Das solltest du über Antibellhalsbänder wissen

20. April 2019
Man kann Antibellhalsbänder als Hundebesitzer zwar einsetzen, sie sind aber meist nicht zu empfehlen....

Hunde gehören zu den treuesten und loyalsten Haustieren. Aber unter ihren vielen positiven Eigenschaften gibt es auch manche lästige Verhaltensmuster. Wenn du darüber nachdenkst, steht das Bellen wahrscheinlich ganz oben auf der Liste. In diesem Artikel erzählen wir dir alles über Antibellhalsbänder.

Über Antibellhalsbänder

Antibellhalsbänder wurden entwickelt, um Hunde am Bellen zu hindern. Das Antibellhalsband funktioniert wie folgt: Es handelt sich um ein Halsband, das mit einem Empfänger ausgestattet ist und um den Hals des Tiers gelegt wird.

Über Antibellhalsbänder: Sie können komplexe Schäden anrichten.

Der Empfänger erfasst die Bewegungen des Halses und reagiert je nach Art des Halsbandes auf eine bestimmte Art. Die Kehle ist jedoch einer der empfindlichsten Bereiche und deshalb könnten diese Halsbänder komplexe Schäden verursachen.

Arten von Antibellhalsbändern

Es gibt verschiedene Arten von Antibellhalsbändern. Die am häufigsten verwendeten sind:

Antibellhalsband mit Spray

Das Antibellhalsband mit Spray wird um den Hals des Tieres gelegt. Sobald der Hund bellt, nimmt das Mikrofon das Geräusch auf und sendet ein Signal.

Das Signal aktiviert die Freisetzung des Sprays aus der Sprühkartusche, die sich am Halsband unter der Schnauze des Tiers befindet. Dies führt zu einer Überraschung, die auf alle vier Sinne des Hundes wirkt: Hören, Sehen, Tasten und Riechen.

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Verschiedene Studien haben ergeben, dass das Bellen hier in etwa 28 % der Fälle teilweise und in 70 % der Fälle vollständig verschwindet. Diese Art von Antibellhalsband ist die am wenigsten schädliche.

Es verursacht keine direkten Auswirkungen auf den Körper des Tieres, sondern sprüht eine harmlose Flüssigkeit. Man kann zum Beispiel ein Halsband mit Citronella-Spray nehmen, was für den Hund nicht sehr angenehm ist.

Elektrische Antibellhalsbänder

Das elektrische Antibellhalsband funktioniert ähnlich wie das Antibellhalsband mit Spray, wirkt aber nur auf den Tastsinn des Tiers.

Wenn der Hund bellt, sendet das Halsband einen kleinen Stromschlag aus, der als Strafe für das Bellen dient.

Bei diesem Halsband muss es eine Abstufung der Intensität der Stromschläge geben, da Hunde unterschiedlich empfindlich reagieren, ähnlich wie beim Menschen.

Über Antibellhalsbänder: Man sollte die Ursache ausfindig machen.

Das Auslösen des Stromschlags erfolgt tendenziell automatisch und variiert, je nach Intensität und Häufigkeit des Bellens.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Antibellhalsband einstellbar ist. Es ist empfehlenswert, das Antibellhalsband nicht ständig einzusetzen, weil die Elektroden eine Nekrose in der Haut des Hundes verursachen können.

Antibellhalsbänder und die Grenzen ihrer Wirksamkeit

Alle Antibellhalsbänder sind nur begrenzt wirksam. Daher sollte man auch daran arbeiten, die Ursache des Bellens zu beheben. Ansonsten arbeitet man nur an den Folgen, aber die Wurzel des Problems wird nicht gelöst.

Einige Hunde hören zwar auf zu bellen, aber zur Kompensation zerstören sie Dinge in ihrer Umwelt, urinieren in die Wohnung oder verletzen sich sogar selbst.

Wie findet man die Ursache des Bellens heraus?

Bevor du die Option eines Antibellhalsbandes in Betracht ziehst, solltest du die Ursache des Bellens identifizieren. Hunde bellen, um verschiedene Gemütszustände auszudrücken: Freude, Aufregung, Sorge etc.

Zweck des Bellens ist immer, eine Botschaft auszudrücken. Manche Experten halten das Bellen für eine Art „Sicherheitsventil zur Entlastung von Stress und Langeweile“.

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Um die Ursache zu identifizieren, die den Hund zum Bellen bringt, kann man eine Reihe von Gründen durchgehen, aus denen das Tier bellen könnte:

  • Langeweile. Als Reaktion auf den Stress der Einsamkeit bellt der Hund, um Gesellschaft anzuziehen.
  • Kommunikation mit Fremden. Wenn Menschen, andere Hunde oder andere Tiere an ihrem Grundstück vorbeigehen, bellt der Hund, um mit ihnen zu kommunizieren. Oder sie drücken ihren Frust darüber aus.
  • Geräusche. Leiseste Geräusche können von Hunden wahrgenommen werden und sie reagieren unterschiedlich darauf. Wenn die Tür geöffnet wird und sein Besitzer hereinkommt, kann der Vierbeiner mit dem Bellen seine Freude ausdrücken.
  • Aufmerksamkeit. Dein Hund will gehört werden, also tut er das, was dafür notwendig ist.
  • Zwanghaftes Verhalten. Der Hund kann bellen, wenn er sich unwohl fühlt aber auch, weil er sich zu sehr an das Bellen gewöhnt hat.
  • Angst. Wenn der Hund alleine ist und Angst hat, bellt er zur Beruhigung.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Hund mit seinen Besitzern kommuniziert und das Bellen dabei als Ausdrucksform dient.

Zusammenfassend kann man durch alle Informationen dieses Artikels über Antibellhalsbänder sagen, dass sie für den Hund eher negativ zu bewerten sind.

Der Einsatz kann kurzfristig helfen aber langfristig eine Reihe negativer Folgen nach sich ziehen. Es gibt viele andere Möglichkeiten, das Problem des übermäßigen Bellens anzugehen.

Desachy, F. (2009). Mi perro ladra mucho ¡Hay solución! (S. A. (10 de septiembre de 2009) DE VECCHI EDICIONES, Ed.). Retrieved from https://books.google.es/books?id=nmiKDwAAQBAJ&pg=PT50&dq=collar+antiladridos&hl=es&sa=X&ved=0ahUKEwiOop2R5eHgAhUQJhoKHfPsDTkQ6AEIKDAA#v=onepage&q=collar antiladridos&f=false

 

Sentelles, E. I. (2014). La regulación de los collares dañinos : avanzando en el bienestar canino, 1–3.