Katzenkratzkrankheit: Was ist das?

31. März 2019
Wir haben einige Ratschläge für dich zusammengestellt, damit du diese Krankheit verhindern kannst. Denn schließlich kommt es häufig vor, dass wir von Katzen gekratzt und verletzt werden. 

Wenn Katzen Menschen kratzen, können sie Bakterien übertragen. Man spricht dann von der Katzenkratzkrankheit, die häufiger vorkommt, als wir annehmen.

Wir haben deshalb einige Ratschläge für dich zusammengestellt, damit du diese Krankheit verhindern kannst. Denn schließlich kommt es häufig vor, dass wir von Katzen gekratzt und verletzt werden.

Erfahre heute mehr über die Katzenkratzkrankheit und wie die Vorsorge leisten kannst.

Was ist die Katzenkratzkrankheit?

Der wissenschaftliche Name dieser Infektionskrankheit lautet Bartonellose. In Deutschland sind zwischen 10 und 70% der Katzen mit dem ursächlichen Bakterium infiziert, das zur Gattung Bartonella (insbesondere Bartonella Henselae) gehört.

Das Tier, das mit diesem Mikroorganismus infiziert ist, hat keinerlei Symptome, kann jedoch andere Tiere oder auch Menschen damit anstecken.

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Im Herbst und Winter wird die Katzenkratzkrankheit häufiger übertragen. Es handelt sich um ein gutartiges Leiden, das nach wenigen Tagen meist von selbst ohne jegliche Behandlung wieder verschwindet.

Häufig werden Kinder damit infiziert, da sie wilder mit ihren Katzen spielen, ihre Haut dünner und ihr Immunsystem noch nicht so gut entwickelt ist. 

Die Katzenkratzkrankheit wurde 1889 entdeckt, aber erst in den 50er Jahren eingehend untersucht. Kleine Katzen tragen den Krankheitserreger im Blut, wenn sie von infizierten Flöhen gebissen werden oder Kontakt mit den Exkrementen einer infizierten Katze hatten. 

Kratzer

Wenn wir selbst von einer Katze gekratzt werden und es zu einer Verletzung kommt, können die Bartonella Henselae-Bakterien übertragen werden. Auch bei einem Biss droht diese Gefahr. Der Mikroorganismus kann sowohl in den Klauen als auch im Maul des Tieres vorhanden sein.

Auch der Kontakt mit den Flöhen, die es sich im Fell der Katze bequem machen, kann die Krankheit übertragen. Darüber hinaus ist der Kontakt mit einer Wunde der Katze oder ihren Schleimhäuten (Nase, Augen) gefährlich.

Symptome der Katzenkratzkrankheit

Die häufigsten Anzeichen dieser Infektion treten lokal in dem Bereich auf, in dem der Kratzer erfolgte. An der Stelle der Verletzung erscheint eine Papel oder eine Blase.

Schmerz und Anschwellung der Lymphknoten, begleitet von Schwellungen (regionale Lymphadenopathie), sind die sekundären Symptome, die du kennen solltest.

In einigen Fällen können Fieber, Bauchschmerzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen auftreten.

Bei den meisten Menschen, die mit dieser Krankheit infiziert sind, heilt sie innerhalb weniger Tage. Es muss jedoch bedacht werden, dass die Lymphadenopathie länger als einen Monat andauern kann. Bei Patienten mit Immunproblemen kann es zu schweren Komplikationen kommen.

Es gibt verschiedene Tests zur Erkennung der Katzenkratzkrankheit. Bei einer körperlichen Untersuchung wird analysiert, ob die Milz vergrößert ist. Auch eine Lymphknotenbiopsie ist in manchen Fällen notwendig.

Kratzer-Katze

Trotz Diagnose ist nicht immer eine Behandlung notwendig. Normalerweise bekämpfen die körpereigenen Abwehrmechanismen diese Krankheit erfolgreich. 

Kommt aber ein Kind mit einem sehr entzündeten oder infizierten Bereich zum Arzt, wird ihm wahrscheinlich Azithromycin oder Doxycyclin verschrieben.

Vorbeugung

Vorbeugung ist natürlich sehr wichtig, um zu verhindern, dass Krankheiten aufkommen, die unsere Haustiere oder streunende Tiere haben könnten.

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Wir haben einige Tipps, um die Gefahr für diese von Katzen übertragene Krankheit zu reduzieren:

  • Wasche deine Hände mit warmem Wasser und Seife, nachdem du mit deinem Tier gespielt hast.
  • Wenn dich deine Katze gekratzt hast, solltest du diesen Bereich desinfizieren.
  • Spiele vorsichtig, um Bisse oder Kratzer zu vermeiden.
  • Vermeide im Rahmen des Möglichen, dass deine Katze Wunden, Narben, Mund, Augen oder Nase ableckt.
  • Verwende ein Anti-Floh-Produkt (Pille, Pipette oder Halsband), um die Ausbreitung dieser krankheitsübertragenden Parasiten zu reduzieren.
  • Berühre keine Straßenkatzen, um Bisse oder Kratzer zu vermeiden.
  • Reinige die persönlichen Gegenstände deines Haustieres (Spielzeug, Katzenklo, Matratze oder Napf) gründlich.

Obwohl die Katzenkratzkrankheit nicht schwerwiegend ist, musst du darauf achten, dass dich deine Haustieren nicht verletzen. So kannst du unbeabsichtigte Folgen vermeiden.

Rodríguez-Rodríguez, M., Rodríguez-Rosell, M. V., Blanco-Costa, M. I., & Rodríguez-Asensio, J. (2017). Enfermedad por arañazo de gato. Presentación de varios casos clínicos. Atencion Primaria. https://doi.org/10.1016/j.aprim.2016.02.010