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Wie funktioniert das Immunsystem eines Hundes?

3 Minuten
Das Immunsystem eines Hundes besteht, seitdem er geboren wird und entwickelt sich, indem er Krankheitserregern ausgesetzt ist.
Wie funktioniert das Immunsystem eines Hundes?
Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Sowohl Menschen als auch Tiere haben einen internen Verteidigungsmechanismus gegen äußere Krankheitserreger, wie etwa Viren, Bakterien, Protozoen, Parasiten… Das Immunsystem eines Hundes funktioniert genauso wie unseres und wenn es einen Angriff gibt, dann reagiert es, um zu verhindern, dass der Krankheitserreger sich im Körper ausbreitet.

Die ersten Antikörper

Wenn Welpen geboren werden, dann erhalten sie ihre ersten Antikörper durch die Kolostralmilch, die erste Milch ihrer Mutter. Diese Antikörper schützen den Welpen in seinen ersten Lebenswochen, während sich das Immunsystem eines Hundes entwickelt.

Wie bildet sich das Immunsystem eines Hundes?

Das Immunsystem eines Hundes besteht aus Organen, Geweben, Zellen und kleinen Molekülen, die gemeinsam gegen die infektiösen Angreifer vorgehen.

Die Lymphdrüsen und Lymphflüssigkeit

Die Lymphe ist eine Flüssigkeit, die dem Blutplasma ähnlich ist. Sie bildet sich, wenn die überflüssige Gewebsflüssigkeit, Proteine, Fette und weiße Blutkörperchen gesammelt werden. Die Lymphflüssigkeit durchfließt den Körper in den Lymphgefäßen.

Die Lymphdrüsen (beim Hund liegen sie unterhalb des Kiefers, vor dem Schulterblatt, in den Achseln, in der Leiste und in den Kniekehlen) sind dafür verantwortlich, sie zu reinigen, damit sie wieder in den Venen zirkulieren können.

Die Milz

Die Milz ist ein Organ, das direkten Einfluss auf das Immunsystem eines Hundes hat: Sie ist dafür verantwortlich, das Blut zu filtern, alte Blutzellen zu zerstören und neue zu produzieren.

Die Immunzellen

Es gibt verschiedene Arten von Immunzellen. Alle haben eine gemeinsame Herkunft, doch jede Art hat sich auf eine konkrete Aufgabe spezialisiert. Die gemeinsame Aktion all dieser Zellen ist fähig, eine Krankheit zu bekämpfen.

  • Lymphozyten. Sie produzieren die Antikörper, das sind kleine Proteine, die fähig sind, sich an ein Antigen, also einen infektiösen Erreger, zu heften.
  • Makrophagen. Diese phagozytieren. Das heißt, sie fressen den invasiven Mikroorganismus auf und wenn er erst einmal in ihrem Inneren ist, dann zerstören sie ihn. Des Weiteren produzieren die Makrophagen auch Substanzen, die andere Zellen des Immunsystems anziehen, um die Infektion zu behandeln.
  • Dendritische Zellen. Sie sind den Makrophagen ähnlich  und haben viele Verzweigungen. Auch sie phagozytieren den Mikroorganismus und zeigen einen Teil von ihm auf ihrer Oberfläche an, damit andere Immunzellen ihn zerstören.
  • Neutrophile. Das sind die ersten Zellen, die am Ort der Infektion in großen Zahlen auftreten.
  • Basophile und Eosinophile. Diese Zellen nehmen an Entzündungsprozessen, allergischen Prozessen und bei einem Angriff durch Parasiten teil. Ihr Prozentsatz ist sehr gering.
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Wie reagiert das Immunsystem eines Hundes bei einem Angriff?

Das Immunsystem eines Hundes, genau wie auch beim Rest der Säugetiere, entwickelt sich, wenn es Krankheitserregern ausgesetzt ist.

Bei einem Angriff durch einen Krankheitserreger gibt es eine Reihe von Schranken, die das Eintreten und die Vermehrung desselben verhindern. Diese Schranken sind:

  • Primäre Schranken: die Haut und die Schleimhautsekretionen.
  • Sekundäre Schranken: die Zellen, aus denen unser Immunsystem besteht, die vermeiden, dass der Krankheitserreger sich im Organismus ausbreitet, falls er die primären Schranken übertritt.

In seinen ersten Lebensmonaten hat ein Welpe eine angeborene Immunität. Das ist ein Immunsystem, das sofort auf einen Angriff von Mikroorganismen reagiert, doch das weder lernt noch sich erinnert.

Die Zellen, aus denen diese frühe Immunität besteht, erkennen eine Reihe von Krankheitserregern und reagieren auf eine generische Weise. Wächst der Welpe und sieht sich neuen Krankheitserregern ausgesetzt, so entwickelt sich eine anerworbene Immunität. Das Immunsystem entwickelt eine Erinnerung an diese Begegnungen und ist effizienter bei zukünftigen Angriffen durch denselben Krankheitserreger.

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Impfungen folgen diesem Prinzip, denn mit ihnen gelingt es uns, dem Immunsystem eines Hundes “beizubringen”, bestimmte Krankheiten zu bekämpfen, indem wir den Immunzellen den geschwächten Krankheitserreger oder Teile von ihm vorstellen, um so eine Reaktion hervorzurufen.

Impfungen sind eine sichere Methode, um unseren Hund gegen schwerwiegende Krankheiten wie etwa Parvovirose, Hepatitis, Staupe oder  Leishmanien zu immunizieren. Am besten ist es, man beginnt damit schon im Welpenalter und lässt alle notwendigen Impfungen und die Auffrischungen durchführen, um die Effizienz der Impfung zu erhöhen und das Immunsystem des Hundes zu stärken.


Alle zitierten Quellen wurden von unserem Team gründlich geprüft, um deren Qualität, Verlässlichkeit, Aktualität und Gültigkeit zu gewährleisten. Die Bibliographie dieses Artikels wurde als zuverlässig und akademisch oder wissenschaftlich präzise angesehen.


  • Universidad de Granada. Curso de inmunología general.
  • Peter J.  Delves, MSD manuals. Inmunidad innata.
  • Medineplus. Respuesta inmunitario

Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.