ASCEL (eine spanische Vereinigung zum Schutz der Iberischen Wölfe), Ecologistas en Acción, Lobo Marley und WWF entwickelt.
  • Die Genehmigung eines Gesetzesentwurfes der Kommission für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt. Diese Regelungen dienen der Erhaltung dieses Tieres und der Auszeichnung als geschützte Art im gesamten Gebiet.

Es gibt eine Initiative der spanischen Gemeinschaftskanidatur „Unidos Podemos“. Sie fordert die Regierung nachdrücklich dazu auf, die Arten auf die besondere Schutzliste nördlich des Douro zu integrieren. Darüber hinaus fordert sie, dass die Population südlich des Douro in den spanischen Katalog der gefährdeten Arten aufgenommen und als vom Aussterben bedroht erklärt wird.