Risiken von Milchprodukten für dein Haustier

7. März 2019
Durch den Verzehr von Milchprodukten leiden unsere Haustiere am häufigsten unter Allergien, Koliken oder Durchfall. Dadurch kann es zu Flüssigkeitsmangel kommen, insbesondere bei Welpen.

Man sagt, dass wir Menschen die einzigen sind, die täglich Milch einer anderen Spezies zu sich nehmen. Manche wollen diese Gewohnheit auch auf ihre Hunde oder Katzen ausweiten und bieten den Jungtieren Kuhmilch an. Es gibt jedoch Risiken von Milchprodukten, die den Organismus der Kleinen schädigen können.

Muttermilch ist genau das, was Welpen und Katzenbabys brauchen. Kuhmilch kann jedoch bei ihnen zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Verstopfung führen.

Risiken von Milchprodukten für das Verdauungssystem deines Haustieres

Wenn es um Jungtiere geht, dann wirst du bemerken, dass sie nach der Fütterung mit Kuhmilch weiterhin Hunger verspüren. Das gilt insbesondere für jene Tiere, die zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden. Hunde- und Katzenmilch enthalten nämlich viel mehr Nährstoffe im Vergleich zu Kuhmilch.

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Ein weiterer Faktor, der die Risiken von Milchprodukten für unser Haustiere erhöht, ist die in Kuhmilch enthaltene Laktose. Dies ist ein Zuckerprotein, und um es zu verdauen, ist das Enzym Lactase notwenig. Diese Enzyme ermöglichen es dem Darm des Tieres, die Laktose zu zersetzen.

Hunde und Katzen verfügen allerdings nicht über die notwendige Menge von Lactase, um die in der Kuhmilch enthaltene Laktose zu verdauen.

Dadurch kommt es zu Verdauungsproblemen, die sich am häufigsten durch Koliken und Durchfall ausdrücken. Außerdem kann sich dadurch eine Unausgeglichenheit ergeben, die auch zu Intoleranz anderen Futtermitteln gegenüber führen kann.

Welpchen leckt Brei

Am häufigsten leiden Welpen unter Laktoseintoleranz, doch auch bei Kätzchen können Milchprodukte Allergien hervorrufen. Diese Probleme zeigen sich meistens 10 bis 12 Stunden nach dem Verzehr der Produkte. 

Durchfall kann besonders bei Welpen zu größeren Problemen führen. Kätzchen und Welpen leiden dadurch schnell unter Flüssigkeits- und Nährstoffmangel.

Solltest du ein Kätzchen oder einen Welpen pflegen, die zu früh vom Muttertier getrennt wurden, so gibt es im Zoohandel und beim Tierarzt spezielle Muttermilchersatzprodukte.

Meistens erhält man sie als Pulver, das man dann leicht zubereiten kann. Laktosefreie Kuhmilch ist ebenfalls eine Alternative.

Kann ich meinem Haustier Käse oder Joghurt geben?

Die Risiken von Milchprodukten wie Käse oder Joghurt sind wesentlich geringer, da diese viel weniger Laktose enthalten als Milch.

Die meisten Katzen und Hunde tolerieren sie deshalb besser, doch es gibt natürlich auch ganz sensible Tiere, die selbst diese Produkte nicht verdauen können.

Welpe hat Joghurt geschlabbert

Sowohl Käse als auch Joghurt enthalten allerdings mehr Kalzium als dein Haustier wirklich braucht. Denke daran, dass zu viel Kalzium oder Protein auf lange Sicht zu Knochenproblemen führen kann. 

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Es stimmt aber auch, dass manche Tierärzte gelegentlich Joghurt empfehlen. Der Lactobacillus acidophilus ist eine Bakterie, die die Darmflora des Tieres unterstützen kann.

Damit kannst du deinem Haustier sogar helfen, sich von Magen-Darmproblemen zu erholen, solange du die richtige Dosis fütterst.

Man empfiehlt höchstens einen Löffel natürlichen, ungezuckerten Joghurt alle 12 Stunden. Auf leeren Magen kann das Tier sogar bis zu einer halben Tasse Joghurt schlecken.

Unsere Haustiere lieben für gewöhnlich Käse, doch auch er kann die unerwünschten Reaktionen auf Laktose hervorrufen.

Möchtest du ihn dennoch mit deiner Fellnase oder deinem Samtpfötchen teilen, so achte darauf, dass er fettarm ist, denn so können sie ihn besser verdauen.

Streichbarer Frischkäse ist am besten für unsere Haustiere geeignet. Denke aber auch daran, dass alle Milchprodukte eine allergische Reaktion hervorrufen kann, weshalb man sie letztendlich bei der Haustierernährung größtenteils vermeiden sollte.