Hunde mit Wobbler-Syndrom – was bedeutet das?

· 16. Oktober 2018
Das Wobbler-Syndrom umfasst eine Reihe von chronischen degenerativen Erkrankungen, die oft zu motorischen Problemen und neurologischen Schäden führen. Es tritt auf, wenn das Rückenmark und die Nerven im Nacken einer übermäßigen Kompression (Myelopathie) ausgesetzt sind.

Fast 50 % der diagnostizierten Fälle der Hunde mit Wobbler-Syndrom betreffen Hunde der Rassen Dobermann, Mastín Español und Deutsche Dogge.

Hunde mit Wobbler-Syndrom oder Zervikaler Malformation haben eine Krankheit, die die Halswirbelsäule großer Hunde betrifft.

Eine frühzeitige Diagnose ist unerlässlich, um schwere Komplikationen wie eine stärkere Behinderung oder ein neurologisches Defizit zu vermeiden. Wir fassen in diesem Beitrag die Ursachen, Symptome und Behandlung dieser Krankheit zusammen.

Hunde mit Wobbler-Syndrom: Merkmale und Symptome

Das Wobbler-Syndrom umfasst eine Reihe von chronischen degenerativen Erkrankungen, die oft zu motorischen Problemen und neurologischen Schäden führen. Es tritt auf, wenn das Rückenmark und die Nerven im Nacken einer übermäßigen Kompression (Myelopathie) ausgesetzt sind.

Erst wenn der vierbeinige Patient beginnt, sich sichtlich über ständige Schmerzen im Nacken zu beschweren, wird die Krankheit sichtbar. Ein unspezifisches Symptom, das auch bei Hunden nur sehr schwer frühzeitig zu erkennen ist.

Aus diesem Grund werden die meisten Diagnosen in der Regel nach dem Auftreten fortgeschrittenerer neurologischer Symptome erkannt. Dies geschieht normalerweise, wenn der Hund anfängt wacklig zu gehen und leicht das Gleichgewicht verliert.

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Die Hauptsymptome des Wobbler-Syndroms sind:

  • Instabiler und schwankender Gang, meist mit kurzen Schritten
  • Schmerzen oder Steifheit im Nackenbereich
  • Verlust von Muskelmasse in den Schultern und Vorderbeinen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Teilweise oder vollständige Lähmung
  • Schwellungen an den Vorder- und Hinterbeinen
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen und Bewegen

Hunde mit Wobbler-Syndrom: Ursachen und Vererbung

Es ist bekannt, dass die Kompression aus der Reduktion des das weiche Rückenmark umgebenden Knochenkanals (Wirbelkanal) resultiert. Diese Reduktion wird in der Regel durch eine Knochenmissbildung oder durch einen Bandscheibenvorfall verursacht.

Die spezifische Ursache des Wobbler-Syndroms ist unbekannt. Aber dieses Wissen, ergänzt um die Kompatibilität von Diagnosen, erlaubt es uns anzunehmen, dass die Vererbung der Schlüssel ist.

Fast 50 % der diagnostizierten Fälle betreffen Hunde der Rassen Dobermann, Mastín Español und Deutsche Dogge. Eine größere Veranlagung ist auch bei folgenden Rassen zu beobachten: Irischer Wolfshund, Dackel und Rottweiler.

Hunde mit Wobbler-Syndrom sind allem große Rassen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Größe des Tieres. Es wird angenommen, dass das schnelle Wachstum großer Hunde sie anfälliger für degenerative Krankheiten macht.

Etwa 70 % der Diagnosen des Wobbler-Syndroms treten bei großen und sehr großen Hunden auf. Einige seltene Fälle sind bei kleinen Hunden der Rassen Yorkshire, Pinscher und Chihuahua aufgetreten.

Hunde mit Wobbler-Syndrom: Diagnose

Die Differentialdiagnose des Wobbler-Syndroms erfolgt durch Beobachtung der Wirbelsäule und der Wirbel. Zu diesem Zweck wendet der Tierarzt Röntgen, CT, MRT und Myelographie an.

Normalerweise wird der Tierarzt auch Blut- und Urintests durchführen, um andere mögliche Erkrankungen auszuschließen. Der Fachmann wird auch eine Analyse des allgemeinen Erscheinungsbildes des Tieres und seines genetischen Profils berücksichtigen.

Behandlung des Wobbler-Syndroms bei Hunden

Die Behandlung besteht aus einem chirurgischen Eingriff zur Entlastung und Dekompression des Drucks im Rückenmark. Der Erfolg hängt jedoch vom physischen Zustand des Tieres und der Lage der Kompression im Mark ab.

Wenn das Tier sehr schwach oder alt ist, kann der Tierarzt auf eine Operation verzichten. Die Wahrscheinlichkeit des Todes oder irreversibler neurologischer Schäden ist so hoch, dass es nicht gerechtfertigt ist, das Tier diesem Risiko auszusetzen.

Hunde mit Wobbler-Syndrom können unter Umständen operativ behandelt werden.

In diesen Fällen erfolgt die Behandlung in der Regel ambulant, um Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität des Hundes mit Wobbler-Syndrom zu verbessern.

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Genesung nach der Operation

Um eine gute Erholung zu gewährleisten, sollte der Hund eine Ruhezeit von zwei bis drei Monaten haben. Man sollte unbedingt vermeiden, dass das Tier springt oder läuft, um die Haftung und die Knochenverbindung nicht zu beschädigen.

Solange der Hund nicht laufen kann, ist es wichtig, ihn auf weichen, nachgiebigen Oberflächen zu halten. Im Idealfall sollte das Tier unter Beobachtung gehalten werden, um Geschwüre und Wunden zu vermeiden.

Eine Physiotherapie ist unerlässlich, um die Regeneration zu beschleunigen und den Körper des Hundes zu stärken. Sie verhindert auch den Verlust von Muskelmasse und Atrophie aufgrund von Bewegungsmangel.

Hunde mit Wobbler-Syndrom: Kann man vorbeugen?

Da das Wobbler-Syndrom mit genetischen Faktoren verbunden ist, ist es nicht möglich, von einer spezifischen Prävention für das Wobbler-Syndrom zu sprechen. Aber du kannst den Körper und das Immunsystem deines besten Freundes für eine gesündere Entwicklung stärken.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität sind daher unerlässlich. Zusätzlich empfiehlt sich eine Präventivmedizin durch regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt.