Krebs bei Haustieren - einige wichtige Informationen

Krebs ist keine neue Krankheit. Ärzte erforschen diese schreckliche Pathologie beim Menschen seit mehr als 2.000 Jahren. An Tieren wurden neue Studien durchgeführt, oft auf der Grundlage dessen, was man über Krebs beim Menschen gelernt hat. Hier findest du einige wichtige Informationen über Krebs bei Haustieren.
Krebs bei Haustieren - einige wichtige Informationen

Letzte Aktualisierung: 02. August 2021

Viele Tierärzte und Tierhalter haben die Erfahrung gemacht, dass Tiere in den späteren Lebensphasen häufiger an Krebs erkranken. Bis heute wissen die Wissenschaftler nicht genau, welcher Zusammenhang zwischen dem Alter und der Entstehung von Krebs bei Haustieren besteht. Allerdings vermuten einige Forscher, dass das Alter das Immunsystem tendenziell schwächt. In unserem heutigen Artikel findest du einige wichtige Empfehlungen für krebskranke Haustiere.

Aus der Forschung an Mensch und Tier wissen wir, dass Krebs ein komplexer Prozess ist, der durch erbliche, umweltbedingte und ernährungsbedingte Faktoren ausgelöst werden kann.

Ursachen von Krebs bei Haustieren

Es ist noch nicht bekannt, was Krebs bei Haustieren auslöst. Studien zufolge ist jedoch davon auszugehen, dass er durch eine Kombination von genetischen und umweltbedingten Faktoren verursacht wird. Außerdem besteht bei einigen Rassen eine genetische Veranlagung für das Auftreten bestimmter Tumorarten.

Die meisten genetischen Veränderungen, die zu Krebs führen, sind auf spontane Mutationen zurückzuführen, die durch chronische Exposition gegenüber bekannten Karzinogenen, wie beispielsweise Sonnenlicht oder Chemikalien, hervorgerufen werden können.

Diagnose von Krebs bei Haustieren

Die Diagnose von Krebs bei Haustieren erfolgt durch eine Biopsie, bei der kleine Fragmente des Tumorgewebes entnommen werden. Durch die Untersuchung der Gewebeproben können die Tierärzte feststellen, welche Zellarten betroffen sind und ob die Geschwulst gut- oder bösartig ist. Infolgedessen können sie entscheiden, welche Behandlung am besten geeignet ist.

Es gibt verschiedene Arten von Tumoren. Bei gutartigen Tumoren sind die Tumorzellen in der Regel von einer faserigen Kapsel umgeben. Einige häufige gutartige Tumore bei Hunden sind zum Beispiel Lipome oder Fettgeschwulste, die sich unter der Haut bilden, und Papillome.

Diese haben die Form eines Blumenkohls und befinden sich in der Epidermis (Oberhaut). Unter dem Mikroskop sehen die Zellen in diesen Tumoren dem normalen Gewebe sehr ähnlich. Normalerweise sind die Grenzen dieser Tumore gleichmäßig, so dass sie leicht chirurgisch entfernt werden können.

Krebs bei Katzen

Bei Katzen treten Tumore auf, wenn sie relativ jung sind. Darüber hinaus lassen sie sich im Allgemeinen verhindern. Allerdings sind sie in der Regel sehr viel bedenklicher. Daher entfernen Tierärzte diese meist mit einem chirurgischen Eingriff. Der Behandlungserfolg ist unterschiedlich, da die Tumore in der Regel sehr aggressiv sind und einen Großteil des den Tumor umgebenden Gewebes zerstören.

Ein chirurgischer Eingriff ist nur dann erfolgreich, wenn die Chirurgen die Tumorzellen entfernen oder zerstören, und das ist nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Je größer der Tumor ist und je länger er bereits besteht, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Eingriff erfolgreich ist. Bis zu 70 % dieser Tumore wachsen nach der Operation wieder nach. Wenn das Tier nach dem Eingriff eine Strahlentherapie erhält, steigen die Überlebenschancen.

Chemotherapie

Krebs bei Haustieren - Katze

Bei etwa 25 % aller Tiere, die eine Chemotherapie erhalten, treten irgendwelche Nebenwirkungen auf, in der Regel leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Lethargie. Die Nebenwirkungen werden mit rezeptfreien oder verschreibungspflichtigen Medikamenten kontrolliert.

Wenn ein tierischer Patient unter schweren Nebenwirkungen leidet, reduziert der Tierarzt die Dosis der Chemotherapie, um derartige Komplikationen in Zukunft zu vermeiden. Im Allgemeinen ist die Lebensqualität von Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, dennoch recht gut.

Bevor dein Haustier eine Chemotherapie erhält, stellt der Tierarzt sicher, dass es auch gesundheitlich in der Lage ist, sich der Behandlung zu unterziehen. Anhand von Voruntersuchungen erfährt der Arzt alles über den Krebspatienten. Dies wiederum trägt dazu bei, die Ergebnisse und Nebenwirkungen besser vorherzusagen und die Behandlungspläne bei Bedarf anzupassen.

Abschließende Gedanken

Nach Aussage von Experten können krebskranke Haustiere gefahrlos mit allen Familienmitgliedern interagieren. Allerdings kann es je nach den Medikamenten, die sie erhalten, bestimmte Zeiten geben, in denen das krebskranke Tier anfälliger für eine Infektion ist. Daher solltest du in diesen Fällen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Des Weiteren empfehlen Experten, dass du bei allen Interaktionen mit deinem krebskranken Haustier Einweghandschuhe tragen solltest, um das Tier zu schützen. Außerdem solltest du dir nach jedem Kontakt mit dem Tier die Hände mit Wasser und Seife waschen.

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