Minihunde: Haltung, Pflege und Erziehung

Minihunde haben eine Reihe von Bedürfnissen, die du vor der Adoption beachten solltest. Ihre kleinen Knochen und besonders geformten Köpfe führen zu bestimmten medizinischen Komplikationen. Alles Wissenswerte erfährst du in unserem heutigen Artikel!
Minihunde: Haltung, Pflege und Erziehung

Letzte Aktualisierung: 18. August 2021

Obwohl die Größe für viele andere Dinge keine Rolle spielt, haben Minihunde aufgrund ihrer Körpergröße besondere Bedürfnisse. Auf den ersten Blick mag es scheinen, dass einige Techniken und Trainingsmethoden universell sind. Dennoch solltest du die Pflege und Erziehung stets auf die spezifischen Bedürfnisse deines Tieres anpassen.

Wenn du nicht genau weißt, was Minihunde eigentlich sind und was diese Rassen so besonders macht, lies einfach weiter! Wir werden dir in unserem heutigen Artikel alles Wissenswerte zu diesem Thema erzählen.

Minihunde: Die verschiedenen Rassen

Derzeit werden die Rassen in folgende Größen eingeteilt: riesig, groß, mittelgroß, zwergwüchsig oder klein und Minihunde. Auf den ersten Blick kann es schwierig sein, einen Zwerghund von einem Miniaturhund zu unterscheiden. Daher betrachten internationale Organisationen – wie die Fédération Cynologique Internationale (FCI)Minihunde als Hunde mit einem Gewicht von maximal 3 Kilogramm.

Einige Rassen, die als Minihunde gelten, sind der Pomeranian, der Malteser oder der Chihuahua. Sie alle haben im Vergleich zum Durchschnitt ihrer Art eine kleine Schnauze, kurze Knochen und einen sehr kleinen Körperbau.

Minihunde - Ein Pomeranian lächelt in die Kamera.

Minihunde und ihre besonderen Pflegebedürfnisse

Die geringe Größe dieser Hunderassen führt dazu, dass sie verschiedene besondere Bedürfnisse haben, die du beachten solltest. Einige von ihnen sind die folgenden:

  • Anstatt eines Halsbandes sollten Minihunde ein Geschirr tragen: Denn ihr schmaler Hals macht sie anfälliger für Verletzungen, insbesondere wenn sie viel an der Leine ziehen.
  • Vermeide große Menschenmengen: Wenn du einen Minihund in eine große Menschenansammlung mitnimmst, kann er sich dort nur sehr schlecht orientieren. Zudem sieht das Tier aufgrund seiner geringen Größe auch kaum etwas und wird ebenso wenig von anderen bemerkt. Infolgedessen besteht ein erhöhtes Risiko, dass er versehentlich von anderen überrannt oder getreten wird.
  • Minihunde können extreme Temperaturen nicht gut vertragen: Aufgrund der geringen Größe dieser Tiere haben sie sehr wenig Körperfett. Daher musst du in der kälteren Jahreszeit dafür sorgen, dass sie ausreichend gewärmt werden. Und im Sommer solltest du sie gut abkühlen.
  • Nimm deinen Minihund nicht an sehr hochgelegene Ort mit: Obwohl sich jeder Hund verletzen kann, wenn er aus beträchtlicher Höhe fällt, haben kleinere Hunde ein höheres Frakturrisiko.

Wie kannst du diese Rassen erziehen?

Die Grundausbildung für Minihunde ist die gleiche wie bei jedem anderen Hund. Sie müssen verschiedene leicht verständliche Kommandos erlernen, die es dem Tier ermöglichen, sich mit dir zu verständigen. Außerdem sorgt dies auch für die Sicherheit dieser kleinen Hunde. Darüber hinaus müssen auch Minihunde lernen, ihre Impulse zu kontrollieren und auf gesunde Weise Kontakte zu knüpfen.

Heute neigen viele Menschen dazu, kleine Hunde aufgrund ihrer geringen Körpergröße voreingenommen zu behandeln. Wenn du einen Minihund in deinem Zuhause willkommen heißt, musst du in Bezug auf ihre Ausbildung und Erziehung einige Dinge berücksichtigen. In diesem Zusammenhang möchten wir folgende Aspekte hervorheben:

  • Die Tendenz, sie auf dem Arm zu tragen: Es stimmt, dass Minihunde nur wenig wiegen. Daher ist viel einfacher, diese Hunde zu transportieren oder sie aus einer unangenehmen Situation zu befreien. Allerdings solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du sie dadurch auch dazu ermutigst, sich nicht richtig zu sozialisieren. Des Weiteren enthältst du ihnen die Bewegung vor, die sie benötigen.
  • Den Hund im Haus ständig bei sich zu haben: Außer zur Sozialisierung und zum Kuscheln ist es nicht ratsam, den Hund immer bei sich zu haben, wenn du zu Hause bist. Dies ermutigt den Hund, territoriale Ansprüche zu stellen oder eine ungesunde Hierarchie mit dir und den anderen Mitgliedern deines Haushalts aufzubauen.
  • Übermäßiger Schutz: Die äußere Erscheinung der Minihunde könnte den Eindruck erwecken, dass diese Hunde empfindlicher sind und extrem viel Schutz benötigen. Daher solltest du darauf achten, dass deine Fürsorge nicht ihre richtige Sozialisierung oder emotionale Entwicklung beeinträchtigt. Dies ist ganz besonders im Welpenalter von großer Wichtigkeit.

Belohnungen und Leckereien

Für die Belohnung eines Minihundes gelten die gleichen Empfehlungen wie für andere Hunde: Gib ihm kein gesundheitsschädliches Futter und keine unausgewogene Ernährung mit zu vielen Leckereien. Obst und Gemüse sind gute und gesunde Leckerbissen.

Die soziale Belohnung kann für sie genauso wertvoll sein wie ein Leckerbissen. Daher solltest du deinen Hund verwöhnen und loben, wenn er etwas gut macht.

Training und Bewegung ist auch für Minihunde sehr wichtig

Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst oder mit ihm spielst, kannst du diese Zeit auch dazu nutzen, ihn zu trainieren, egal wie groß er ist. Beim Tauziehen kann er beispielsweise lernen zu teilen. Wenn du deinem Minihund beibringst, Gegenstände zu dir zu bringen, lernt er gleichzeitig, wieder zu dir zurückzukommen.

Minihunde - Der Chihuahua ist die langlebigste Hunderasse.

Kurz gesagt, ein Minihund hat Bedürfnisse, die mit seiner Größe zusammenhängen. Aber dies sollte kein Grund sein, ihn übermäßig zu beschützen oder ihn des Lebens zu berauben, das größere Hunde haben würden. Egal, um welchen Hund es sich handelt, du musst ihn immer kennen lernen und versuchen, ihn so glücklich wie möglich zu machen.

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