Warum lohnt es sich, eine Katze zu sterilisieren?

· 22. Juli 2018
Durch die Sterilisation kann die unkontrollierte Vermehrung von Katzen verhindert werden. Damit wird erreicht, dass weniger ungewünschte Kätzchen einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden.

Eine Katze zu sterilisieren ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein. Es geht nicht nur um Geburtenkontrolle, sondern auch darum, das Aussetzen ungewünschter Kätzchen zu vermeiden. Eine Sterilisation ist mit zahlreichen Vorteilen verbunden. So kann damit zum Beispiel auch Verhaltensproblemen während der Läufigkeit vorgebeugt werden.

Erfahre anschließend, warum es sich lohnt, eine Katze zu sterilisieren. 

Katze sterilisieren: eine gute Entscheidung?

Viele Menschen zweifeln an den Vorteilen, die die Sterilisation eines Haustiers mit sich bringt. Sie glauben, dass sie dem Tier damit die Chance nehmen, sich zu reproduzieren. Das ist natürlich richtig, doch es gibt andere wichtige Aspekte zu berücksichtigen.

Durch die Sterilisation kann die unkontrollierte Vermehrung von Katzen verhindert werden. Damit wird erreicht, dass weniger ungewünschte Kätzchen einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden. 

Katzen sterilisieren

Katzen vermehren sich rasch, denn sie sind mehrmals im Jahr läufig. Bei jedem Wurf können sie bis zu 7 Kätzchen haben und leider landen viele davon einfach auf der Straße, wo sie sich dann schnell vermehren. Doch wenn du vorbeugst, kannst du dies verantwortungsbewusst verhindern.

Was ist die Sterilisation?

Die Sterilisation oder Kastration ist ein Routineingriff, der vom Tierarzt durchgeführt wird und für das Haustier kein Risiko bedeutet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die bei Männchen und Weibchen etwas unterschiedlich aussehen:

  • Katze:

    • Bei der Sterilisation werden die Eileiter der Katze verschlossen (Ligatur). In der Folge kann keine Befruchtung stattfinden.
    • Bei der Kastration einer Katze werden Eierstöcke und auch oft die Gebärmutter entfernt. Es handelt sich um einen chirurgischen Eingriff mit Vollnarkose.
  • Kater:

    • Bei der Sterilisation eines Katers werden die Samenleiter verschlossen. Auch so ist eine Befruchtung der Katze nicht mehr möglich.
    • Bei der Kastration eines Katers werden die Hoden durch einen chirurgischen Eingriff entfernt.
In der Folge einer Kastration haben Kater oder Katze nicht mehr die Fähigkeit, sich zu reproduzieren, sie experimentieren auch keine Läufigkeit, da die Geschlechtsorgane entfernt wurden. Bei einer Sterilisation bleiben die Geschlechtsorgane erhalten und aktiv, deshalb wird nur die Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Wenn du das Verhalten während der Läufigkeit verhindern möchtest, solltest du dich für eine Kastration entscheiden. Damit kannst du dir das Markieren des Reviers, nächtliches Miauen und Jaulen, Kämpfe und andere typische Verhaltensweisen ersparen.

Vorteile der Sterilisation und/oder Kastration einer Katze

  • Du kannst damit ungewünschten Nachwuchs verhindern.
  • Die Katzenbevölkerung kann so besser kontrolliert werden. Gleichzeitig geht es darum, ausgesetzte und verlassene Katzen zu verhindern.
  • Ein kastrierter Kater wird sein Revier seltener mit Urin markieren, was auch sehr vorteilhaft ist.
  • Die kastrierte Katze zeigt nicht das typische Verhalten während der Läufigkeit (Miauen usw.).
  • Bei beiden Geschlechtern stabilisiert sich das Verhalten. Die Tiere sind ruhiger und weniger Hormonschwankungen ausgesetzt, was ihr Verhalten sehr positiv beeinflusst.
  • Darüber hinaus werden Krankheiten der Sexualorgane verhindert. Katzen müssen nicht die Risiken, die die Trächtigkeit mit sich bringt, ertragen und erleiden auch keine Krankheiten wie Gebärmutter- oder Gesäugetumore. Der Kater wird nach der Kastration keinen Prostata- oder Hodenkrebs erleiden.

Wann wird die Sterilisation am besten durchgeführt?

Hier gehen die Meinungen auseinander, du solltest dich am besten von deinem Tierarzt beraten lassen.

Traditionellerweise wird der operative Eingriff nach der ersten Läufigkeit im Alter zwischen 6 und 8 Monaten durchgeführt. 

Katze sterilisieren

Jetzt werden Katzen jedoch meist bereits vor dieser Zeit sterilisiert, das heißt zwischen dem 4. und 5. Lebensmonat. Damit sollen eine ungewünschte Befruchtung und die mit der Läufigkeit einhergehenden Symptome von Anfang an verhindert werden.

Die Sterilisation oder Kastration kann jedoch in jedem Alter stattfinden, auch wenn die Katze schon erwachsen ist und bereits Junge hatte.

Vorsicht mit Übergewicht

Viele befürchten, dass nach dem Sterilisieren des Tiers die Gefahr für Übergewicht sehr groß ist. Zwar wird die Fellnase nach dem chirurgischen Eingriff ihre Essgewohnheiten verändern, doch mit dem richtigen Futter kannst du auch einfach das Gewicht kontrollieren.

Es gibt spezielle Produkte für sterilisierte Tiere. Am wichtigsten ist jedoch eine ausgeglichene Ernährung und die richtige Pflege. So kannst du Übergewicht und Folgeprobleme verhindern.

Es hat viele Vorteile, eine Katze zu sterilisieren: Kontrolle der Katzenbevölkerung, weniger Gesundheitsrisiken und weniger Straßenkatzen. Darüber hinaus steigt auch die Lebenserwartung einer kastrierten Katze!

Quelle des Titelbildesl: Len Smith