Wenn wir „ja“ zur Einschläferung sagen können

· 19. Mai 2018
Die Einschläferung ist die gezielte Tötung von Tieren mit Schlafmitteln und muss immer durch den Tierarzt durchgeführt werden. Wir erklären dir mehr über dieses schwierige Thema.

Die Einschläferung ist die gezielte Tötung von Tieren mittels Schlafmitteln. Sie muss immer durch einen Tierarzt durchgeführt werden und ist oft eine der Situationen, die uns als Besitzern das größte Leid bringen.

Mit zu den gewöhnlichsten Umständen, die zur Einschläferung führen, sind chronische und schwere Krankheiten. Diese starken Gebrechen sind oft die Folge des fortgeschrittenen Alters des Hundes.

Emotionale Krise wegen der Einschläferung

Für die Besitzer der kranken oder sehr alten Tiere ruft die Entscheidung zur Einschläferung starke Gefühle von Schuld und Trauer hervor. 

Die folgenden Fragen gehören zu den oft vorkommenden: Ist der Entschluss zur Enschläferung der Richtige? Leidet mein Hund dabei? Werde ich ihn bei der Einschläferung begleiten? Was mache ich mit seinen sterblichen Überresten? Wie komme ich über den Tod meines Haustieres hinweg?

Wichtige Fragen

Einschläferung ist manchmal die einzige Alternative

Zuerst sollten wir bedenken, dass der Tierarzt nur eine Einschläferung vorschlägt, wenn er sich sicher ist, dass der Hund an Schmerzen leidet, und dass der Abschied unvermeidbar und nah ist. Dieser Aspekt ist am wichtigsten.

Die Lebensqualität eines kranken Tieres, oder eines Tieres, das schwere köperliche Probleme wegen seines fortgeschrittenen Alters hat, verringert sich stark. In einigen Fällen hören die Hund auf zu laufen, machen ihre Geschäfte zu Hause, leiden an starken Schmerzen, und verlieren die Sicht und das Gehör.

Aufgrund dieser Situationen ist es wichtig, das Leiden und die Schmerzen zu vermeiden. Deswegen ist es zwar eine schwere und schmerzhafte Entscheidung, doch wir sollten keine Schuld spüren, weil wir uns um das Wohlergehen des Hundes kümmern.

Die Zweifel über das Leiden des Tieres während der Einschläferung

Das Wort „Einschläferung“ beinhaltet schon die Antwort auf diese Frage.  Das Tier „schläft“ friedlich ein, denn schließlich bemüht sich die Einschläferung darum, den Schmerz und das Leiden des Hundes zu vermeiden.

Deswegen fügt der Prozess der Einschläferung dem Tier keinerlei Schmerzen zu. Heutzutage gibt es sogar Techniken, die es dem Tierarzt erlauben, dem Hund schmerzfrei die friedensbringende Substanz einzuspritzen.

Die Begleitung durch den Besitzer

Auch wenn es sehr schmerzhaft für den Besitzer sein mag, es ist wichtig, dass der Hund sich bis zu seinen letzten Momenten auf dieser Welt begleitet fühlt. Auch wenn er weder Schmerz noch Leiden während der Spritze spürt, sollte man bedenken, dass er sich an einem fremden Ort befinden. Er ist in einer Tierarztklinik, wo sich viele Hunde sehr nervös fühlen.

Aus diesem Grund bringt die Begleitung durch den Besitzer dem Hund Ruhe und Frieden. Der Hund weiß nicht, dass er gleich eingeschläfert wird, aber er könnte Angst davor haben, dass man ihm Schaden zufügen möchte. Es ist sehr empfehlenswert die Fellnase in ihren letzten Momenten zu begleiten, damit sie sich nicht alleine fühlt.

Was die Gefühle von Herrchen oder Frauchen angeht, so ist es wichtig, sich von seinem Hund zu verabschieden und das Gefühl zu haben, ihn bis in den Tod zu begleiten. So wirst du die Trauerphase besser verarbeiten. Es wird dich beruhigen mit eigenen Augen zu sehen, dass dein Hund nicht beim Sterben leidete, sondern dem Leben ruhig entschlafen ist.

Die sterblichen Überreste des Tieres

Die Besitzer können den Körper des Tieres nach der Einschläferung mitnehmen, damit sie ihn begraben und sein Leben ehren können. Auch wenn es wie eine sehr einfache Handlung erscheint, es hilft die Trauer über den Abschied unseres vierpfotigen Freundes zu verarbeiten.

Einige Tierarztzentren bieten die Möglichkeit an, den Körper des Tieres zu verbrennen, und die Asche dem Besitzer zu übergeben. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, helfen auch die örtlichen Behörden aus.

Wie komme ich über den Tod meines Haustieres hinweg?

Einschläferung bei starken Schmerzen

Der Tod eines treuen Freundes, wie es ein Hund nun mal ist, betrifft die Menschen, die ihn miterleben. Manchmal teilen sie bis zu 16 Jahre ihres Lebens mit einem Tier. Das ist eine lange Zeit, voll von Erfahrungen und Momenten, durch die wir eine starke freundschaftliche Bindung zu unserem Tier haben.

Es ist normal, dass sich eine Person, die ihren Hund verloren hat, traurig, deprimiert und appetitlos fühlt. Diese Gefühle sind Teil der Trauer um unser geliebtes Wesen.

Jeder Mensch geht mit dem Tod seiner Meistgeliebten (und dazu gehören unsere Haustiere) auf seine eigene Weise um. Es ist sehr schwer festzulegen, wie lange die Trauerphase anhält. Danach nehmen die Hinterbliebenen wieder ihr Leben in die Hand und fühlen sich weniger traurig.