Der Weimaraner – alles was du wissen musst

· 15. August 2018
Der Weimaraner ist eine sehr alte und elegante Hunderasse. Ursprünglich ein Jagdhund, ist er inzwischen auch als Haushund beliebt.
Der Weimaraner ist ein agiler, athletischer Hund, mit eleganter Haltung und einem seidenen Fell. Diese Züchtung hat einen intelligenten und immer wachsamen Gesichtsausdruck. Hinter diesen leuchtenden Augen verbirgt sich ein Hund mit großartiger Persönlichkeit. Im Folgenden kannst du alles über den Weimaraner lernen.

Der Weimaraner und seine Ursprünge

Viele Leute haben über die Ursprünge des Weimaraners spekuliert. Mit Sicherheit wissen wir nur, dass er ein Nachfahre deutscher Jagdhunde ist. Sein Stammbaum wurde rein gehalten, sogar bevor andere Hunderassen kreiiert wurden, da er als Jagdhund sehr geschätzt wurde. Tatsächlich blieb diese Züchtung rein und wurde seit 1900 nicht mit anderen gekreuzt.
Der Weimaraner ist ein solch guter Jäger, dass er ausschließlich für Adelige gezüchtet wurde. Er ist darin spezialisiert Großwild zu jagen, weshalb er größer und schärfer als andere Hunde ist.
Beachte, dass er mit der Zeit auch gelernt hat, kleinere Beute zu jagen. Seit diesem Moment wurde er ein Vorstehhund. Momentan klassifiziert ihn die Welthundeorganisation (FCI) in der Gruppe 7. Heutzutage ist der Weimaraner ein extrem energiegeladener und intelligenter Hund. Er ist ein ausgezeichneter Rettungshund, hilft bei der Jagd oder im Sport. Auch als Haustier ist diese Rasse sehr beliebt.
Der Weimaraner und seine Eigenschaften

Eigenschaften

Der Weimaraner ist ein mittelgroßer bis großer Hund. Männchen sind zwischen 60 und 70 cm hoch, während Weibchen etwa 55 bis 65 cm groß werden. In Sachen Gewicht wiegen beide Geschlechter etwa zwischen 25 und 40 kg.

Der Weimaraner ist schmal und erscheint durch seinen starken, muskulösen Körperbau sehr agil. Sein Körper ist proportional etwas länger, als er hoch ist. Seine Schnauze ist auch länger als der Schädel, welcher nicht sehr gebogen ist. Die Brust des Weimaraners ist tief aber nicht breit, was zur starken, athletischen Figur beiträgt.
Noch dazu hat diese Hunderasse interessante, weite Ohren, die an der Seite des Kopfes herunterhängen. Diese sind typisch für Vorstehhunde.
Die bekannteste Variante dieser Züchtung sticht durch ihr kurzes, graues Fell hervor. Dieses sieht zwar weich und glänzend aus, ist jedoch sehr dicht und etwas borstig. Es gibt auch langhaarige Weimaraner, die weicheres Fell haben, insbesondere an Ohren, Rute und dem unteren Körperbereich zwischen Hals, Brust und Bauch. Diese Hunde können grau, grau-bräunlich oder bläuliches Fell haben.
Damit die FCI einen Hund einer gewissen Rasse zuschreibt, muss er einen Arbeitstest bestehen, es zählt nicht allein das Aussehen.

Verhalten

Der Weimaraner ist ein vielseitiger Hund, der sich gut an verschiedene Aufgaben anpasst. Er ist sehr gut zu erziehen, wenn du konsequent bist und weißt wie.

Ebenso ist seine gesellige und liebevolle Hingabe zu seiner Familie ein positiver Aspekt, den du kennen solltest. Allerdings kann dieser Hund auch schüchtern oder misstrauisch gegenüber Fremden sein. Deshalb ist es wichtig, diese Rasse im Jungtieralter zu sozialisieren. Sie gelten auch als gute Wachhunde, auch wenn sie nicht aggressiv das Haus beschützen.
Der Weimaraner ist auch für seine große Intelligenz bekannt. Noch dazu ist er ein energiegeladener Hund, also braucht er sowohl mentale als auch körperliche Beschäftigung. Deshalb  wird diese Rasse bei Rettungs- oder Notdiensteinheiten eingesetzt. Zudem kommen sie in Hundesportarten, wie Beweglichkeitswettbewerben zum Einsatz.
Der Weimaraner und sein Verhalten
Diese Hunde haben einen starken Jagdinstinkt, also solltest du keine Spielzeuge benutzen, die sie zur Jagd anstacheln. Sie lieben es auch Duftspuren zu finden und zu verfolgen.
Besonders auf dem Land oder in kleinen Städten sind sie extrem frohe und mental stabile Hunde. Allerdings genießen sie ihr Dasein in der Stadt deutlich weniger. Städte haben zu viele Reize für einen Hund, der immer aufs Arbeiten oder Jagen aus ist, aber bieten wenig mentale Stimulation.
Deshalb ist es für sein Wohlbefinden wichtig, die Intelligenz eines Weimaraners zu entwickeln. Außerdem werden sie überfordert wenn sie nicht genug Platz haben. Sie brauchen Raum zum Schnüffeln und fühlen sich deshalb im Wald besonders wohl.
Die ideale Familie für einen Weimaraner geht also gerne in den Bergen wandern. Lange Spaziergänge mit dem Hund tun es allerdings auch. Du solltest einen Weimaraner nicht in einer Wohnung in der Stadt halten. Die Rasse kann sich anpassen, aber es ist nicht ideal.

Pflege

Das kurze Fell eines Weimaraners macht ihn pflegeleicht und gesund. Einmal die Woche bürsten reicht aus. Dennoch sollte man die Fellnase im Frühling oder Herbst während des Fellwechsels öfter bürsten.

Nur wenige Krankheiten sind bei dieser Rasse geläufig. Allerdings ist die häufigste hiervon Hämophilie A, und Probleme mit Blutverdickung in den Augenlidern. Deshalb solltest du regelmäßig einen Tierarzt aufsuchen. Gesundheitliche Probleme, die große Rassen und Hunde mit Hängeohren oft haben, sollten untersucht werden. Zum Beispiel Hüftdysplasie, Milben, Pilze, Augenprobleme oder Ohrinfektionen.
Da dein Hund oft im Wald Auslauf braucht, sei vorsichtig mit Dornen die sich in seine Pfoten bohren könnten. Außerdem musst du ihn gut entwurmen und von Parasiten befreien, sowohl innerlich als auch äußerlich. 
Der Weimaraner ist ein Hund, der durch sein Aussehen und seine Persönlichkeit hervorsticht. Er ist wunderschön und sowohl intelligent, als auch fleißig. Wenn du in der Lage bist, diesem Hund die mentale und körperliche Beschäftigung zu bieten, die er benötigt, wird dich ein Weimaraner auf lange Zeit glücklich machen.