Erste Hilfe bei Vergiftung von Hunden

· 6. November 2018
Wenn unsere Fellnase sich vergiftet hat, so müssen wir schnell und sicher handeln. Wenn noch keine 60 Minuten vergangen sind, kann Erbrechen eine Option sein. Am besten ist es jedoch, man bringt das Tier schnellstmöglich zum Tierarzt!

In vielen Städten legen Menschen immer noch Giftköder und andere toxische Produkte aus, um so Plagen zu  bekämpfen. Deshalb kommt es auch immer wieder zur Vergiftung bei Hunden.

Ein einfacher Spaziergang benötigt all deine Aufmerksamkeit, ganz besonders, wenn du deinen Vierbeiner ohne Leine laufen lässt.

Im folgenden Artikel geben wir dir einige Ratschläge, um einen solchen Unfall zu vermeiden und erklären auch Schritte zur ersten Hilfe bei Vergiftung.

Risiken von Giftködern für unsere Hunde

Giftköder sind eine der traditionellen Formen, Plagen zu bekämpfen, insbesondere Ratten und Mäuse. Normalerweise handelt es sich hierbei um kleine Futterstückchen, die toxische Substanzen enthalten.

Diese Produkte sind oft wegen ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung so effektiv. Die Maus knabbert den Giftköder an und ihr Körper nimmt schnell die schädlichen Substanzen auf. Das löst eine innere Blutung aus, die zum Tod führt.

Wenn unsere Fellnasen den Giftköder fressen, sind sie dem Risiko ausgesetzt, möglicherweise demselben Schicksal zu erliegen. Deshalb muss man schnell handeln, um so zu vermeiden, dass ihr Organismus die chemischen Substanzen aufnimmt.

Wie verhält man sich bei Vergiftung beim Hund?

Was tun, wenn Haustiere unter einer Vergiftung leiden?

Wenn dein Hund einen Giftköder gefressen hat, dann ist es am besten, du bringst ihn sofort zum Tierarzt, wo er professionell behandelt wird.

Wenn wir jedoch fern einer Tierklinik leben, so müssen wir erste Hilfe gegen Vergiftung leisten. Das Gift wirkt normalerweise sehr rasch, weswegen deine zügigen und effizienten Handlungen von äußerster Wichtigkeit sind.

Unser Lesetipp: Erbrechen beim Hund: was kann ich tun?

Erbrechen hervorrufen, um das Gift aus dem Körper zu entfernen

Das ist oft das Erste, an das wir denken, wenn es um eine Vergiftung geht. Diese Methode kann man jedoch nur sehr kurz nach dem Verzehr des Köders sicher anwenden.

Erbrechen kann bis zu 60 Minuten nach dem Verzehr des Köders effektiv sein, da der Körper in dieser Zeit noch nicht alle Giftstoffe absorbiert hat.

Ruft man nach Verstreichen dieser Zeit das Erbrechen hervor, so gefährdet man damit noch mehr die Gesundheit des Hundes.

Wenn die toxische Substanz schon verdaut wurde, so wird das Erbrochene beißend und ruft schwere Schäden im Verdauungstrakt des Tieres hervor.

Falls also schon mehr als 60 Minuten seit der Vergiftung vergangen sind, so ist es am besten, man fährt das Tier in die nächste Tierklinik. Der Giftköder ist dann verdaut und Erbrechen macht keinen Sinn mehr.

Vergifteter Hund erbricht sich

Technik, um Erbrechen einzuleiten

Als Nächstes fragen wir uns, wie man das Erbrechen sicher einleitet. Dazu benötigen wir eine Spritze und Wasserstoffperoxid. Diese beiden Elemente sollten sich stets im erste-Hilfe-Kasten befinden.

Zuerst nehmen wir eine ausreichende Menge Wasserstoffperoxid mit der Spritze auf. Danach öffnen wir das Maul des Hundes und spritzen die Flüssigkeit hinein.

Am besten ist es, dem Hund die Schnauze für einige Sekunden zuzuhalten, damit wir sicher wissen, dass er das Wasserstoffperoxid schluckt. Innerhalb weniger Minuten sollte das Tier sich dann übergeben.

Tipps, um erste Hilfe bei Vergiftung zu leisten

Ruhig bleiben

Es klingt so einfach, doch die Nervosität ist oft der größte Feind der korrekten ersten Hilfeleistung. Wenn unsere Fellnase etwas Giftiges gefressen hat, so müssen wir schnell und sicher handeln. Das könnte ihr das Leben retten.

Behandlung durch den Tierarzt

Die ersten Hilfeleistungen sind ein paar Handgriffe, mit denen wir verhindern möchten, dass der Organismus das Gift aufnimmt. Sie können jedoch nie eine Behandlung beim Tierarzt ersetzen.

Nachdem wir Erste Hilfe geleistet haben, müssen wir das Tier sofort zum Tierarzt bringen.

Wie vermeidet man, dass der Hund Giftköder frisst?

Die beste Art, das zu vermeiden, ist es, beim Spaziergang aufmerksam zu sein. Wenn wir uns nicht sicher sind, ob in einem Park, Garten oder an einem öffentlichen Platz Giftköder ausgelegt sein könnten, dann lassen wir das Tier dort besser nicht von der Leine.

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Wenn wir unsere Fellnase immer an der Leine führen, so können wir die Lage besser kontrollieren.

Es gibt andererseits aber auch viele Orte, an denen man Hunde trainieren kann. An diesen Orten sind alle giftigen Substanzen verboten, weswegen sie sicherer sind. Dort können wir unseren Vierbeiner von der Leine lassen, damit er sich mit seinen Artgenossen vergnügt.

Wir sollten aber auch zu Hause Vorsicht walten lassen. Nicht nur sollten wir jegliche Benutzung von Giftködern vermeiden, es ist auch wichtig, alle toxischen Substanzen außerhalb der Reichweite unserer Haustiere aufzubewahren.

Das gilt unter anderem für Insektenvernichtungsmittel, Putzmittel, Kosmetika und Produkte für persönliche Hygiene.