Behandlung von Wunden an Hundeballen

· 10. November 2018
Wie entstehen Wunden an Hundeballen und wie kann man sie behandeln? Erfahre alles über Hundeballen, die ungefähr so wie die Sohle deiner Schuhe sind.

Stell dir vor, du müsstest barfuß laufen, weder mit Schuhen noch Socken, von hier nach dort… Du müsstest gut auf deine Füße aufpassen! Dasselbe passiert bei Tieren im Allgemeinen und ganz besonders bei Hunden. In diesem Artikel erfährst du, wie du Wunden an Hundeballen behandeln kannst.

Wie entstehen Wunden an Hundeballen?

Viele Tierbesitzer sorgen sich um den Gesundheitszustand der Pfoten und fragen sich, warum Wunden an Hundeballen entstehen.

Es ist zwar am besten, Verletzungen vorzubeugen, aber wenn du Blut oder andere Anzeichen von Wunden feststellst, ist es unerlässlich, sie zu behandeln.

Aber vorher solltest du ein wenig über Hundeballen erfahren, die so etwas wie die Sohle deiner Schuhe sind.

Dieser Bereich kommt mit verschiedenen Oberflächen in Kontakt und ist dafür zuständig, Knochen- oder Gelenkprobleme zu vermeiden. Denn damit werden die Schritte abgefedert und ein leichteres Gehen ermöglicht.

Zwar sind die Ballen sehr widerstandsfähig, doch trotzdem empfindlich. Sie können leicht verletzt werden. Die Wunden auf den Ballen sind häufiger, als du denkst, weil das Tier die Gefahr oft nicht einschätzen kann und deshalb nicht weiß, dass es sich verletzen wird.

Wunden an Hundeballen durch Verbrennung

Man kann diese Verletzungen in drei Arten einteilen:

1. Wunden an Hundeballen aufgrund von Abnutzung

Dies tritt bei allen Tieren aufgrund der Abnutzung der Pfotenballen auf, insbesondere wenn sie auf Zement oder anderen harten Oberflächen laufen.

Darüber hinaus kann sowohl zu viel als auch zu wenig Bewegung diese Abnutzung verursachen. Obwohl sie nicht schwerwiegend ist, verursacht sie bei jedem Kontakt mit dem Boden mehr Verletzungen.

2. Wunden an Hundeballen aufgrund von Verbrennungen

Wenn es sehr heiß ist und die Sonne scheint, ist es nicht ratsam mit dem Hund spazieren zu gehen. Neben der Dehydratation (besonders bei brachyzephalen Rassen oder dicken Tieren) können die Ballen bei Kontakt mit heißem Asphalt verbrennen.

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Dasselbe passiert, wenn es kalt ist und schneit oder an eisigen Plätzen.

Auch bei Rassen, die an diese klimatischen Bedingungen angepasst sind, wie der Alaskan Malamute oder der Siberian Husky, muss man mit dem Kontakt der Pfoten auf schneebedeckten Oberflächen vorsichtig sein.

3. Wunden an Hundeballen aufgrund einer Verletzung

In diesem Fall entstehen Verletzungen durch scharfe oder gefährliche Gegenstände: Splitter, Äste, Metalle, Glas usw. Bei diesen Wunden handelt es sich um schwerere Verletzungen mit Blutungen und Schmerzen.

Wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie Infektionen verursachen.

Wie behandelt man Wunden an Hundeballen?

Es ist sehr wichtig, Situationen zu vermeiden, die zu Verletzungen führen können, aber wenn diese auftreten, müssen sie unbedingt behandelt werden.

Wenn es sich um eine leichte Verletzung handelt, kannst du sie selbst behandeln.

Aber wenn ein Trauma auftritt oder der Hund vor Schmerzen nicht auftreten kann, musst du ihn auf jeden Fall von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Wunden an Hundeballen durch Abnutzung

Wenn du eine Wunde bemerkst oder feststellst, dass die Ballen gehärtet oder rissig sind, musst du folgendermaßen vorgehen:

1. Mit sauberem Wasser auswaschen

Normalerweise muss der Bereich gereinigt werden, um größere Probleme zu vermeiden.

Lege deinen Hund auf die Seite und entferne mit warmem Wasser den Schmutz, um die Verheilung zu fördern. Darüber hinaus wirkt die Hygiene bei Verbrennungen lindernd und bietet dem Tier sogar Entspannung.

2. Haare außen herum abschneiden

Es stimmt, dass Haare als „Barriere“ gegen Objekte wirken, die in die Ballen eindringen können, aber wenn es Wunden gibt, könnten sie Infektionen verursachen.

Es ist ratsam, nach dem Reinigen der Wunde die störenden Haare zu schneiden, da sie Schmutz ansammeln können.

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3. Mit Wasserstoffperoxid auswaschen

Sobald der Bereich sauber ist, ist es wichtig, dass du mit Wasserstoffperoxid desinfizierst. Befeuchte eine Gaze damit und berühre die Stelle vorsichtig: Es brennt nicht und hat auch keine Nebenwirkungen für das Tier.

4. Geeignete Medizin anwenden

Du kannst den Tierarzt um „Erlaubnis“ fragen, andere Medikamente wie verdünntes Jod oder Chlorhexidin für Tiere anzuwenden. Es ist als Spray erhältlich und lässt sich leicht auftragen.

Und falls die Verletzung durch eine Verbrennung verursacht wird, gibt es Cremes oder Gels, die die Stelle entspannen. Gegebenenfalls musst du die Ballen verbinden, damit das Medikament nicht abgeht.

Vernachlässige nicht die Wunden auf den Ballen deines Hundes, da diese sehr schmerzhaft sein können und ihn beim Laufen behindern.