Ameisenbär: alles, was du über diese Tierart wissen musst!

· 21. März 2019
Der Ameisenbär gehört zur diversen Tierwelt Südamerikas. Man findet ihn hauptsächlich in trockenen Steppen und Waldgebieten. Er fällt insbesondere durch seine lange Zunge auf, die er benutzt, um sein Futter aus den verstecktesten Winkeln aufzulecken.

Der Ameisenbär stammt aus Südamerika, wo er hauptsächlich in Waldgebieten und kargen Grassteppen lebt. Trotz seines Namens ist er nicht mit dem Bären verwandt, sondern mit den Tamanduas.

Im Folgenden möchten wir dir Wissenswertes über diese Tierart berichten, wie zum Beispiel seine Merkmale, seinen Lebensraum, seine Ernährung und Fortpflanzung.

Der Ameisenbär: körperliche Merkmale und Taxonomie

Der Ameisenbär (Tamandua tetradactyla) gehört zur Familie der Tamandua (Myrmecophagidae). Man kennt diese südamerikanische Tierart auch unter dem Namen Amazonas-Ameisenbär. 

Es handelt sich hierbei um eine kleine Art von Tamandua, dessen Körper zwischen 50 und 90 cm Länge erreicht. Sein Schwanz kann 30% bis 40% seiner Körperlänge einnehmen, da er zwischen 40 und 60 cm lang wird.

Fast der ganze Körper ist von grobem, glatten, enganliegendem Fell bedeckt. Das Rückenfell ist bemerkenswert länger und dichter, während an Kopf und Pfoten das Fell kürzer und feiner ist. Die Schwanzspitze und -unterseite ist allerdings kahl.

Die Fellfarbe kann ganz unterschiedlich sein, je nach Ort, an dem die verschiedenen Unterarten leben. In Brasilien und Venezuela findet man meist einfarbige Tiere, deren Fell schwarz, braun oder beige ist. 

In Argentinien und Paraguay hingegen sind die Tiere meist gefleckt. Auf dem Rücken, am Hals und bis zum Schwanz haben sie breite, schwarze Flecken.

Der Lebensraum des Ameisenbären

An den Vorderpfoten hat der Ameisenbär 4 scharfe Krallen und an den Hinterpfoten sind es fünf. Dabei sind die Krallen so scharf, dass die Tiere ihr Körpergewicht auf den hinteren Teil der Pfoten verlagern müssen. So vermeiden sie es, sich beim Laufen selbst zu verletzen.

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Eines der typischsten Kennzeichen des Ameisenbärs ist seine lange, zylindrische, gekurvte Schnauze, die etwa den Durchmesser eines Bleistifts hat. Darin befindet sich seine lange Zunge, die so typisch für die Tamanduas ist.

Lebensraum und Ernährung des Ameisenbärs

Der Ameisenbär stammt aus Südamerika und wird als eine einheimische Tierart Argentiniens anerkannt. In Südamerika lebt er hauptsächlich in tropischen Regenwäldern, Grassteppen und Bergen.

Am liebsten leben sie in der Nähe von Süßwasser, wie zum Beispiel Flüssen und Seen, wo viele Kletterpflanzen wachsen. Diese bieten nämlich eine wunderbare Ernährungsquelle für den Ameisenbär.

Es gibt aber auch Unterarten, die sich an das Leben in Grassteppen und trockenen Wäldern angepasst haben.

Der Ameisenbär ernährt sich hauptsächlich von Termiten und Ameisen. Dabei wählt er sein Futter aber sehr vorsichtig aus, denn auf dem südamerikanischen Kontinent gibt es viele giftige Ameisenarten.

Außerdem liebt er auch Honig und frisst hin und wieder ebenfalls Bienen. Auch regional vorkommendes Obst verschmäht er nicht.

Ernährung des Ameisenbären

Jagdtechnik und die Zunge des Ameisenbärs

Der Ameisenbär verwendet eine ähnliche Jagdtechnik wie fast alle Tamanduas. Mit ihren mächtigen Krallen ritzen sie Löcher in Baumrinden. Anschließend stecken sie ihre lange, klebrige Zunge hinein, um so ihre Beutetiere zu fangen.

Auch die Zunge ist ein typisches Kennzeichen der Tamanduas. Ihre ganze Oberfläche ist von einer klebrigen Substanz bedeckt. Dadurch bleiben die Insekten daran haften und können dem hungrigen Vierbeiner nicht mehr entkommen.

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Ameisenbär: Fortpflanzung und Gewohnheiten

Es handelt sich um Einzelgänger, die hauptsächlich nachtaktiv sind. Manche sind jedoch auch einen Teil des Tages über aktiv.

Generell treffen Männchen und Weibchen nur während der Paarungszeit aufeinander, die hauptsächlich während des Sommers stattfindet.

Nach der Paarung ist das Weibchen für 120 bis 150 Tage trächtig und gebärt dann im Frühling ein Jungtier.

Das Muttertier trägt sein Junges auf dem Rücken und ernährt es, bis es soweit ist, sich selbständig zu machen. Ihre Lebenserwartung liegt bei acht bis zehn Jahren.