Dürfen Hunde Pfirsiche fressen?

Wie alle Obst- und Gemüsesorten bieten Pfirsiche für deinen Hund eine Reihe von Vorteilen. Allerdings können bestimmte Teile auch giftig sein. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, solltest du einfach weiterlesen!
Dürfen Hunde Pfirsiche fressen?

Letzte Aktualisierung: 05. August 2021

Pfirsiche gehören zu den Früchten, bei denen sich viele Hundebesitzer nicht sicher sind, ob sie sie ihren Hunden anbieten können. Im Allgemeinen sollten gesunde Snacks – einschließlich Obst – 10 % der täglichen Kalorienaufnahme eines Hundes ausmachen. Pfirsiche haben jedoch eine kleinen Nachteil, den du kennen solltest, um die Gesundheit deines Haustieres nicht zu gefährden. Dürfen Hunde Pfirsiche fressen oder nicht?

Grundsätzlich gibt es keine Frucht oder keine Gemüsesorte, die sich als tägliches Hauptnahrungsmittel für Hunde eignet. Stattdessen können Obst und Gemüse nur als gesunder Snack gefüttert werden. Darüber hinaus solltest du je nach Frucht und Gesundheitszustand deines Hundes entscheiden, wie viel du ihm davon geben kannst.

Dürfen Hunde Pfirsiche fressen?

Viele Hundehalter stellen sich die Frage, ob sie ihrem Tier Obst anbieten sollten oder nicht. Da wir uns heute mit der Frage beschäftigen, ob Hunde Pfirsiche fressen dürfen, lässt sich festhalten, dass diese Früchte für Hunde verschiedene gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Dies liegt an ihrem hohen Ballaststoffgehalt sowie den ebenfalls enthaltenen Vitaminen A, C und E. Außerdem liefern Pfirsiche Mineralstoffe wie Kalium, Kupfer und Magnesium.

All diese Elemente tragen zu einer Verbesserung des Verdauungssystems von Hunden bei. Darüber hinaus genießen Hunde trotz ihrer fleischfressenden Natur den Geschmack und die Textur vieler Obst- und Gemüsesorten. Allerdings enthalten Pfirsiche auch Zucker. Daher sollten diese Früchte nur als gelegentlicher Leckerbissen und nicht als Nahrungsergänzung in der Ernährung von Hunden betrachtet werden.

Ein Esslöffel Pfirsichfruchtfleisch enthält 1,53 Mikrogramm Vitamin A und 0,625 Milligramm Vitamin C.

Ein Pfirsich auf weißem Hintergrund.

Die Vorzüge, wenn Hunde Pfirsiche fressen

Neben Vitaminen und ihrem Nährstoffgehalt enthalten Pfirsiche laut einer im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichten Studie einen hohen Anteil an natürlichen Phytonährstoffen, Flavonoiden und Antioxidantien. Darin sind viele Katechine und Chlorogensäure enthalten. Diese Elemente tragen zur Vorbeugung chronischer Krankheiten sowie kardiovaskulärer Erkrankungen bei Hunden bei.

Dank der oben genannten verschiedenen Mineralstoffe und Vitamine sorgt der Pfirsich für eine deutlich stärkere Immunabwehr gegen verbreitete Krankheiten, zum Beispiel Erkältungen. Wenn Hunde Pfirsiche fressen, ergeben sich aus dem Verzehr aber noch weitere Vorzüge:

  • Linderung verschiedener Verdauungsprobleme: Als basische Frucht können Pfirsiche helfen, den pH-Wert der Flüssigkeiten des Hundes zu kontrollieren. Aus diesem Grund trägt der Verzehr zur Linderung einiger Verdauungsprobleme wie Verdauungsstörungen, Verstopfung oder Gastritis bei.
  • Verbesserung der Durchblutung: Hunde, die Pfirsiche fressen, haben ein geringeres Risiko, Fett in ihren Arterien anzusammeln oder einen Herzinfarkt zu erleiden.
  • Förderlich für eine Gewichtsabnahme: 100 Gramm Pfirsiche enthalten 57 Kalorien. Daher sind diese Früchte ideal für übergewichtige Hunde.
  • Prävention von Diabetes und kognitiver Dysfunktion: Aus einer in der Zeitschrift Molecules veröffentlichten Studie geht hervor, dass die in Pfirsichen enthaltene Chlorogensäure dazu beiträgt, die Auswirkungen von Diabetes bei Tieren zu bekämpfen, unter anderem in Bezug auf die Wundheilung und den Fettstoffwechsel. In ähnlicher Weise hilft das enthaltene Epigallocatechingallat, kognitive Dysfunktionen bei Hunden zu verhindern.

Risiken für Hunde, die Pfirsiche fressen

Obwohl die Frucht selbst für Hunde sicher ist, wenn du sie deinem Tier in Maßen fütterst, solltest du dennoch verschiedene Dinge beachten. Zuerst einmal ist es ratsam, dem Hund den Pfirsich nicht mit Schale zu füttern. So kannst du mögliche allergische Reaktionen bei deinem Tier vermeiden.

Darüber hinaus solltest du deinem Hund keinesfalls einen ganzen Pfirsich anbieten. Denn andernfalls könnte sich das Tier an dem Kern verschlucken. Darüber hinaus enthält der Kern auch eine giftige Verbindung , die reich an Zucker ist und Zyanid produziert. Wenn dein Hund diese in großen Mengen konsumiert, könnte er infolgedessen eine Vergiftung erleiden.

Wenn du einen Pfirsichbaum im Garten hast, solltest du unbedingt verhindern, dass sich dein Hund dem Baum nähert und daran knabbert. Denn auch die Stängel und Blätter enthalten eine giftige Substanz namens Amygdalin.

Wenn du deinen Hund dennoch hin und wieder mit einem Pfirsich belohnen möchtest, solltest du ihm idealerweise nur Bio-Obst füttern. Darüber hinaus sollten Hunde keine Dosenpfirsiche, Konfitüren oder Marmeladen verzehren, denn nur so stellst du sicher, dass dein Tier keine übermäßig großen Zuckermengen zu sich nimmt. Außerdem sollten Hunde, die an irgendeiner Form von Diabetes leiden, überhaupt keine Pfirsiche verzehren.

Wie kannst du deinem Hund Pfirsiche auf sichere Art und Weise anbieten?

In Anbetracht der Vorteile und möglichen Risiken, die für Hunde beim Verzehr von Pfirsichen bestehen, solltest du zunächst einmal den Gesundheitszustand deines Tieres überdenken. Grundsätzlich dürfen Hunde Pfirsiche nur in geringen Maßen verzehren. Wenn ein Tier große Mengen an Ballaststoffen zu sich nimmt, könnte dies zu Durchfall und Magenverstimmung führen. Nachfolgend findest du einige Möglichkeiten, wie du deinem Hund Pfirsich auf sichere Art und Weise anbieten kannst:

  • Roher Pfirsich: Am gesündesten und praktischsten ist es, die Schale von den Früchten zu entfernen und den Pfirsich in kleine Scheiben oder Würfel zu schneiden. Dann kannst du deinen Hund mit diesen Stückchen füttern. Allerdings solltest du dies nur in Maßen tun. Die ideale Menge beträgt etwa 1 oder 2 Pfirsiche alle 15 Tage.
  • Haferflocken-Pfirsiche: Dieses Rezept ist ziemlich einfach und für viele Hunde ein echter Leckerbissen. Alles, was du tun musst, ist es, einen Pfirsich in Würfel zu schneiden und mit einem Esslöffel Haferflocken zu vermischen. Wenn du möchtest, kannst du auch noch einen Teelöffel Erdnussbutter hinzufügen.
  • Pfirsicheis: Dieses Rezept ist besonders im Sommer eine tolle Erfrischung für deinen Hund. Du schneidest einfach ein oder zwei Pfirsiche in Würfel und verrührst diese mit etwas Wasser und griechischem Joghurt. Anschließend füllst du die Mischung in eine Form und stellst diese in den Gefrierschrank. Auf diese Weise kannst du deinem Hund im Sommer eine sehr leckere Abkühlung verschaffen!
Hund neben einigen Pfirsichen

Wie bei jedem anderen Obst und Gemüse solltest du deinen Hund nur in Maßen mit Pfirsichen füttern. Wie du gesehen hast, bietet diese Frucht verschiedene gesundheitliche Vorteile. Solange du die Schale und den Kern entfernst, besteht keine Gefahr für dein Tier. Wenn Hunde Pfirsiche in Maßen verzehren, trägt dies zur Vorbeugung bestimmter Krankheiten bei und hilft ebenfalls, die Entwicklung komplexerer Erkrankungen zu verlangsamen.

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