Lerne die westfälische Dachsbracke kennen

19. Juli 2019
Diese Miniversion des deutschen Schweißhundes ist der perfekte Begleiter für Fans von Jagdhunden, die nicht viel Platz zu Hause haben.

Diese alte, deutsche Rasse verbindet die Fähigkeiten eines Jagdhundes mit einem kleinen, kompakten und muskulösen Körper. Lerne die westfälische Dachsbracke kennen!

Die westfälische Dachsbracke und ihre Ursprünge

Die westfälische Dachsbracke ist eine Mischung aus deutschen, französischen und englischen Jagdhunden. Man sagt, sie sei eine Mini-Version ihres nahen Verwandten, des bayerischen Gebirgsschweißhundes. Der Standard für die Rasse wurde zwar 1910 aufgestellt, doch der offizielle Standard erschien erst 1987!

Außerdem verwendete man die westfälische Dachsbracke auch, um andere kleine Hunderassen zu züchten, wie zum Beispiel ihren schweizer Verwandten, den Drever. Ihre Fellfärbung und ihr kleines, robustes Auftreten sind sehr ähnlich, weshalb sie viele Menschen verwechseln.

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Westfälische Dachsbracke: Welpen

Merkmale und Morphologie

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) klassifiziert diese Rasse in der Gruppe 6. Das sind Jagd-, Schweiß- und Spürhunde. 

Das generelle Erscheinungsbild dieser Rasse ist kompakt (sie sind nur 28 bis 30 Zentimeter groß), lang und muskulös. Sie scheinen geradezu wie eine Mini-Version von typischen Jagdhunden.

Die Kopfform, die Breite des Rückens und die Form der Rute geben ihr einen noblen Aspekt, der sie attraktiv für die Oberschicht der Gesellschaft machte.

Das führte zur kontrollierten Zucht der westfälischen Dachsbracke. Ihre hinteren Gliedmaße gleichen denen des Dackels, doch sie sind stärker und muskulöser.

Das Fell ist dicht und sollte rötlich, hellbraun und schwarz beinhalten, so wie es für deutsche Jagdhundrassen gewöhnlich ist. Der Standard akzeptiert sowohl die zwei- als auch dreifarbige Musterung, dunkelbraune Flecken sind jedoch unerwünscht.

Die westfälische Dachsbracke ist ein Mini-Jagdhund

Ernährung und Erziehung der westfälischen Dachsbracke

Diese Rasse ist zwar klein, aber sehr energiegeladen und deshalb braucht sie auch eine Ernährung, die sich ihrem aktiven Lebensstil anpasst. Wir dürfen nicht vergessen, dass alle Jagdhunde täglich viel mentale und körperliche Beschäftigung benötigen.

Viele Menschen lassen sich von der Größe fehlleiten, doch die westfälische Dachsbracke ist wirklich kein Möbelstück, mit dem man täglich fernsehen kann.

Wie bei allen Jagdhundrassen ist die Erziehung relativ einfach, denn es handelt sich um einen aufmerksamen Hund, der gerne seine Bezugsmenschen zufrieden stellt. 

Ihr Charakter ist zwar weder dominant noch aggressiv, doch sie kann etwas stur und sehr unabhängig sein, weshalb man sehr viel Geduld mit ihr aufbringen muss, wenn sie mal wieder ihr eigenes Ding tun will.

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Die westfälische Dachsbracke: Gesundheit und Verhalten

Diese Rasse ist aktiv, liebevoll und steckt voll von Energie. Als Familienhund ist die westfälische Dachsbracke vielseitig und geht vorsichtig mit Kindern um, weshalb sie eine gute Wahl sein kann.

Wie allen Hunden gefällt auch ihr Auslauf und Gemeinsamkeit. Sollte es ihr langweilig sein, dann kann es schon zu zerstörerischem Verhalten kommen.

Generell gesprochen handelt es sich um eine gesunde Rasse ohne Erbkrankheiten. Du solltest allerdings auf ihr Gewicht achten, denn mit dem Alter und fehlendem Auslauf kommt es leicht zu Fettleibigkeit.

Aufgrund der hängenden Ohren sollte man außerdem auch vorsichtig auf mögliche Ohrenentzündungen achten.