Der westliche Gorilla, der größte Primat der Welt

· 27. Oktober 2018
Von diesem Primaten gibt es die meisten Exemplare in der Gattung der Gorillas. Man schätzt, dass etwa 100.000 Tiere existieren. Er verbringt den ganzen Tag damit, zu ruhen und zu fressen.

Wusstest du, dass die DNA des Menschen zu 98% der des Gorillas gleicht? Oder dass der westliche Gorilla heutzutage der größte Primat der Welt ist? Auch wenn es schwerfällt, es zu glauben, diese Säugetiere sind Pflanzenfresser!

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In diesem Artikel berichten wir dir mehr über eine der faszinierendsten Tierarten Afrikas.

Der Gorilla und der Mensch

Einer der Unterschiede zwischen Mensch und Gorilla ist, dass der letztere auf seinen 4 Gliedmaßen läuft und seine Arme länger als die unsrigen sind.

Selbst wenn sie so groß sein können wie ein erwachsener Mann, zwischen 175 und 2oo cm, sind sie doch viel korpulenter und schwerer als Menschen. Sie wiegen bis zu 200 kg!

Auch ihre Gesichtsstruktur weicht der unsrigen ab, da ihre Kiefer hervorstehen. Außerdem sind sie reine Pflanzenfresser und ernähren sich von Obst, Sprossen und Blättern.

Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 40 Jahre und die Jungen bleiben bis zu 4 Jahren bei ihren Muttertieren.

Der Gorilla wird in zwei Gruppen getrennt: der östliche und der westliche Gorilla (Gorilla Gorilla)Bei beiden gibt es weitere Unterarten. Die westlichen Gorillas teilt man in Flachlandgorillas und River-Cross-Gorillas ein. Bei den östlichen unterscheidet man zwischen Berg- und Flachland Gorillas.

Der westliche Gorilla: Merkmale

Der westliche Gorilla ist zahlreicher vertreten in der Familie der Gorillas. Man nimmt an, dass es etwa noch 100.000 Exemplare gibt. Sie sind zwar tagsüber aktiv, doch verbringen die meiste Zeit mit Fressen und Ausruhen.

Jeden Tag machen sie ihr „Bett“ mit frischen Blättern in den Ästen der Bäume oder auf dem Boden. Dabei schlafen männliche Exemplare öfter auf dem Boden.

Habitat des westlichen Gorillas

Die Familie besteht aus einem dominanten Männchen, das durch seine Größe und seinen silbernen Rücken heraussticht, bis zu zwei untergeordneten Männchen und mehreren Weibchen mit Jungen.

Ihr Revier erstreckt sich von 200 bis 5,000 Hektar, doch es bereitet ihnen keine Probleme, es mit anderen Familien zu teilen.

Männchen erreichen die sexuelle Reife mit 12 Jahren und Weibchen schon mit 8. Sie menstruieren alle 28 Tage und werden ungefähr alle 5 Jahre mit einem Jungen schwanger. Sie tragen die Jungen für 8 Monate aus und bei der Geburt wiegen diese etwa 2 kg.

Je nach Lebensort unterscheidet man zwischen Flachlandgorilla und River-Cross-Gorilla. Flachlandgorillas leben in den Wäldern und Ebenen von Angola, Kamerun, Kongo, Gabun und Äquatorialguinea.

River-Cross-Gorilas leben hingegen in den tropischen Wäldern zwischen Nigeria und Kamerun. Sie unterscheiden sich von ihren Artgenossen durch die Schädelform und die Größe ihres Gebisses.

Dies ist die am stärksten vom Aussterben bedrohte Gorillaart. Es gibt etwa nur noch 300 Exemplare, die in Freiheit leben. Sie sind sehr schüchtern und flüchten beim geringsten Anzeichen von Gefahr oder menschlicher Gegenwart.

Der östliche Gorilla: Merkmale

Der östliche Gorilla (Gorilla beringei) ist ebenfalls in zwei Unterarten eingeteilt. Es gibt den Berggorilla, von dem etwa nur noch 700 Exemplare existieren und den östlichen Flachlandgorilla, von dem es noch ungefähr 16.000 Exemplare in freier Wildbahn gibt.

Merkmale des östlichen Gorillas

Der Berggorilla lebt in Zentralafrika, in den Nationalparks der Vulkane. Krieg, Wilderei, Verlust des natürlichen Lebensraums und Ansteckung durch menschliche Krankheiten sind die größten Gefahren für dieses Tier, das sich heutzutage in kritischer Bedrohung vor dem Aussterben befindet.

Er hat längeres und dunkleres Fell als seine Artgenossen, da er sich an Lebensräume gewöhnt hat, wo die Temperaturen bis zu 0 Grad sinken. Jedes Tier hat außerdem seine eigen geformte Nase und Männchen sind größer und schwerer als Weibchen.

Der östliche Flachlandgorilla hingegen hat einen breiteren Oberkörper, stärkere Kinnbacken und größere Zähne als seine Verwandten. Auch diese Männchen entwickeln silbernes Fell auf dem Rücken, wenn sie die sexuelle Reife erreichen.

Er ist ein Pflanzenfresser und kann in nur einem Tag die Blätter einer ganzen Pflanze verzehren. Doch er frisst auch Körner, Früchte, Bambusprossen und manchmal sogar Insekten.

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Der östliche Flachlandgorilla ist außerdem freundlich, friedliebend und lebt in Gruppen mit bis zu 30 Exemplaren. Es gibt immer ein dominantes Männchen und mehrere Weibchen.

Weibchen tragen ein Junges für 8 einhalb Monate aus. Das Jungtier beginnt mit 9 Monaten zu krabbeln, ernährt sich für bis zu ein Jahr von Muttermilch und beginnt mit eineinhalb Jahren zu gehen.

Das ist den Menschen doch schon sehr ähnlich!