Welche Früchte dürfen Hunde fressen?

Obwohl Hunde eine Vorliebe für Fleisch haben, ist es möglich, bestimmte Früchte in den Speiseplan aufzunehmen, die die Lebensqualität unserer Tiere langfristig verbessern. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welche Früchte dein Hund verzehren kann und welche nicht.
Welche Früchte dürfen Hunde fressen?

Letzte Aktualisierung: 22. September 2022

Im Gegensatz zu ihren rein fleischfressenden Vorfahren haben Hunde die Fähigkeit entwickelt, verschiedene Arten von Nahrung zu sich zu nehmen. Dank dieser Fähigkeit können die Vierbeiner verschiedene Früchte fressen, die für ihren Organismus und ihr Wohlbefinden von Vorteil sind.

Die meisten dieser Obstsorten versorgen unsere Haustiere mit Antioxidantien, Ballaststoffen und Vitaminen. Die Stoffe, die in Früchten enthalten sind, helfen dabei, Krankheiten wie Krebs und Herzproblemen vorzubeugen.

Laut mehrerer wissenschaftlicher Studien sind jedoch nicht alle Früchte für Hunde nutzbringend oder genießbar. Es gibt sogar einige, die giftig sind und wichtige Organe schädigen können, wodurch das Leben unseres Hundes gefährdet wird.

Deswegen findest du in diesem Artikel die Früchte aufgezählt, die deine Tiere problemlos verzehren können, sowie diejenigen, von denen du dich fernhalten solltest, wenn du nicht willst, dass dein Hund krank wird.

Welche Früchte darf ich meinem Haustier geben?

Welche Früchte können Hunde fressen?

Bevor wir einem Hund irgendeine Art von Obst geben, müssen wir daran denken, es in angemessenen Mengen zu verabreichen. Am besten ist eine Portion Obst am Tag. Diese Früchte sollten in kleinen Würfeln oder Scheiben gegeben werden, um den Verdauungsvorgang zu erleichtern. Überdies musst du sowohl die Kerne als auch die Schale entfernen, da diese zu Verstopfungen beim Tier führen können.

Zu den empfohlenen Früchten für unsere Hunde gehören:

  • Bananen: Eine gute Quelle für die Vitamine B, C und E sowie für Kalium, das für das reibungslose Funktionieren der inneren Organe wichtig ist. Es wird empfohlen, 2 bis 4 Scheiben pro Portion zu geben, da größere Mengen leichten Durchfall oder Verstopfung verursachen können.
  • Erdbeeren: Früchte, die reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Antioxidantien sind. Sie sollten wegen ihres Zuckergehalts nicht täglich verzehrt werden.
  • Äpfel: Wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin A, C, B, E und K gehören Äpfel zu den beliebtesten Früchten für unsere Haustiere. Obendrein haben sie entzündungshemmende Eigenschaften, die ideal sind, um Magenprobleme zu verhindern. Es ist wichtig, sowohl das Kerngehäuse als auch die Kerne zu entfernen, da sie Bestandteile enthalten, die giftig sein können.
  • Wassermelonen: Im Sommer ist eine ordentliche Portion Wassermelone eine Wohltat für deinen Hund, denn diese Früchte bestehen zu 93 % aus Wasser. Ein oder zwei Scheiben reichen aus, um deinen Hund mit Flüssigkeit zu versorgen.
  • Mandarinen: Aufgrund ihres Ballaststoffgehalts hilft diese Frucht deinem Hund, die Darmtätigkeit aufrechtzuerhalten. Außerdem liefern sie Kalzium und Proteine, die für die Entwicklung von Muskeln und Knochen notwendig sind.

Weitere Obstsorten, die du deinem Hund geben darfst

  • Mangos: Abgesehen von ihrem Ballaststoff- und Vitamingehalt, sind Mangos auch wegen ihrer Süße und Weichheit eine der beliebtesten Fruchtsorten für Hunde.
  • Kiwis: Eine gute Quelle für Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C. Ideal ist es, 1 bis 3 Scheiben pro Tag zu geben. Vergiss nicht, die Schale und die Kerne zu entfernen.
  • Birnen: Eine der nützlichsten Obstsorten wegen ihres hohen Anteils an Wasser, Vitamin C und E und Antioxidantien. Aufgrund ihres geringen Kaloriengehalts wird sie auch für Hunde empfohlen, die an Fettleibigkeit leiden.
  • Papayas: Ein großer Favorit bei Hunden. Sie hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Vitaminen, die die Darmtätigkeit deines Hundes fördern.
  • Pfirsiche: Diese Früchte sind reich an Ballaststoffen und Eisen und ideal, um Anämie vorzubeugen. Es ist wichtig, die Kerne zu entfernen, da sie giftig sind.
  • Blaubeeren: Ein Lebensmittel, das Antioxidantien, Vitamin C und Ballaststoffe liefert. Sie sollten wegen ihres Zuckergehalts in Maßen gegeben werden.
Welche Früchte können Hunde fressen?

Welche Früchte sollte ich meinem Hund nicht geben?

Anders als Menschen verfügen Hunde nicht über die notwendigen Enzyme, um die in einigen Früchten enthaltenen Stoffe zu verdauen. Deshalb kann der Verzehr dieser Lebensmittel für unseren Hund ein Risiko darstellen. Die folgenden Früchte sind für Hunde nicht zu empfehlen:

  • Weintrauben: Abgesehen davon, dass es sich um schwer verdauliche Früchte handelt, können ihre Bestandteile die Nieren unseres Hundes angreifen und Niereninsuffizienzen verursachen. Schon eine kleine Menge kann ernsthafte Probleme verursachen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.
  • Johannisbeeren: Ihre Toxizität kann bei Hunden zu Nieren- und Leberversagen führen.
  • Avocado: Dies ist keine leicht verdauliche Frucht. Außerdem enthält sie Persin, eine für Hunde, Katzen und andere Tiere giftige Substanz. Ihr Verzehr kann zu Verdauungsstörungen und Herzproblemen führen.

Der Hauptgrund, warum Stiele, Kerne und Kerne von Früchten gemieden werden sollten, ist der Blausäuregehalt. Dieser Stoff ist in hohen Konzentrationen giftig für unsere Haustiere, deshalb sollten wir diese Teile immer entfernen.

Jetzt, da du weißt, welche Früchte Hunde fressen dürfen, ist es an der Zeit, sie nach und nach in den Ernährungsplan deines Haustiers einzubauen. Denk daran, sie in kleinen Portionen anzubieten und sie nicht jeden Tag zu verfüttern. Süße Lebensmittel sollten nur 10 % der Nahrung deines Hundes ausmachen, daher ist es ratsam, diese Lebensmittel nur als gelegentliche Leckerbissen zu verwenden.

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