Die vom Aussterben bedrohte Fischkatze

· 31. Dezember 2018
Diese wilde Katzenart ist wegen der Zerstörung ihres Leensraumes, der Wilderei und unkontrollierter Fischerei, die ihnen ihr Hauptnahrungsmittel raubt, vom Aussterben bedroht.

Heute möchten wir dir von der Fischkatze berichten, um endgültig mit dem Glauben Schluss zu machen, dass Katzentieren das Wasser nicht gefiele.

Wie sein Name es schon verrät, ernährt sich dieses Wesen hauptsächlich von Fischen. Die Gattung Prionailurus viverrinus lebt in Süd- und Südostasien. Sie ist hauptsächlich wegen der Zerstörung ihres Lebensraumes vom Aussterben bedroht.

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Geographische Verbreitung der Fischkatze

Diese kleine Wildkatze kann man in verschiedenen Zonen Indiens, vor allem im Nordosten, antreffen. Sie lebt auch am Fuße des Himalayagebirges in Nepal und im Indotal Pakistans. Des Weiteren trifft man sie in folgenden Gebieten an:

  • Bangladesch
  • Sri Lanka
  • Sumatra und Java (zu Indonesien gehörige Inseln)
  • Bhutan
  • Malaysien
  • Thailand
  • Vietnam
  • Kambodscha
  • Myanmar
  • China

Normalerweise bewohnen sie Feuchtgebiete wie Sümpfe, Mäander, Mangrovenwälder und Priele. Dabei leben sie auf bis zu 1.500 Metern Höhe.

Die Fischkatze ist die kleinste Art von Wildkatze, die in Süd- und Südostasien lebt. Durch die Zerstörung ihrer einheimischen Feuchtgebiete ist sie vom Aussterben bedroht.

Habitat der Fischkatze

Körperliche Merkmale der Fischkatze

Manche erklären die Pfoten mit den Schwimmhäuten als eine Anpassung an ihren Lebensraum. Die Hautfalte, die sie zwischen den Zehen hat, ist jedoch gar nicht weiter entwickelt als bei anderen Katzenarten.

Weitere körperliche Merkmale:

  • Gewicht: zwischen 6 und 16 kg
  • Größe: zwischen 66 und 86 cm (Weibchen sind kleiner als Männchen)
  • Körper: lang und robust
  • Beine: relativ kurz
  • Schwanz: breit und kurz (etwa 30 cm)
  • Kopf: breit
  • Schnauze: länglich
  • Fell: doppelschichtig und olivengrau, mit dunklen Streifen an Hals und Gesicht und getupftem Körper. Eine Reihe von nicht geschlossenen Ringen verziert außerdem den Schwanz.

Ernährung und Vermehrung

Die Fischkatze ist ein hauptsächlich nachtaktiver Einzelgänger. Sie fängt Fische nicht nur vom Ufer aus, sondern schwimmt und taucht sogar, um ihre Beute zu fangen.

Fische sind jedoch nicht der einzige Bestandteil ihrer Ernährung. Sie ernähren sich auch von:

  • Fröschen
  • Krustentieren
  • Schlangen
  • Vögeln
  • Nagetieren

Man nimmt an, dass die Fischkatze sich das ganze Jahr über vermehren kann, genauso wie unsere Hauskatzen. Die meisten Würfe beobachtet man jedoch im März und Mai, zumindest im Nordosten Indiens.

Weibliche Tiere tragen ihre Würfe von einem bis zu vier Jungen für 63 Tage aus. Danach säugen sie die Kleinen für ein halbes Jahr. Vier Monate später verselbständigen sich dann die jungen Katzen.

Merkmale der Fischkatze

Eine Katzenart, die vom Aussterben bedroht ist

Selbst wenn sie in den meisten iher Ursprungsländer gesetzlich beschützt ist, so befindet sich die Fischkatze, die durchschnittlich 12 Jahre alt wird, dennoch in Gefahr.

Sie steht auf der roten Liste der IUCN (International Union for the Conservation of Nature) als eine bedrohte Spezies. Sie steht auch auf dem Anhang der Konvention über den internationalen Handel mit bedrohten Tierarten und man braucht spezielle Genehmigungen, um mit den Tieren international zu handeln.

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Die hauptsächlichen Bedrohungen, unter denen dieses Wesen leidet, sind:

  • Zerstörung der Feuchtgebiete (durch menschliche Besiedlung, Agrikultur usw)
  • Wilderei
  • Zerstörerische und unkontrollierte Fischerei, die drastisch die Ernährungsgrundlage der Katzenart reduziert.