Hunde sind der Schlüssel zur Rettung von Krebspatienten

19. Mai 2018
Es gibt immer öfter Geschichten darüber, dass Hunde die Fähigkeit haben, ihre Besitzer oder Menschen, denen sie auf der Straße begegnen, vor Krebs zu retten. Wir berichten in diesem Artikel mehr über das Thema.

Es gibt immer öfter Geschichten darüber, dass Hunde die Fähigkeit haben, ihre Besitzer oder auch Menschen, denen sie auf der Straße begegnen, vor Krebs zu retten. In diesem Artikel berichten wir dir, warum Hunde der Schlüssel zur Rettung von Krebskranken sind, und wie wir ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken sollten.

Ted, der Hund der den Krebs seines Frauchens „roch“ und zu ihrer Rettung beitrug

Wir wissen, dass unsere Haustiere ihr Leben für uns geben. Wir wissen von Fällen, wo Hunde die Rettung von Kindern in Bränden oder Überflutungen übernehmen. Es gibt auch Geschichten darüber, wie ein Hund zur Rettung eines ausgesetzten Babys beitrug. Alle kennen einen Fall, in dem eine mutige Fellnase einen Verbrecher angriff, um einen Raub zu vermeiden. Dennoch fällt es uns immer noch schwer zu glauben, dass ein Hund die Fähigkeit hat, seinem Besitzer mitzuteilen, wenn dieser krank ist.

Diese schöne Geschichte wird dir besonders gut gefallen und du wirst dabei verstehen, warum Hunde die besten Freunde der Menschen sind. Ted ist ein Border Collie und lebt in Stockton in England. Er lebt mit der 46-jährigen Josie Conlan zusammen, seit sie ihn adoptiert hat. Der Hund erlebte im Welpenalter Missbrauch, weswegen seine Persönlichkeit schüchtern und introvertiert ist.

Josie hatte sich daran gewöhnt, dass hin und wieder kleine Knoten in ihrer Brust erschienen. Sie waren normal und ungefährlich. Doch eines Tages änderte sich Teds Verhalten: Er hörte nicht auf, sein Frauchen an dieser Körperstelle zu beschnüffeln und danach laut zu jaulen.  

Da der Hund nicht mit diesem seltsamen Verhalten aufhörte, entschloss sich Josie, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Die Laborergebnisse bestätigten, dass Josie an Brustkrebs leidete. Josie verdankt die frühe Diagnose und ihre Rettung durch eine Operation ihrem Hund.

Laut der Frau ist „Ted das beste Geschenk, das das Leben meiner Familie machen konnte.“ Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sie fährt fort: „Er dankt uns täglich dafür, dass wir ihn gerettet haben, aber eigentlich verdanke ich ihm die Rettung meines Lebens!“

Weitere Fälle von Hunden, die Krebs „erschnüffelten“

Rettung durch den Geruchssinn der Hunde

Ted ist nicht die einzige Fellnase, die etwas im Körper seines Besitzers erschnüffelt hat. 1989 kam eine Frau ins King’s College Hospital in London und bat darum, dass die Ärzte ein Muttermal in ihrem Bein untersuchten. Ihr Hund hatte das Muttermal zuvor immer wieder beschnüffelt und angebellt. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Muttermal um ein bösartiges Geschwür in einem frühen Entwicklungsstadium handelte, dass problemlos herausgeschnitten werden konnte.

Da diese Fälle höchstinteressant sind, entschied sich eine Gruppe von Medizinern (bestehend aus Hunden und Menschen) dazu, zwei Hunde zu trainieren. Die Hunde beschnüffeln die Menschen und stellen fest, ob sie Krebs haben oder nicht.

So kam es dazu, dass „Charlie“ (ein deutscher Schäferhund) und „Alfie“ (ein Labradoodle) jetzt zwei kalifornische Krebsexperten sind, die sich darauf spezialisieren, die Krankheit durch ihren Geruchssinn zu diagnostizieren. So tragen sie zur Früherkennung und  Rettung von Krebspatienten bei.

Hunde, die Krebs erkennen

Es ist gut zu wissen, dass Hunde mehr als 220 Millionen Geruchsrezeptoren in ihren Nasen haben. Wir Menschen besitzen bloß 5 Millionen. Deswegen können die Hunde bis zu hundertausend Mal mehr erschnüffeln als wir.

So kam es also, dass Alfie und Charlie dazu trainiert wurden, zwei Arten von Krebs zu diagnostizieren: Eistock- und Brustkrebs.  Die Nasen der beiden übernehmen den Job, ein ganz bestimmtes Molekül zu erschnüffeln, dass spezifisch bei diesen Krebsarten auftritt. Auch wenn es noch nicht von den Wissenschaftlern bestätigt wurde, die Tiere erkennen es ohne Probleme wieder.

In England trainiert eine weitere Gruppe von Wissenschaftlern und Medizinern einen Hund. Sie bilden ihn aus, damit er die Fähigkeit erlangt, chemische und organische Verbindungen zu erschnüffeln, die auf Krebs hinweisen. Im Fall von Prostatakrebs schnüffelt der Hund das Urin des Patienten. Wenn es sich um Darmkrebs handelt, dann riecht der Hund Stuhlproben, und bei Lungenkrebs schnüffelt das Tier den Atem.

Laut des British Medical Journal erreichte der Labrador, der an dem Experiment teilnahm, eine Erfolgsquote von 95% bei Atemproben und 98% bei Urin- und Stuhlproben. Alle Patienten befanden sich in der Anfangsphase des Krebses.

Quelle des Beitragsbildes: www.abc.es

Auch interessant