Sonnenblumenkerne: 3 Vorteile für deine Haustiere

Sonnenblumenkerne liefern Energie sowie essentielle Fettsäuren, Mineralien und fettlösliche Vitamine. Daher sind sie auch für die Ernährung deiner Haustiere sehr wertvoll.
 

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Sie hat eine wirtschaftliche Bedeutung, da Sonnenblumenkerne Ölsamen sind, das heißt, aus ihnen kann Öl gewonnen werden.

Abgesehen von seinem Nährwert wird Sonnenblumenöl (beim Menschen) traditionell bei Erkältungen, Darmbeschwerden oder rheumatischen Schmerzen therapeutisch eingesetzt. In diesem Artikel untersuchen wir die Vorteile, die Sonnenblumenkerne deinen Haustieren bringen können.

Bestandteile der Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind eine der besten Quellen für pflanzliches Eiweiß. Daher wurden ihre nutritiven und funktionellen Eigenschaften intensiv untersucht.

An dieser Pflanze durchgeführte Studien haben ergeben, dass pro 100 Gramm Samen 20,78 g Protein, 51,46 g Gesamtlipide, 3,02 g Asche, 20 g Kohlenhydrate und 8,6 g Ballaststoffe enthalten sind. Dies entspricht einem gesamten Kalorien- oder Energiegehalt von 584 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Darüber hinaus sind Sonnenblumenkerne auch eine gute Mineralienquelle. Das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA) nennt folgende Zusammensetzung: 100 Gramm Samen enthalten in Milligramm: Phosphor (660), Kalium (645), Magnesium (325), Kalzium (78), Selen (53), Natrium (9), Eisen (5,25), Zink (5) und Kupfer (1,8).

Außerdem sind Sonnenblumenkerne auch eine wichtige Quelle für Vitamin E (Alpha-Tocopherol), denn sie enthalten pro 100 Gramm 35, 17 Milligramm dieses Vitamins.

Sonnenblumenkerne

1. Ihr Vitamin E-Gehalt beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

Verschiedene wissenschaftliche Studien haben festgestellt, dass die sekundären Pflanzenstoffe in Sonnenblumenkernen, wie Tocopherole und phenolische Verbindungen, eine starke antioxidative Wirkung haben.

Aus diesem Grund können solche Verbindungen die Lipidoxidation hemmen und so dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Tod durch Herzerkrankungen zu verhindern.

2. Sonnenblumenkerne verbessern das Fell und helfen bei der Heilung von Hautverletzungen

Sonnenblumenöl ist hauptsächlich eine Mischung aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Linolsäure (59 % der Gesamtmenge), einfach ungesättigten Fettsäuren und Ölsäure (30 % der Gesamtmenge).

Linolsäure gehört zur Familie der Fettsäuren, die als Omega-6-Fettsäuren klassifiziert werden, während Ölsäure zu den Omega-9-Fettsäuren gehört.

Diese Fettsäuren haben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sowohl entzündungsfördernde als auch entzündungshemmende Wirkung. Die jeweilige Wirkung hängt vom Verhältnis der eingenommenen Menge von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren ab.

Darüber hinaus untersuchten im Jahr 2001 Wissenschaftler an insgesamt 18 Hunden, welche Wirkung ein mit Sonnenblumenkernen angereichertes Futter auf die Beschaffenheit von Haut und Fell hat. Sie stellten fest, dass die dem Futter beigemischten Sonnenblumenkerne das Fell der Hunde verbesserte.

Diese Ergebnisse werden auch durch die Erkenntnisse anderer Experten bestätigt, welche unabhängig voneinander Folgendes festgestellt haben:

 
  • Fünf der in Sonnenblumenkernen enthaltenen Nährstoffe verbessern die Barrierefähigkeit der Haut bei gesunden Hunden.
  • Sonnenblumenöl ist als Adjuvans bei der Behandlung der Atopischen Dermatitis bei Hunden wirksam.

3. Die Kerne verbessern die Aktivität der Bauchspeicheldrüse

Es ist bewiesen, dass sich eine Ernährung, die reich an Sonnenblumenöl ist, positiv auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse auswirkt. Genauer gesagt erhöht sie den Gehalt an Elektrolyten und Enzymen der Bauchspeicheldrüse, wie Lipasen, im abgesonderten Sekret.

Sonnenblume

Diese Erkenntnis kann bei der Zusammenstellung der am besten geeigneten Ernährung für Hunde hilfreich sein, die sich von einer Magen-Darm-Erkrankung erholen.

Es besteht kein Zweifel, dass sich die Einnahme von Sonnenblumenkernen positiv auf die Gesundheit deines Haustieres auswirkt. Diese Kerne liefern viel Energie sowie essentielle Fettsäuren, Mineralien und fettlösliche Vitamine.

Zusätzlich bereichern sie die Ernährung, indem sie das Sättigungsgefühl fördern und deinem Tier sicherlich sehr gut schmecken werden!

  • Billman, G. E., Kang, J. X., & Leaf, A. (1999). Prevention of sudden cardiac death by dietary pure ω-3 polyunsaturated fatty acids in dogs. Circulation, 99(18), 2452-2457.
  • Ballesta, M. C., Mañas, M., Mataix, F. J., Martínez-Victoria, E., & Seiquer, I. (1990). Long-term adaptation of pancreatic response by dogs to dietary fats of different degrees of saturation: olive and sunflower oil. British journal of Nutrition, 64(2), 487-496.
  • Wicker-Planquart, C., & Puigserver, A. (2018). Regulation of gastrointestinal lipase gene expression by dietary lipids. In Nutrition and gene expression (pp. 55-89). CRC Press.
  • Muhammad Anjum, F., Nadeem, M., Issa Khan, M., & Hussain, S. (2012). Nutritional and therapeutic potential of sunflower seeds: a review. British Food Journal, 114(4), 544-552.
  • Rees, C. A., Bauer, J. E., Burkholder, W. J., Kennis, R. A., Dunbar, B. L., & Bigley, C. E. (2001). Effects of dietary flaxseed and sunflower seed supplementation on normal canine serum polyunsaturated fatty acids and skin and hair coat condition scores. Veterinary dermatology, 12(2), 111-117.
  • Bensignor, E., Morgan, D. M., & Nuttall, T. (2008). Efficacy of an essential fatty acid‐enriched diet in managing canine atopic dermatitis: a randomized, single‐blinded, cross‐over study. Veterinary dermatology, 19(3), 156-162.