Gesetzlich verbotene Hundehalsbänder

· 18. September 2018
Nicht alle Anleinmethoden für Hunde sind gleich gut. Es gibt bestimmte gesetzlich verbotene Hundehalsbänder. Erfahre welche und warum sie so schädlich sind.

Nicht alle Anleinmethoden für Hunde sind gleich gut. Tatsächlich gibt es in vielen europäischen Ländern bestimmte gesetzlich verbotene Hundehalsbänder, die nicht artgerecht sind.

Finde heraus, um welche Arten von Halsbändern es geht und warum sie so schädlich sind.

Gesetzlich verbotene Hundehalsbänder

Wir alle wollen das Beste für unsere Hunde. Aber manchmal lassen wir uns von schlechten Ratschlägen, Vorurteilen gegenüber bestimmten Rassen oder veralteten Gewohnheiten beeinflussen.

Bestimmte Modelle von Halsbändern waren früher für Erziehungsmaßnahmen üblich. Inzwischen sind sie in vielen Ländern nicht mehr erlaubt.

In unserem heutigen Artikel geht es um verbotene Hundehalsbänder, die dem Tier Schmerzen bereiten und deshalb nicht mehr verwendet werden dürfen.

Auch wenn bestimmte Hersteller noch immer behaupten, dass diese harmlos und effektiv sind, um Verhaltensprobleme zu lösen: Tierärzte und Tierschützer sind hier ganz anderer Meinung.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Hunde damit nicht nur stark leiden, sondern auch zusätzliche Gesundheits- und Verhaltensprobleme entwickeln. 

Hervorzuheben sind insbesondere elektrische Halsbänder, Stachelhalsbänder und Zug- oder Würgehalsbänder. Damit wird versucht, das Verhalten des Hundes zu kontrollieren, indem ihm Schmerz zugefügt wird:

  • Elektrische Halsbänder: Diese gesetzlich verbotenen Hundehalsbänder versetzen dem Hund einen Stromschlag. Sie können durch eine Fernbedienung aktiviert werden, wenn der Hund falsches Verhalten zeigt. Bei Vibrationen durch Bellen wird das Gerät automatisch aktiviert.
  • Der Strom wird auf den ganzen Körper übertragen und löst Krämpfe und Schmerzen aus. Es kann auch zu Verbrennungen am Hals kommen. Darüber hinaus werden dadurch Stresshormone produziert. Dies wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit des Hundes aus.
Gesetzlich verbotene Hundehalsbänder: elektrisches Halsband

  • Stachelhalsketten: Diese Metallhalsketten bestehen aus zahlreichen Widerhaken. Diese bleiben im Hundehals stecken bleiben, wenn der Hund an der Leine zieht oder gezogen wird. Die Stacheln drücken auf die Luftröhre und die Vorderseite des Halses. Damit üben sie auch kontinuierlich Druck auf Drüsen, wie die Schilddrüse aus. Dies kann zu ernsthaften Funktionsproblemen führen.

Diese verbotenen Halsbänder wirken sich auch sehr negativ auf den psychologischen Zustand des Hundes aus. Der Spaziergang wird dadurch zu einem schmerzlichen Erlebnis!

Es konnte außerdem nachgewiesen werden, dass sich damit das Verhalten von Hunden verschlechtert.

  • Zug- oder Würgehalsbänder: Dieses verbotenen Halsbänder schnüren den Hals zu, wenn das Tier oder der Besitzer an der Leine zieht. Damit wird dem Hund die Luft abgeschnürt. Es kann auch zu Verletzungen kommen und das Tier leidet unnötig. 

Länder in denen diese Halsbänder verboten sind

Da diese Art von Halsbändern den Hunden Schmerzen verursachen, wurden sie in vielen Ländern der Welt bereits verboten. Es handelt sich um eine Art von Tiermissbrauch. Außerdem sind diese Erziehungsmaßnahmen nicht notwendig. 

Gesetzlich verbotene Hundehalsbänder: Stachelhalskette

In Deutschland sind alle Halsbänder, die dem Tier Schmerzen zufügen, verboten. Dies wird im Tierschutzgesetz festgehalten.

Alle Halsbänder oder Führhilfen, die schmerzlich sind, den Hund würgen, ihm die Luft nehmen oder in Panik versetzen sind verboten. 

In anderen nordeuropäischen Ländern wie Norwegen, Dänemark oder Schweden gelten diese Gesetze seit Jahren und sie sind eindeutig: Alle Halsbänder, die nachweislich schädlich für Hunde sind, sind verboten.

Elektrische Halsbänder sind auch in Großbritannien verboten.  Hundeliebhaber kämpfen darum, das Verbot auf Stachelhalsketten und Würgehalsbänder auszudehnen. Es gibt bereits regionale Verbote dieser Halsbänder.

In verschiedenen Teilen Australiens sind elektrische Halsbänder verboten. Es gibt zwar kein landesweites Gesetz, doch in verschiedenen Großstädten sind diese Arten von Halsbändern verboten.

In Spanien gilt das Verbot in verschiedenen autonomen Gemeinschaften, wie Katalonien und Madrid. In anderen Regionen, wie zum Beispiel Valencia, liegen neue Entwürfe für das Tierschutzgesetz vor. Diese werden vermutlich noch 2018 in Kraft treten.

Verbotene Hundehalsbänder: Alternativen

Sowohl Verbände von Hundeprofis als auch Tierarztverbände und Hundetrainer sind sich einig: Man muss die Verwendung dieser Halsbänder strikt verbieten.

Es gibt andere Erziehungsmaßnahmen, die dem Hund keine Schmerzen bereiten. Mit diesen Methoden kann man das Tier liebevoll erziehen und schlechtes Verhalten vermeiden oder korrigieren.

Positive Verstärkung ist die beste Methode, um einen Hund zu erziehen. Ein normales Geschirr ist ausreichend. Du musst ihm nur beibringen, nicht an der Leine zu ziehen.

Falls du selbst Verhaltensprobleme deines Hundes nicht lösen kannst, kann dir ein professioneller Hundetrainer helfen.