Hunden das Betteln abgewöhnen

· 31. Januar 2018
Es ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Es braucht nur Konsequenz und ein paar einfache Tricks

Es ist nervig, wenn man am Tisch sitzt und der Hund ständig mit verzweifeltem Blick nach Futter bettelt. Manche Hunde betteln auch, obwohl sie gerade Futter erhalten haben. Sie wissen, dass wir schnell weich werden und ihnen ein Häppchen geben.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du deinem Hund beibringen kannst, am Tisch nicht mehr zu betteln.

Ist das ständige Betteln normal?

Natürlich nervt das kontinuierliche Betteln, doch Hunde folgen dabei nur ihrem Instinkt. Doch mit dem richtigen Training kann dieser Instinkt unterdrückt werden. Wenn du allerdings nachgibst, ist er gleich wieder da!

Hunde betteln um Futter

Kannst du dich immer kontrollieren, wenn du etwas Leckeres siehst oder riechst? Hunde möchten die köstlichen Delikatessen auch probieren, auch wenn sie nicht bekömmlich sind, denn sie riechen ja so wunderbar!

Vielleicht stört dich das Betteln selbst nicht unbedingt, doch wenn Gäste zu Besuch kommen, ist es sehr störend, wenn der Hund mit seinem treuesten Blick ständig nach Futter verlangt.

Die „Vielfraße“ unter den Hunden kennen sämtliche Tricks, um das zu bekommen, was sie wollen. Wenn Kinder im Haushalt sind, wird das Ganze noch komplizierter, denn sie geben dem geliebten Hund oft heimlich unter dem Tisch etwas von den Leckerbissen ab.

Eine gute Erziehung, die bereits im Welpenalter beginnt, kann verhindern, dass Hunde ständig nach Essen betteln.

Wie du deinem Hund das Betteln abgewöhnen kannst

Dein Hund kennt deine Schwachstellen ganz genau und nutzt diese schamlos aus. Der herzzerreißende „Dackelblick“, Winseln oder auch forderndes Bellen oder Anspringen… es wird alles versucht, um ans Essen zu kommen. Bleibe hart, denn sonst wirst du dieses Problem nie in den Griff bekommen!

Wenn der Hund schon als Welpe zu dir kommt, musst du gleich mit der Erziehung beginnen. Die schlechte Gewohnheit des Bettelns beginnt schon früh, doch diese Tipps können dir helfen:

1. Der Hund hat nichts auf dem Tisch zu suchen!

Wenn dein Hund mit den Vorderpfoten auf dem Tisch steht, schiebe ihn mit einer einfachen Handbewegung weg. Es kann sein, dass du diesen Schritt mehrmals und ein paar Tage lang wiederholen musst.

Doch nach ein bis zwei Wochen wird dein Hund verstehen, dass dieses Verhalten verboten ist. Wenn du deinen Hund vom Tisch wegschiebst, sage laut und bestimmt „nein“, um die Wirkung zu verstärken.

2. Stell deinem Hund eine Barriere in den Weg

Sollte der erste Ratschlag nicht funktionieren, dann versperre deinem Hund den Weg, indem du eine Art Barriere errichtest und er so nicht mehr in die Nähe des Tisches kommt.

Du könntest zum Beispiel die Küchentür schließen, ein Babygitter installieren oder ihn während des Essens auf der Terrasse oder im Garten lassen. Das mag anfangs vielleicht etwas grob oder herzlos erscheinen, doch so lernt dein Hund, dass Betteln nicht erlaubt ist.

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3. Gib deinem Hund vorher oder während du isst sein Futter

Viele Hunde leeren ihre Schüssel in Sekundenschnelle, doch wenn sie satt sind, betteln sie eher weniger. Gib dem Hund sein Futter, wenn du dich mit deiner Familie zum Essen an den Tisch setzt. 

Du hast so etwas Zeit, während dein Vierbeiner frisst. Du kannst die Futterschüssel auch erst dann füllen, wenn er danach bettelt. Der Hund lernt so, zwischen seinem eigenen Futter und dem Essen für Menschen zu unterscheiden.

Hunde betteln um Essen

4. Beschäftige den Hund, während er nach einem Häppchen bettelt

Du könntest deinem Hund zum Beispiel ein Spielzeug oder einen Kauknochen geben, damit er sich selbst beschäftigen kann, während du am Tisch sitzt. Wenn du mehrere Hunde hast, wäre es der ideale Zeitpunkt, sie draußen im Garten oder Hof spielen zu lassen.

5. Binde deinen Hund in deiner Nähe an

Diese Methode kann etwas drastisch sein, denn dein Hund könnte anfangen laut zu bellen oder zu winseln, aber in manchen Fällen funktioniert sie. Leg ihm seine Leine an und binde ihn ein paar Meter vom Tisch entfernt an.

Du kannst sein Hundebett danebenstellen, damit er es sich bequem machen kann. Stelle auch sein Futter und Wasser dazu!