Wie kannst du deinem Hund dabei helfen, sich zu beruhigen?

Wenn du selber nervös bist, kannst du auch deinen Hund nicht beruhigen, wenn dieser unruhig oder ängstlich ist. Darüber hinaus musst du aber auch seine Körpersprache verstehen!
Wie kannst du deinem Hund dabei helfen, sich zu beruhigen?

Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Einige Hundebesitzer haben bei ihren Hunden möglicherweise schon beobachtet, dass sie sich sehr langsam bewegen und den Kopf nach unten hängen lassen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Tier versucht, sich zu beruhigen.

Wenn du selber nervös bist, kannst du auch deinem Haustier keine Ruhe vermitteln oder ihn dazu bewegen, deine Anweisungen zu befolgen. Außerdem wird es dir dann ebenso wenig gelingen, deinen Hund zu beruhigen, wenn er Angst hat. Deshalb sind ruhige Signale zur Erziehung eines Hundes unerlässlich. In unserem heutigen Artikel findest du einige hilfreiche Tipps. Sie werden dich dabei unterstützen, einen unruhigen, aufgeregten oder ängstlichen Hund besser zu verstehen.

Wenn du deinen Hund beruhigen möchtest, solltest du seine Körpersprache verstehen lernen

Sicherlich ist es dir auch schon einmal passiert, dass dein Hund langsam, mit hängendem Kopf und zwischen den Beinen eingekniffenem Schwanz zu dir kommt, wenn du ihn wegen eines Fehlverhaltens schimpfen willst.

All dies ist aber nicht nur ein Zeichen der Unterwerfung. Darüber hinaus versucht das Tier, sich mit diesen langsamen Bewegungen zu beruhigen.

Tiere haben verschiedene Techniken, um sich zu beruhigen, wenn sie etwas belastet oder beunruhigt. Auch wir Menschen haben diverse Strategien zur Beruhigung. Manche meditieren, hören klassische Musik oder nehmen ein Bad usw.

Hunde gähnen, schnüffeln, lassen ihren Kopf hängen oder gehen langsam, wenn sie sich beruhigen möchten.

Die Anzeichen dafür, dass sich ein Hund zu beruhigen versucht, lassen sich an bestimmten Bewegungen oder Gesten beobachten. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass du diese kennst und verstehst. Denn nur so kannst du angemessen auf die Stimmung deines Hundes reagieren.

Diese Strategien zur Beschwichtigung und Beruhigung haben sie von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt. Hunde nutzen sie, wenn sie in einem Rudel leben, um Aggressionen oder Stresssituationen zu bewältigen und um sich bei Angriffen von anderen Tieren zu verteidigen oder zu schützen.

Training: Hund beruhigen

Wie kannst du diese Techniken nutzen, um deinen Hund zu trainieren?

Wenn du erst einmal verstanden hast, wie diese Strategien funktionieren und was sie bedeuten, solltest du dir bewusst machen, dass du als Hundebesitzer deinem Hund dasselbe Gefühl von Sicherheit und Ruhe vermitteln musst.

Vergiss nicht, dass du für ihn der Anführer des Rudels bist. Du bist der Alpha-Rüde oder die Beta-Hündin und dein Hund erwartet von dir, dass du dich genauso verhältst wie sie.

Tiere verstehen Körpersprache, weil sie diese zur Kommunikation nutzen. Daher musst du bei deiner Hundeerziehung genau diese Signale nutzen, die dein Hund auch verstehen kann.

Dein Hund nimmt alles durch seine Sinne wahr, vor allem olfaktorisch, auditiv und visuell. Darüber hinaus besitzt er die Fähigkeit, auch kleine Details, winzige Anzeichen und geringfügige Änderungen in deinem Verhalten oder Tonfall zu erkennen.

Daher ist es äußerst wichtig zu verstehen, dass es nicht notwendig ist, deinen Hund anzuschreien, damit er dir gehorcht. Darüber hinaus solltest du auch nicht nervös werden und permanent auf ihn einreden. Ein ruhiges und klares Verhalten und Vorgehen ist die beste und die effektivste Strategie beim Hundetraining und der Hundeerziehung.

Körpersprache

Je nach Rasse oder Alter, in dem er trainiert wurde, kann ein Hund mehr als 30 Signale in Bezug auf Ruhe und Beruhigung verstehen. Mit diesem “gestischen Vokabular” kann er Emotionen ausdrücken wie Misstrauen, Angst, Ruhe, Frieden, Konflikt, Freundschaft, Spiel, Glück, Zustimmung usw.

Hund, der seinem Herrchen vertraut

Hunde können untereinander perfekt durch ihre Körpersprache kommunizieren. Sowohl mit einem Tier, das sie noch nie zuvor gesehen haben, als auch mit dem, mit dem sie gemeinsam in einem Haushalt leben. Aber das Problem besteht darin, dass sie diese Kommunikationstechniken auch beim Menschen einsetzen. Und leider gibt es sehr viele Menschen, die sie überhaupt nicht verstehen!

Wenn du diese Signale aber nicht richtig interpretieren kannst, verringert sich die Möglichkeit, dass du deinen Hund gut erziehen, mit ihm angemessen kommunizieren und ihn verstehen kannst.

Obwohl die meisten dieser Anzeichen bei allen Hunden gleich sind, solltest du dennoch sehr genau darauf achten, wie dein Hund auf bestimmte Reize reagiert.

Vielleicht gähnt dein Hund, wenn du einen aggressiven Tonfall hast, leckt seine Schnauze, dreht sein Gesicht oder deckt es mit den Vorderbeinen ab usw.

All diese Verhaltensweisen sind ein Hinweis darauf, dass er sich beruhigen möchte und gleichzeitig alles Mögliche tut, um dich ebenfalls zu beruhigen. Er will sich mit dir versöhnen!

Das bedeutet natürlich nicht, dass du aufhören solltest, ihn zu trainieren oder zu erziehen, wenn er sich falsch verhält. Aber du solltest lernen, die Sprache deines Hundes zu verstehen und richtig zu interpretieren.

Diese Signale sind unverzichtbar und werden dir im Umgang mit deinem vierbeinigen Freund sehr hilfreich sein. Daher solltest du unbedingt lernen, sie besser zu verstehen!

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