Können Hunde und Fische in einem Haushalt leben?

Wenn man ein Aquarium besitzt, hat man auch Verantwortung. Kannst du Fische in einem Haushalt mit Hunden halten? Hier kommt die einfache Antwort und ein paar Tricks zur gemeinsamen Haltung.
Können Hunde und Fische in einem Haushalt leben?

Letzte Aktualisierung: 18. November 2021

Können Hunde und Fische in einem Haushalt leben? Es ist nicht ungewöhnlich, diese Frage zu stellen, denn viele Tierhalter wollen einen Hund halten und gleichzeitig ein Aquarium mit Fischen besitzen. Die Sorge kommt auf, wenn wir an die Gene und Instinkte von Haushunden denken, denn ihre Vorfahren haben sich in ihren jeweiligen Umfeldern stets räuberisch verhalten.

Obwohl das Zusammenleben von kleinen Wirbeltieren mit Hunden nicht so kompliziert ist ein Zusammenleben mit Katzen, kann es zu Problemen kommen, wenn die Sozialisierung nicht richtig durchgeführt wird. Lies weiter, denn in den folgenden Abschnitten zeigen wir auf, ob Hunde friedlich und ohne Zwischenfälle mit Fischen zusammenleben können.

Können Hunde und Fische in einem Haushalt leben?

Die kurze Antwort auf diese Frage ist ein einfaches und klares Ja, obwohl wir diese Antwort in einigen Bereichen einschränken müssen. Hunde haben sich daran gewöhnt, mit vielen Haustieren zusammenzuleben, die in ihrer natürlichen Umgebung ursprünglich Beutetiere waren (Ziegen, Schweine und Hühner). Zudem haben sie aus offensichtlichen Gründen nur wenig Kontakt zu Wassertieren.

Deshalb wird dein Hund wahrscheinlich nicht wissen, was er damit anfangen soll, wenn er dein Aquarium zum ersten Mal sieht. Er kann zurückhaltend, aufmerksam oder schlimmstenfalls sehr interessiert an seinen Bewohnern sein. Das ist um so wahrscheinlicher, je größer und auffälliger die Fische sind wie zum Beispiel Goldfische (Carassius auratus). Schließlich sind sie in den Augen des Hundes immer noch ein Snack für zwischendurch.

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Das größte Problem ist jedoch nicht der Jagdtrieb. Die Fische befinden sich unter Wasser, sodass es für den Hund schwierig ist, an sie heranzukommen (er ist kein so geschickter Jäger wie die Katze). Das größte Risiko besteht darin, dass der Hund das Aquarium umstößt oder ein Körperteil hineinsteckt und sich dabei verletzt.

Können Hunde und Fischen in einem Haushalt leben?
Hunde haben in der Regel kein Interesse an Fischen als Jagdbeute.

Warnsignale

Wenn du dein Aquarium bereits eingerichtet hast und es gerade erst in Betrieb genommen hast, solltest du das Verhalten deines Hundes genau beobachten. Warnsignale sind zum Beispiel:

  • Der Hund schaut sich das Aquarium und die Bewohner kontinuierlich an und ist immer in der Nähe des Beckens.
  • Er hält den Schwanz nach oben, die Ohren signalisieren Wachsamkeit und die Augen sind weit geöffnet.
  • Er nähert sich dem Aquarium langsam und duckt sich dabei.

Alle diese Verhaltensweisen deuten darauf hin, dass der Hund sich für das Aquarium interessiert, vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Wenn du dies weiterhin zulässt, besteht die Gefahr, dass dir bald ein Mitglied im Becken abgeht oder, noch schlimmer, dass das Aquarium kaputtgeht, wenn dein Hund versucht, einen Fisch zu packen.

Begrenze den Kontakt zwischen dem Aquarium und dem Hund

Hunde können in den meisten Fällen problemlos mit Fischen zusammenleben, aber manchmal ist der Haushund neugierig oder hat einen ausgeprägteren räuberischen Instinkt als das normalerweise der Fall wäre (entweder aufgrund seiner Rasse oder seines aktuellen Zustands). In diesen Fällen empfehlen wir dir, die folgenden Tipps zu berücksichtigen:

  1. Stelle dein Aquarium in geeigneter Höhe auf. Lass das Becken nie auf dem Boden stehen, denn so ist es für den Hund viel einfacher, sich dem Aquarium zu widmen (im Guten wie im Schlechten). Dadurch wird auch der direkte Kontakt zwischen Hund und Fischen eingeschränkt, der für sie sehr stressig sein kann.
  2. Setze einen Deckel auf das Aquarium. Das ist in jedem Fall wichtig (egal ob du einen Hund hast oder nicht), denn manchmal springen Fische aus dem Wasser und können sterben. Indem du einen Deckel auf das Aquarium legst, verhinderst du auch, dass der Hund seine Pfoten hineinstecken kann.
  3. Stelle dein Aquarium in einem separaten Raum auf. Wenn keine der oben genannten Maßnahmen verhindern kann, dass dein Hund sich kontinuierlich damit beschäftigen will, stelle das Aquarium einfach in den Raum, in dem dein Hund sich am wenigsten aufhält. Schließe jedes Mal die Tür, wenn du mit den Fischen zu tun hast.

Das Geheimnis liegt darin, wie du die Tiere einander vorstellst

Wie bei fast allen Interaktionen von verschiedenen Arten liegt der Schlüssel in der gegenseitigen Vorstellung. Du solltest die Tatsache, dass du ein Aquarium zu Hause hast, nicht vor deinem Hund verbergen, denn er wird sich umso mehr dafür interessieren, je weniger er es beobachten kann.

Sobald du die Fische ins Becken gesetzt hast, kannst du deinen Hund in die Nähe der Fische lassen (immer an der Leine) und ihn an der Außenseite des Aquariums schnuppern lassen. Wenn du glaubst, dass dein Hund zu aufgeregt sein wird, ist es immer eine gute Idee, mit ihm erst einmal einen Spaziergang zu machen, bevor du die ihm die Fische „vorstellst“. Wenn er das Becken erst einmal gesehen hat, wird er höchstwahrscheinlich das Interesse verlieren, wenn er merkt, dass er nicht mit den Fischen interagieren kann.

Klappt das nicht, kannst du deinem Hund auch verbieten, den Raum zu betreten, in dem das Aquarium steht. Bestrafe ihn nicht, sondern nutze positive Verstärkung, d.h. belohne ihn, wenn er nicht mit dem Aquarium interagiert.

A blue and orange fish in a tank.

Wie du siehst, können Hunde ohne große Probleme mit Fischen in einem Haushalt leben. Wenn du die Eingewöhnungsphase richtig durchführst und das Aquarium hoch genug platzierst, ist die Wahrscheinlichkeit minimal, dass etwas schiefgehen könnte.

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