Pferdegrippe: Ursachen und Symptome

· 8. Juni 2019
Die Pferdegrippe ist eine gefürchtete Krankheit, da sie sich sehr schnell verbreitet und weil die Behandlung des Tiers bis zu einem Monat lang dauern kann. 

Bei der Pferdegrippe handelt es sich um eine Infektion der oberen und unteren Atemwege, die sehr häufig auftritt. Diese Krankheit wird auch als Pferdeinfluenza, ansteckender Pferdehusten oder Hoppegartener Husten bezeichnet und ist sehr ansteckend.

Die Vorsorge ist grundlegend, denn die dadurch ausgelösten Gesundheitsprobleme können das Pferd schwer beeinträchtigen und die Behandlung ist kostspielig. 

Es handelt sich zwar nicht um eine tödliche Krankheit, doch die schnelle Verbreitung macht es sehr schwierig, die Ansteckung zu verhindern. Die Übertragung kann auf eine Distanz von bis zu 30 Metern erfolgen. 

Pferdegrippe: vorbeugende Maßnahmen

Die beste Prävention gegen Pferdegrippe ist eine entsprechende Impfung. Denn sobald ein Tier durch den Influenza-Virus angesteckt wird und Kontakt zu anderen Tieren hat, breitet sich diese Krankheit in Windeseile aus. 

Die Inkubationszeit beträgt zwischen einem und fünf Tagen. In dieser Zeit machen sich die typischen Symptome bemerkbar und reduzieren die Leistungsfähigkeit des erkrankten Tieres.

Vorsorge gegen Pferdegrippe

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Sobald ein Pferd ein halbes Jahr alt ist, kann man es gegen Pferdegrippe impfen lassen. Nach einem Monat wird die Impfung dann noch einmal aufgefrischt. Nach dieser Behandlung erhält das Tier alle 6 oder 12 Monate eine weitere Impfdosis. Der genaue Zeitraum hängt von der Ansteckungsgefahr, seinem Umfeld und seinem Kontakt zu anderen Pferden ab.

Bei trächtigen Stuten und Jungpferden ist besondere Vorsicht geboten. Denn eine Pferdegrippe könnte eine Fehlgeburt verursachen oder das Tier stark schwächen.

Wichtig ist auch die entsprechende Hygiene im Pferdestall, denn wenn diese nicht gegeben ist, erhöht sich die Gefahr der Ansteckung und Ausbreitung der Pferdegrippe. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, für jedes Pferd unterschiedliche Utensilien zu verwenden, um die Ansteckung zu vermeiden, wenn bereits ein Tier erkrankt ist.

Sobald ein Pferd an Pferdeinfluenza erkrankt, muss es außerdem von den anderen Tieren isoliert werden, um ihre Infektion zu verhindern. Auch die Hygiene der Personen, die zu dem Tier Kontakt haben, ist grundlegend. Denn sie könnten ansonsten ebenfalls ein anderes Tier anstecken.

Pferdegrippe: Symptome

Zu den ersten erkennbaren Symptomen gehört trockener, starker Husten. Es kann innerhalb einer Stunde zu bis zu 10 Hustenanfällen kommen. Der schmerzhafte, trockene Husten wird mit der Zeit feucht und es entwickelt sich Auswurf. Auch Atemprobleme und Nasenausfluss zählen zu den Symptomen. 

Darüber hinaus kann das Pferd bis zu 40ºC oder 42ºC Fieber aufweisen, das schubweise verläuft.

Pferdegrippe

Ein weiteres Anzeichen ist, dass das Pferd apathisch wird und die Aufnahme von Futter verweigert. Dies führt mit der Zeit zu einem Gewichtsverlust, der in machen Fällen ernst sein kann. 

Die erkrankten Pferde haben geschwollene Lymphknoteneine unregelmäßige, erschwerte Atmung und grünlich-gelben Nasenausfluss. Auch lästige Augensekrete, die durch eine Bindehautentzündung entstehen, sind sehr häufig.

Die Schwäche des Pferdes macht sich in den ersten Tagen nach der Ansteckung offensichtlich, doch nach rund einer Woche sind die Symptome besonders stark: Das Tier geht nur noch langsam und mit gesenktem Kopf, es isoliert sich von der Gruppe.

Pferdegrippe: Behandlung der Krankheit

Sobald das Pferd von den restlichen Tieren getrennt wurde, um den Kontakt zu verhindern, braucht es viel Ruhe und Erholung, um den Kampf gegen den Influenzavirus zu gewinnen. Sein Ruheplatz sollte sauber und staubfrei sein, damit die Atembeschwerden nicht noch schlimmer werden.

Es empfehlen sich entzündungshemmende und fiebersenkende Mittel, die auch Schmerzen reduzieren. Bei Infektionen werden meist auch Antibiotika verschrieben, um das Tier zu heilen.

Vorsorge gegen Pferdegrippe

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Wichtig ist, die Ernährung des erkrankten Pferdes anzupassen, damit es nicht zu viel Gewicht verliert. Es kann an Schluckbeschwerden leiden und benötigt deshalb spezielles Futter. Normalerweise wird Nassfutter empfohlen, damit es wieder zu Kräften kommt und sich schnellstmöglich erholen kann.

Es braucht ungefähr zwei Wochen lang Erholung, bis die Symptome der Pferdegrippe verschwinden. Doch es ist Vorsicht geboten, um einen Rückfall zu verhindern. Sobald sich das Tier wieder komplett erholt hat, kann es allmählich wieder physische Aktivitäten aufnehmen. Es wird dann nach kurzer Zeit wieder seine volle Leistung erreichen.

  • https://www.zoetis.es/conditions/caballos/influenza-equina.aspx
  • https://blog.terranea.es/gripe-equina/#Prevencion_de_la_gripe_equina
  • https://www.equusline.es/blog/influenza-gripe-equina/