Vier Tierfabeln für Kinder

9. September 2019
Tierfabeln bieten eine tolle Gelegenheit, unseren Kleinsten wichtige Werte zu vermitteln.

Tierfabeln sind immer noch ein Mittel, um unseren Kindern bestimmte Lehren nahezulegen. Bestimmt hast du schon mal eine Fabel von Äsop gelesen oder sie vielleicht auch deinen Kindern erzählt.

Tierfabeln von Äsop

Das Werk Äsops ist auch heutzutage weiterhin wichtig und dient als Inspiration für viele Kindergeschichten und -bilder. Äsop war ein Fabeldichter aus dem antiken Griechenland und die Hauptdarsteller der meisten seiner Geschichten sind Tiere.

Über sein Leben weiß man zwar nicht sehr viel und manche Geschichten werden ihm nur zugeschrieben, doch sein Erbe kennt man auf der ganzen Welt.

Wir möchten dir einige seiner berühmtesten Tierfabeln erzählen. Sie vermitteln wichtige Werte, die auch wir Erwachsene in unserem Leben anwenden können.

1. Tierfabeln: Der Skorpion und der Frosch

Die Geschichte vom Skorpion und dem Frosch (siehe auch unser Titelbild) ist sicherlich eine von Äsops bekanntesten Fabeln. Sie beginnt mit einem Frosch im Fluss und einem Skorpion, der diesen überqueren möchte. Am Anfang möchte der Frosch dem Skorpion nicht wirklich helfen, denn er hat Angst, dass dieser ihn stechen wird. 

Da verspricht der Skorpion, dass er den Frosch nicht stechen wird, denn sonst würden ja beide ertrinken.

Nachdem sie den Fluss überquert haben und fast am anderen Ufer ankommen, sticht der Skorpion doch zu. Der Frosch fragt entgeistert: „Wie konntest du das nur tun? Jetzt sterben wir beide!“ Da antwortet der Skorpion: „Ich konnte es einfach nicht vermeiden, denn es liegt in meiner Natur.“

Die Moral der Geschichte? Man darf sich nicht selbst belügen, indem man sich vorstellt, dass eine Person sich auf dieselbe Art verhalten würde, wie man es an ihrer Stelle tun würde. Es gibt Leute, die immer wieder das Gleiche tun, ohne dabei auf die Konsequenzen ihres Verhaltens zu achten.

Sie sind einfach so, sie werden sich niemals ändern.

2. Der Löwe und die Maus

Diese Fabel hat ein weniger bitteres Ende als die letzte. Ein Löwe bricht zur Jagd auf und fängt eine kleine Maus. Diese bettelt ihn darum an, dass er sie nicht frisst. Der Löwe hat daraufhin Mitleid mit dem kleinen Wesen und lässt es frei.

Der Löwe sitzt im Netz gefangen

Ein Weilchen später bleibt der Löwe in einem Netz hängen, das einige Jäger aufgestellt haben. Er hat Angst um sein Leben und bittet deshalb um Hilfe. Da taucht plötzlich die Maus auf, die er zuvor gefangen hatte und befreit ihn, indem sie mit ihren scharfen Zähnen das Netz durchknabbert. Der Löwe bietet der Maus aus Dankbarkeit anschließend seine Freundschaft an.

Diese Fabel lehrt uns, die anderen nicht aufgrund ihres Äußeren gering zu schätzen, und dass unsere guten Taten letztendlich belohnt werden.

3. Tiefabeln: Die Grille und die Ameise

Dies ist eine weitere der wichtigsten Tierfablen aus Äsops Erbe. Die Grille vergnügte sich den ganzen Sommer lang und arbeitete nicht. Sie zog es stattdesssen vor, zu singen und auf den Blättern zu ruhen.

Die Ameise und die Grille

Als sie Hunger hatte, bat sie ihre Nachbarin, die Ameise, um Futter. Diese war eine unermüdliche Arbeiterin, die pausenlos Obst und Körner sammelte, damit sie im Winter reichlich Vorrat hatte.

Die Grille hingegen machte sich über die Ameise lustig. Sie meinte, die Ameise würde gar nicht den Sommer genießen, und dass das nicht wirklich intelligent sei. Als schließlich der Winter einbrach, wurde es eisig kalt und die Futtermittel waren nicht mehr so einfach aufzutreiben.

Nun konnte die Grille nichts mehr zu knabbern finden, also klopfte sie bei ihrer Nachbarin an, doch während dieser Jahreszeit konnte die Ameise der Grille einfach nicht aushelfen. Sie hatte nicht genügend Futter für beide und sie schimpfte die Grille für ihr faules Verhalten während des Sommers aus. Sie hätte sich doch besser auf den Winter vorbereiten sollen!

Diese Geschichte hast du bestimmt schon mal gehört. Eltern und Lehrer erzählen sie besonders gerne, um uns beizubringen, dass harte Arbeit belohnt und Faulheit bestraft wird.

4. Der Hase und die Schildkröte

Hierbei handelt es sich um eine weitere Geschichte mit einer ähnlichen Botschaft.

Eines Tages forderte der Hase die Schildkröte zu einem Wettrennen heraus. Natürlich wusste der Hase, dass er viel schneller als die Schildkröte war und deshalb legte er auf dem Weg ein Nickerchen ein. Als er aufwachte, war die Schildkröte schon am Ziel angekommen. Langsam und bestätig war sie vorangekrochen, bis sie eintraf, um das Rennen zu gewinnen.

Tierfabeln sind toll, um Kindern Werte zu verdeutlichen

Die Moral der Geschichte? Gib Arroganz keine Chance! Oft kommen die Menschen, die wir nicht zu schätzen wissen, viel weiter, in dem sie sich Stück um Stück voranbewegen und dabei konstant sind. 

Wie du siehst, haben die Tierfabeln wichtige Lehren, die uns während unseres ganzen Lebens weiterhelfen. Die vermenschlichten Tiere dieser Fabeln stehen uns sehr nahe und sind eine gute Weise, wie man unseren Kindern etwas Wichtiges beibringen kann.