Wie lange lebt ein Hund?

· 3. Dezember 2018
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Denn dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Doch man kann die durchschnittliche Lebenserwartung berechnen. 

Ein Haushund ist Teil der Familie, deshalb stellen wir uns auch öfters die Frage: Wie lange lebt ein Hund? Denn schließlich möchten wir seine Gesellschaft möglichst lange genießen.

Anschließend gehen wir näher auf diese Frage ein. 

Wie lange lebt ein Hund?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Denn dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Doch man kann die durchschnittliche Lebenserwartung berechnen.

Dabei werden genetische Aspekte, Größe, Rasse und Abstammung berücksichtigt. Natürlich spielt dabei auch die Lebensqualität eine grundlegende Rolle. 

Die Pflege, Ernährung und medizinische Versorgung beeinflussen die Lebenserwartung des Tiers. Außerdem ist jeder Hund einzigartig, und auch jeder Hundehalter!

Es gibt natürlich auch immer Ausnahmen, die das Durchschnittsalter bei Weitem übertreffen.

Das beste Beispiel dafür ist Bluey, ein australischer Schäferhund, der 29 Jahre alt wurde; die Lebenserwartung seiner Rasse liegt zwischen 13 und 15 Jahren. Bis heute hält dieser Hund den Weltrekord!

Durchschnittliche Lebensdauer von Rassehunden

Aus all diesen Gründen ist es unmöglich, genau zu bestimmen, wie lange ein Hund lebt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Hunderasse kann man schätzen, wenn man ihre genetischen Eigenschaften, ihre Morphologie und ihren Metabolismus berücksichtigt.

Bei dieser Art der Berechnung müssen wir immer bedenken, dass die Lebensumstände ebenfalls großen Einfluss auf das Lebensalter haben.

Wir versuchen jetzt die Farge zu beantworten: Wie alt wird ein Hund?

Durchschnittliche Lebenserwartung von Rassehunden

Im Allgemeinen leben kleine oder mittelgroße Hunde länger als große oder riesige.

  • Die Lebenserwartung eines kleinen Hundes, wie Chihuahua, Shih Tzu oder Lhasa Apso, liegt zwischen 17 und 20 Jahren. Und viele Exemplare können diese Erwartung leicht übertreffen.
  • Für mittelgroße Hunde, wie Shar Pei, Chow Chow und Australian Shepherd liegt die durchschnittliche Lebensdauer zwischen 13 und 15 Jahren.
  • Bei großen Hunderassen, wie Rottweiler oder Golden Retriever liegt die Lebenserwartung zwischen 10 und 13 Jahren.
  • Für riesige Hunde, wie Neufundländer oder Bernhardiner, beträgt die Lebensdauer zwischen 8 und 11 Jahre.

Stimmt es, dass Mischlingshunde länger leben?

Es gibt eine weit verbreitete Meinung, dass Mischlingshunde gesünder sind und länger leben als Rassehunde.

In der Tat zeigen die meisten Mischlingshunde eine bemerkenswerte körperliche Verfassung und können viele Jahre mit ihren Familien leben.

Die „reinen“ Hunde haben während der Züchtung und Standardisierung ihrer Rasse zahlreiche selektive Kreuzungen erlebt. Das Hauptziel war und ist, bestimmte körperliche Eigenschaften und instinktive Fähigkeiten zu verstärken oder zu steigern.

Lebensdauer von Mischlingshunden

Durch die Kreuzungen werden die Hunde immer „perfekter“, zumindest entsprechend den Vorgaben, die von den alten Zuchtverbänden festgelegt wurden.

Unglücklicherweise greifen viele Züchter auf Inzucht (Paarung von genetisch verwandten Exemplaren) zurück, um die „Reinheit“ der Zuchtlinie zu verbessern.

Selektive Kreuzung: Auswirkung auf die Lebenserwartung

In der Praxis hat diese enge Blutsverwandtschaft schlimme Folgen für die Gesundheit der Nachkommen. Fehlbildungen, geschwächtes Immunsystem, Fruchtbarkeitsprobleme, degenerative Krankheiten, Lernschwierigkeiten…

Dies sind nur einige der vielen Defekte, die bei Inzucht von Hunden auftreten können.

Im Gegenzug wurde bei Mischlingshunden keine Inzucht oder selektive Kreuzung vorgenommen, sodass sie eine große genetische Vielfalt besitzen.

Deshalb haben sie eine geringe Veranlagung, erbliche und degenerative Krankheiten zu entwickeln, die die meisten Hunderassen stark beeinträchtigen.

Dies ist einer der Hauptgründe, warum Mischlingshunde normalerweise länger leben als Rassehunde. Aber auch wenn sie gesünder und widerstandsfähiger sind bedeutet das nicht, dass sie keine Gesundheitsprobleme haben können.

Genauso wie jede andere Hunderasse auch, sollten Mischlinge während ihres gesamten Lebens eine angemessene medizinische Vorsorge erhalten. Es ist notwendig, alle sechs Monate zum Tierarzt zu gehen und die Impfungen und die Entwurmung einzuhalten.

Eine ausgewogene Ernährung, tägliche körperliche Bewegung und ausreichend geistige Aktivität sind ebenfalls entscheidend für seine Lebensqualität.

Unabhängig von der Rasse oder Größe deines Hundes sind Liebe und Hingabe der Schlüssel für ein langes Leben!