Der tibetanische Terrier

· 24. Oktober 2018
Eigentlich behütete er Herden, doch jetzt kümmert er sich oft um seine menschliche Familie. Man nimmt an, dass die Ursprünge dieser Rasse vor 2000 Jahren zu finden sind.

Der tibetanische Terrier wurde eigentlich dazu gezüchtet, um Vieh und Menschen vor Eindringlingen zu schützen. Sein wundervoller Charakter hat ihn jedoch zu einem beliebten Haushund gemacht.

In den buddhistischen Tempeln war er ein Ehrengast und seit neuestem findet er auch im Westen ein Zuhause.

Der tibetanische Terrier und seine Geschichte

Man weiß nicht genau, wann der tibetanische Terrier zuerst auftauchte, doch man vermutet, dass dies vor etwa 2.000 Jahren geschah.

Wie sein Name es schon verrät, stammt er aus Tibet, wo es ursprünglich seine Aufgabe war, Vieh zu leiten und zu hüten, auch wenn er kleiner als gewöhnliche Hirtenhunde ist.

Aufgrund ihres großartigen Charakters und ihrer Begabung als Hirtenhunde schlossen sie sich schnell dem Leben der Nomadenstämme an. Tagsüber halfen sie mit dem Vieh und des Nachts beschützten sie die Lager der Nomaden.

Man weiß auch, dass viele Exemplare in buddhistischen Tempeln lebten, wo sie sehr beliebt waren.

Trotz seines Namens ist er eigentlich kein Terrier. Als Terrier bezeichnet man Jagdhunde, die kleine Säugetiere als Beute ansehen. Der tibetanische Terrier hingegen ist jedoch ein Hütehund.

Sein Name wurde ihm fälschlicherweise Anfang des 20. Jahrhunderts gegeben, als er nach England kam. Aufgrund seiner Größe klassifizierte man ihn als Terrier, anstatt zu recherchieren, welche Aufgaben der Hund eigentlich übernimmt.

Merkmale des tibetanischen Terriers

Die Größe des tibetanischen Terriers ist seltsam. Eigentlich ist er zu groß, um ein Terrier zu sein. Er ist jedoch kleiner als die anderen Hütehunde. Er hat ein Stockmaß von 35 – 40 cm und wiegt im Durchschnitt zwischen 10 und 16 kg.

Sein auffälligstes Merkmal ist sicher sein langes Fell. Der ganze Körper ist von langem, glatten oder welligem Fell bedeckt. Am Bauch, der Rute und den Ohren ist es noch länger. Man sagt ihm nach, er hätte ein Bärtchen und sogar seine Tatzen sind von seiner Mähne versteckt.

Verhalten des tibetanischen Terriers

So gibt er den Anschein eines robusten und quadratischen Hundes. Durch das lange Fell kann man sein Gesicht und die Ohren zwar nur schwer erkennen, doch sie sind rundlich und fallen seitlich des Kopfes ab. Die Rute trägt er geringelt über dem Rücken.

Verhalten des tibetanischen Terriers

Durch seinen Charakter fand er Eintritt in unsere Häuser und verwandelte sich in einen Familienhund. Deswegen können wir behaupten, dass der tibetaniche Terrier freundlich, familienbezogen und beschützerisch ist.

Seiner menschlichen Familie gegenüber verhält er sich zahm und aufmerksam, zu Fremden jedoch kann er misstrauisch sein. Er ist ein vielseitiger Hund, der zwar ursprünglich aus dem Gebirge stammt, sich jedoch auch an das Stadtleben gewöhnt.

Normalerweise verstehen sie sich gut mit anderen Hunden und spielen gerne, doch manchmal verhalten sie sich auch ein wenig stur und unabhängig.

Man kann einen Terrier nicht zum Gehorsam zwingen: durch die positive Verstärkung entwickelt sich eine gegenseitige Bindung zwischen Hund und Menschen, die seine Erziehung erleichtert.

Unser Lesetipp für dich: 6 Tipps um das Vertrauen deines Hundes zu gewinnen

Man kann diese Tiere nicht für viel Zeit alleine lassen. Das stresst und langweilt sie schnell, weswegen sie oft zerstörerisch oder mit zu viel Bellen reagieren. Der tibetanische Terrier ist gerne in Gesellschaft.

Pflege des tibetanischen Terriers

Pflege des tibetanischen Terriers

Das Fell braucht die meiste Pflege. Man muss ihm helfen, es zu entknoten und beim jahreszeitlich bedingten Fellwechsel braucht er ebenfalls unsere Unterstützung.

Fellknoten sehen nicht nur hässlich aus, sondern können auch Schmerzen verursachen. Es kann zu Bewegungseinschränkungen und sogar Hauterkrankungen wie Dermatitis kommen.

Diese Tiere besitzen zwei Fellschichten. Die äußere und eine innere, die sehr wollig ist. Diese beschützt sie vor extremen Temperaturen. Damit meinen wir sowohl Kälte als auch Hitze. Deswegen kann man das Fell zwar ein wenig aus hygienischen Gründen stutzen, doch es darf nie rasiert werden.

Der tibetanische Terrier ist an sich eine gesunde Hunderasse. Deshalb muss man ihn dennoch regelmäßig für seine Routineuntersuchungen zum Tierarzt bringen.

Man sollte insbesondere auf die Ohren- und Augengesundheit der Tiere achten, da sie aufgrund ihres üppigen Fells leicht an Infektionen erkranken können.

Lies auch: Augen beim Hund reinigen: Tipps und Ratschläge

Er ist zwar kein „echter“ Terrier, doch durch seinen sturen und liebenswürdigen Charakter könnte man meinen, es sei einer. Ursprünglich stammt er aus China und lebte lange Zeit in tibetanischen Tempeln.

Aufgrund seines tollen Charakters verließ er jedoch die Berge und fand schnell seine neue Rolle als Begleithund.