Schönheits-OPs für Tiere verboten

· 22. Mai 2018
Jede Operation geht mit Risiken einher, es handelt sich immer um ernste Angelegenheiten, die gut überlegt werden müssen. Doch wusstest du, dass auch bei Haustieren Schönheits-OPs durchgeführt werden? Nach einer jahrelangen Debatte wurde dies inzwischen in verschiedenen Ländern verboten, so zum Beispiel in Spanien. 

Viele Menschen versichern, dass sie sich aus gesundheitlichen Gründen eine Schönheitsoperation machen würden, doch nie aus ästhetischen Gründen. Jede Operation geht mit Risiken einher, es handelt sich immer um ernste Angelegenheiten, die gut überlegt werden müssen. Doch wusstest du, dass auch bei Haustieren Schönheits-OPs durchgeführt werden? Nach einer jahrelangen Debatte wurde dies inzwischen in verschiedenen Ländern verboten, so zum Beispiel in Spanien. 

Neues Gesetz verbietet Schönheits-OPs für Tiere

süßer Hund braucht keine Schönheits-OPs

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Der spanische Ministerrat hat beschlossen, die Europäische Konvention zum Schutz von Tieren zu unterzeichnen. Damit werden unter anderem auch Schönheits-OPs an Tieren verboten, die einzig und allein bezwecken, ihr äußeres Erscheinungsbild zu verändern. 

Nicht verboten sind Schönheits-OPs, die aus gesundheitlichen Gründen und zum Wohle des Tiers unter tierärztlicher Verschreibung durchgeführt werden.

Diese Konvention umfasst auch die Verwendung von Tieren in Shows und Werbeanzeigen. In diesem Rahmen gibt es eine Liste mit Verantwortungen von Unternehmen, Privatpersonen und Verwaltungseinrichtungen, die im Umgang mit Haustieren respektiert werden muss.

Was die Zucht und Haltung von Tieren anbelangt sind die Besitzer die einzigen Verantwortlichen. Sie haben für die Gesundheit der Tiere zu sorgen und benötigen eine Ausbildung, die zertifiziert, dass die für die Zucht oder Haltung bestimmter Tiere notwendigen Kenntnisse vorhanden sind.

Diese Konvention wurde bereits von 17 Ländern unterzeichnet und dieses Jahr auch von Spanien akzeptiert. Damit können auch Strategien umgesetzt werden, welche die Adoption ausgesetzter Straßentiere erleichtern und Information und Erziehung in diesem Bereich fördern.

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Um was geht es in dieser Konvention?

Viele Tierhalter, insbesondere Besitzer von Jagdhunden, stutzen den Hunden Schwanz und Ohren, denn sie sollen damit „lustiger“ aussehen, wie von vielen zu hören ist. Andere wiederum stutzen Hunden die Ohren, damit sie gefählicher aussehen, was mit süßen Schlappohren nicht erreicht werden kann. Die operative Entfernung oder Verstümmelung von Schwanz oder Ohren wird als „Kupieren“ bezeichnet.

In der Europäischen Konvention wird das Kupieren jedoch als Amputation eines Körperteils bezeichnet und es gibt keinen Grund dafür, das zu tun. Inzwischen sind glücklicherweise diese Verstümmelungen in den meisten europäischen Ländern verboten.

Auch Operationen an Hunden oder anderen Tieren, die aufgrund einer Fehlbildung des Kiefers oder eines anderen Körperteils durchgeführt werden, sind nur noch dann erlaubt, wenn es die Gesundheit und das Wohlbefinden des Tieres erfordert. Rein ästhetische Operationen, nur um ein „perfektes“ Tier zu haben, sind inzwischen verboten.

Die Wichtigkeit von Ohren und Rute bei Hunden

Wir freuen uns sehr, dass das Kupieren der Ohren oder der Rute bei Hunden nicht mehr erlaubt ist, denn es handelt sich um wichtige Elemente in der Verständigung mit Artgenossen und für das Gesellschaftsleben des Vierbeiners.

Die Hunderute

Eine kupierte Rute benachteiligt Hunde in der Kommunikation mit Artgenossen, denn schließlich ist der Hundeschwanz wichtig für die Verständigung. Hunde können durch Schwanzwedeln sogar Gefühle und Emotionen ausdrücken. Die Rute ist für die Sozialisierung wichtig und kann Verhaltensstörungen vermeiden.

Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle, um von Artgenossen über Pheromone (Geruchshormone) Information aufzunehmen. Dies ist eine weitere Art der Kommunikation zwischen Hunden, die sich deshalb unter dem Schwanz gegenseitig beschnüffeln.

Auch bei Bewegungen, wie beim Springen oder Kurvenschlagen, ist der Vierbeiner durch einen amputierten Schwanz benachteiligt.

Außerdem ist der Eingriff schmerzhaft für das Tier!

Schönheits-OPs bei Hunden verboten

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Hundeohren

Nicht nur die Rute, auch die Ohren sind grundlegend in der Kommunikation eines Hundes. Jede Rasse hat unterschiedliche Ohren, denn die Form und Größe ist sehr vielseitig, doch alle haben ganz spezifische und im Leben eines Hundes sehr wichtige Aufgaben:

Die Bewegungen der Ohren sind wie eine internationale Sprache, mit der sich die Vierbeiner mit Artgenossen verständigen können. Man kann daran auch ablesen, wie sich der treuherzige Begleiter gerade fühlt und dann dementsprechend handeln. An den Ohren ist auch abzulesen, wie ein Hund auf äußere Einflüsse reagiert.

Ohren oder Rute nur aus ästhetischen Gründen zu kupieren ist inzwischen zum Glück in über 18 Ländern verboten. Wir hoffen, dass entsprechende internationale Tierrechte dafür sorgen, dass das Kupieren weltweit untersagt wird, denn für die Tiere selbst ist dies nur eine Quälerei!