Bergkänguru: Merkmale und Wissenswertes

19. Oktober 2019
Trotz seines kuriosen Namens, ist dieses Beuteltier in ganz Australien zu Hause: entdecke das Bergkänguru

Der australische Kontinent ist unter anderem auch für seine Beuteltiere bekannt. Darunter befindet sich auch das Tier, um das es heute geht, vielleicht eines der repräsentativsten: das Bergkänguru. Falls du noch nicht viel über diese Tierart weißt und mehr herausfinden möchtest, dann lies am besten weiter!

Wissenswertes über das Bergkänguru

Das Bergkänguru zählt zu den am meisten verbreiteten Känguruarten. Diese Spezies gehört zu einer Gruppe sehr besonderer Tiere: die Beuteltiere.

Das herausstechendste Merkmal aller Beuteltiere ist ihr Beutel. Das ist ein Tasche aus Haut, welche die Milchdrüsen umhüllt und in der sich die Jungtiere zu Ende entwickeln. Unter den Beuteltieren gehören die sogenannten Kängurus zu der Familie der Macropodidae. Diese Gruppe von Säugetieren zeichnet sich durch ihre strikte pflanzliche Ernährung aus und ihre besondere Art, sich durch Sprünge fortzubewegen.

Was das Bergkänguru angeht, so kann man also sagen, dass es sich um ein Beutelsäugetier der Familie der Macropodidae handelt, und dass sein wissenschaftlicher Name Macropus robustus lautet. Die Gattung Macropus ist breit gefächert, sie enthält bis zu vierzehn verschiedene Spezies.

Zwei Kängurus im Bild

Generelle Merkmale

Unter den Kängurus ist das Bergkänguru das beeindruckendste. Sein Körper ist robust und muskulös, seine Brust breit und die Stellung auf den Hinterpfoten ist für gewöhnlich aufrechter als die bei anderen Spezies. Sein Fell ist rötlich oder bräunlich mit einigen schwarzen Stellen.

Beim Bergkänguru gibt es erkennbare körperliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Die Weibchen sind meistens etwas kleiner.

Die Vorderpfoten, die sie verwenden, um sich fortzubewegen, sind kurz, doch breit und sehr gut entwickelt. Die Hinterpfoten haben lange Füße, die nach vorn zeigen. 

Die Schnauze hat kein Fell, aber dafür endet sie in einer großen schwarzen Nase.

Das Bergkänguru ist ein nachtaktives Tier. Wenn die erdrückende Hitze der trockenen Graslandschaften, die diese Tiere ihr Zuhause nennen, ihren Höchstpunkt erreicht, dann ziehen diese Beuteltiere es vor, sich im Schatten auszuruhen. Wird es Nacht, so verbringen sie die Zeit damit, Gräser zu suchen, um sich zu ernähren.

Fortpflanzung und Erhaltungszustand des Bergkänguru

Es ist interessant, herauszufinden, dass es beim Bergkänguru keine bestimmte Paarungszeit gibt, da die Weibchen zu jeder Zeit paarungsfähig sind, solange sich in ihrem Beutel kein anderes Jungtier mehr befindet. Um das Recht sich zu paaren zu erlangen, bekämpfen sich die Männchen gegenseitig. Der Kampf ist vorbei, sobald eines von ihnen sich geschlagen gibt und das Weite sucht.

Sein wissenschaftlicher Name lautes Macropus robustus

Auf diese Weise kann ein männliches Bergkänguru sich mit mehreren Weibchen paaren. Die Weibchen tragen ihre Jungen für etwa dreißig bis achtundreißig Tage aus und nach der Geburt leben die Jungen im Beutel. Dort verbringen sie die nächsten sechs Monate, nach deren Ablauf sie beginnen, die meiste Zeit auf festem Erdboden zu verweilen.

Ein männliches Bergkänguru wird mit etwa achtzehn bis zwanzig Monaten geschlechtsreif, bei den Weibchen dauert es etwas länger, man betrachtet sie nach vierzehn bis vierundzwanzig Monaten als ausgewachsen.

Aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl und ihres großen Lebensraumes hält man das Bergkänguru für nicht vom Aussterben bedroht. Die International Union for the Conservation of Nature katalogiert diese Spezies unter der Kategorie „geringe Sorge“ ein. Leider sind jedoch andere Spezies der Gattung Macropus in Gefahr.

  • King, J. M., & Bradshaw, S. D. (2010). Stress in an island kangaroo? The Barrow Island euro, Macropus robustus isabellinus. General and comparative endocrinology167(1), 60-67.
  • Janke, A., Xu, X., & Arnason, U. (1997). The complete mitochondrial genome of the wallaroo (Macropus robustus) and the phylogenetic relationship among Monotremata, Marsupialia, and Eutheria. Proceedings of the National Academy of Sciences94(4), 1276-1281.