6 exotische invasive Spezies, die du kennen solltest

· 26. Oktober 2018
Aufgrund des ökologischen Ungleichgewichts das durch ihre Präsenz entsteht, können heimische Spezies verschwinden. Oft handelt es sich hierbei um ausgesetzte ehemalige Haustiere.

Exotische invasive Spezies sind sehr wichtige Exemplare. Sie erinnern uns daran, dass diese Pflanzen oder Tiere nicht zu dem Ökosystem gehören, in dem sie leben. Für gewöhnlich gerieten sie durch Menschenhand in ihre neue Heimat.

Diese Spezies verursachen oft ein Ungleichgewicht in ihrem neuen Umfeld. Es kann sogar zur Ausrottung heimischer Arten kommen, weswegen man sie unbedingt kennen sollte.

Auf anderen Kontinenten kennt man unglaubliche Geschichten. So zum Beispiel der Fall des Hasen in Australien. Wir möchten dir jedoch heute von den invasiven Spezies in Spanien berichten.

Invasive Spezies: Florida Schmuckschildkröte

Diese Schildkröten gehören zu der Gattung Trachemys und sind als invasive Spezies fast überall bekannt. Oft sind es ehemalige Haustiere von Kindern. Wenn diese dann keine Lust mehr auf sie haben, werfen unverantwortliche Eltern sie ins Klo oder setzen sie in den Flüssen aus.

Diese Schildkröten (auf unserem Beitragsbild lächelt dich eine an) leben manchmal mehr als 20 Jahre und können enorm wachsen. Deswegen kommt es so oft zur Aussetzung.

Dadurch wurden sie aber zu einer Bedrohung der spanischen Flüsse und Seen. Sie rauben den Lebensraum der Europäischen Sumpfschildkröte und benehmen sich anderen Spezies gegenüber manchmal ganz schön aggressiv.

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Halsbandsittch und Mönchssittich

Der Halsbandsittich (siehe Foto) und der Mönchssittich sind zwei wichtige invasive Spezies in Europa. Diese exotischen Vögel können in Ländern wie Spanien überleben. Oft werden sie von unverantwortlichen Besitzern freigelassen oder flogen „versehentlich“ davon.

Sittiche

Beide grünfarbige Vogelarten stellen ein echtes Problem dar, insbesondere in den Städten. Normalerweise kommt es zu Beschwerden aufgrund ihres lautstarken Gezetere, ihrer Exkremente und ihrer Neste. Sie leben nämlich in Kolonien mit hunderten von Artgenossen.

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Desweiteren gelten sie auch als Gefahr für die Natur, was Umweltschützer dazu führte, sich über sie zu beschweren.

Der ursprünglich aus Afrika und Südasien stammende Halsbandsittich tritt zum ersten Mal 1971 in Spanien auf. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Exemplaren in Städten wie Madrid, Barcelona, Sevilla, Valencia oder Murcia.

Der Mönchssittich kommt jedoch aus Südamerika und ist inzwischen in Katalonien, Murcia, Andalusien, Galicien und Zamora zu finden.

Nasen- und Waschbären

Zwei weitere invasive Spezies in Spanien sind der Nasenbär und der Waschbär. Es gibt immer mehr Waschbären in ganz Europa und der Nasenbär breitet sich insbesondere in Spanien aus.

Der Nasenbär

Die Invasion dieser Spezies hängt ebenfalls mit unverantwortlichen Haltern zusammen, die die Tiere aussetzen, wenn sie bemerken, dass es sich eigentlich um gefährliche Wildtiere handelt. Diese wiederum haben sich wunderbar an ihr neues Umfeld angepasst.

Sie lösen Probleme aus, weil sie leicht zutraulich sind, aber angreifen und auch Tollwut übertragen können. Außerdem fressen sie ebenfalls Eier von Vögeln, die vom Aussterben bedroht sind.

Der Waschbär auf frischer Tat ertappt

Amerikanischer Nerz

Die Geschichte dieser Tierart ist tragisch. Urprünglich wurden sie wegen der Pelzindustrie in Europa eingeführt. Tierschützer befreiten sie dann von den Pelzfarmen.

Auch wenn sie den Tieren damit helfen wollten, so ist der europäische Nerz jetzt allerdings fast ausgerottet.

Amerikanischer Nerz

Der amerikanische Nerz ist erfolgreicher und expandiert sein Revier. Dabei übernimmt er den Lebensraum des europäischen Nerz, der immer weiter schwindet. Man nimmt an, dass es in Spanien kaum noch 500 Exemplare gibt.

Exotische invasive Spezies: ein echtes Problem

Viele dieser Spezies bezeichnet man als invasiv, wenn sie freigelassen werden und sich dann in der freien Natur vermehren. Es ist deswegen wichtig, dass unser exotisches Haustier nicht invasiv ist und wir verantwortungsbewusst damit umgehen.

Invasive Spezies erinnern uns daran, wie viel Verantwortung es braucht, um ein Haustier zu halten. Das gilt nicht nur für das Wohlbefinden der Tiere in unserem Zuhause, sondern auch für das Ökosystem und die wilden Tiere, die darin  leben.