Hautkontakt mit einer Qualle: Was tun?

· 5. Oktober 2018
Was man in diesem Fall tun kannst, erklären wir in diesem Artikel. Lies weiter, damit du bei deinem nächsten Badeurlaub darauf vorbereitet bist! 

Die Qualle im dunklen Aquarium mit Licht beleuchtet ergibt ein wunderschönes Bild. Doch wer beim Schwimmen Hautkontakt mit einer Qualle hat, wird sich noch lange an die unangenehmen Schmerzen erinnern.

Was man in diesem Fall tun kannst, erklären wir in diesem Artikel. Lies weiter, damit du bei deinem nächsten Badeurlaub darauf vorbereitet bist! 

Eigenschaften der Qualle

Die Qualle ist an ihrem schleierartigen Schirm und den vielen Tentakeln sofort zu erkennen. Sie bewegt sich sehr schnell, indem sie sich mit Wasser füllt und dieses dann blitzartig wieder ausstößt. 

Manche Quallenarten leuchten sogar, um sich gegen Feinde zu verteidigen! Giftige Qualle

Die Tentakel dieses Tieres sind mit Nesselzellen ausgestattet. Damit fangen sie ihre Beute oder verteidigen sich vor ihren natürlichen Feinden.

An den Nesselzellen befinden sich Nesselkapseln. Bei Kontakt können diese platzen und Gift freigeben. Die Toxizität hängt nicht nur von der Quallenart, sondern auch von der angegriffenen Spezies ab.

Beim Menschen führt Hautkontakt mit einer Qualle in der Regel zu Brennen, Hautrötung, Schwellung und Schmerzen. Die Würfelqualle oder Seewespe, sowie größere Exemplare, wie Cyanea und Physalia, können jedoch lebensgefährlich sein und in Extremfällen zu einem plötzlichen Herzversagen führen.

Wie kann man Beschwerden durch den Kontakt mit Quallen vermeiden?

Am besten ist, sich gefährdeten Gebieten fernzuhalten. Auch wenn eine Qualle am Strand liegt, solltest du sie weder stören, noch berühren. Das Gift kann noch mehrere Tage nach dem Tod wirken.

Vorsicht bei einer Qualle

Berücksichtige folgende Tipps, um Quallenverletzungen zu verhindern:

1. Achte auf das Umfeld

Die Küstenwache und die Anrainer können dich sicher informieren, ob Gefahr besteht. Sie wissen, an welchen Stränden aufgepasst werden muss und können dir Auskunft geben.

Geh bei sehr starkem Wind nicht ins Wasser, da dieser die Quallen sehr nah an die Küste schwemmt.

2. Erkenne Warnsignale

An gefährdeten Stränden gibt es normalerweise Warnhinweise, um Strandbesucher davon abzuhalten, ins Wasser zu gehen, solange Gefahr besteht.

Manche Strände sind immer gefährlich, an anderen gibt es nur zeitweise Warnhinweise, wenn eine große Zahl dieses Meerestieres entdeckt wird.

An manchen Küsten wird eine rote Fahne aufgestellt, die auf Gefahren hinweist. Es kann sich um Quallen oder andere Gefahren handeln. Du solltest dies berücksichtigen und nicht ins Wasser gehen!

3. Schütze deinen Körper

Wenn du einen Strandspaziergang machst, trage immer Schuhe. Denn so kannst du verhindern, barfuß auf eine tote oder sterbende Qualle zu treten, die das Wasser ans Ufer gespült hat.

Du kannst so gleichzeitig Verletzungen durch Muscheln oder andere spitze Gegenstände am Strand verhindern.

Wenn du schwimmen oder surfen willst, ist es am besten, einen Neoprenanzug zu tragen, um den größten Teil des Körpers zu bedecken. So kannst du Hautkontakt zu Quallen und anderen Gefahren verhindern.

4. Berühre die Qualle nicht mit der Hand

Sei sehr vorsichtig, denn dieses Tier wird oft mit einer in den Sand geworfenen Plastiktüte verwechselt. Vergewissere dich, dass es sich nicht um Abfall handelt, bevor du zugreifst.

Sollte es sich tatsächlich um eine Qualle handeln, kannst du die Küstenwache benachrichtigen. Sie kann die Qualle entfernen oder wieder ins Meer zurückbringen.

5. Vertreibe sie

Eine gute Technik, um zu verhindern, dass sich Quallen nähern, wenn du im Wasser bist, ist, deine Füße durch den Sand zu ziehen. Das Tier wird dann möglichst schnell verschwinden.

Wenn du eine Qualle im Wasser siehst, gehst du am besten langsam und ruhig aus dem Wasser, um sie nicht zu erschrecken und Hautkontakt zu verhindern. 

Informiere die Küstenwache über den Vorfall.