Restaurant in Paris erlaubt Hunde, jedoch keine Banker

· 30. April 2018
Erfahre hier, warum in diesem Gourmet-Restaurant Banker unerwünscht sind.

Hundefreundliche Hotels sind seit einigen Jahren eine immer mehr verbreitete Tendenz. Doch das Schild am Eingang dieses französischen Restaurants ist kurios: Hier wird Hunden der Zutritt erlaubt, doch Banker sind nicht willkomen. Warum? Lies weiter, um die Gründe dafür zu erfahren.

Hunde sind erlaubt, Banker haben hier keinen Eintritt

„Les Ecuries de Richelieu“ ist ein Gourmet-Restaurant in Rueil-Malmaison, ungefähr 20 km von Paris entfernt. Der Inhaber dieses Restaurants, Alexandre Callet, hat eine Entscheidung getroffen, die recht eigenartig scheint, doch auch verständlich ist: Er erlaubt in seinem Restaurant Hunden den Eintritt, verweigert diesen jedoch Bankern. Diese können hier nur essen, wenn sie 70.000 Euro und das Essen, das sie konsumieren, bezahlen.

Um den Grund für diese Regel herauszufinden, müssen wir ins Jahr 2008 zurückschauen: Callet wollte sich von der Bank sein erstes Restaurant finanzieren lassen, doch der junge Unternehmer erhielt von verschiedenen Bankern nur Abweisungen. 

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Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, längere Zeit zu sparen und schließlich seinen Traum zu verwirklichen: In nur zwei Jahren nach der Eröffnung des Restaurants erhielt dieses den lang ersehnten ersten Michelin-Stern. Heute handelt es sich um ein sehr erfolgreiches Restaurant, doch der Eigentümer hat die schwierigen Anfänge nicht vergessen.
Schuld daran waren jene Banker, die ihm keinen Kredit geben wollten. Vor einem Jahr versuchte es Callet aufs Neue: Er bat um einen Kredit, um ein zweites Restaurant zu eröffnen, dieser wurde allerdings erneut abgelehnt.
Callet wurde es danach zu blöde, gegen das Bankensystem zu kämpfen und hat dies mit dem Schild vor seinem Lokal zum Ausdruck gebracht. Banker dürfen nur eintreten, wenn sie 70.000 Euro bezahlen. Wenn einer dazu bereit wäre, diesen Betrag zu bezahlen, dann würde der Eigentümer des Restaurants das Geld mit seinen Angestellten teilen.
Das Schild am Eingang lässt keine Zweifel: „Hunde erlaubt. Banker verboten, außer sie zahlen 70.000 Euro.“ Callet stellt noch weitere Bedingungen: Wenn ein Banker in das Lokal möchte, dann soll er auf vier Beinen eintreten.

Hunde in Restaurants

Banker verboten

In Deutschland können Hunde in viele Restaurants mitgenommen werden, insbesondere im Sommer, wenn Gastgärten vorhanden sind. Doch nicht in allen Ländern ist dies der Fall. In den letzten Jahren haben sich jedoch immer mehr hundefreundliche Lokale etabliert, die auch als „pet friendly“ oder „pet allowed“ gekennzeichnet werden.

Damit sollen mehr Kunden angesprochen werden, doch nicht überall sind alle Rassen erlaubt, insbesondere mit sehr großen Hunden ist es schwieriger. Die Hundehalter können in diesen Lokalen in Begleitung ihres Haustiers speisen.

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Oft gibt es in diesen Restaurants auch ein Hundemenü. Dieser Trend nahm in Frankreich seinen Anfang, doch inzwischen gibt es in vielen europäischen Städten hundefreundliche Lokale. 

In Großbritannien gibt es beispielsweise eine App fürs Handy, um alle hundefreundlichen Lokale schnell zu finden. Auch in den USA, Kanada, Spanien und Mexiko gibt es ähnliche Webseiten und Apps, um herauszufinden, wo Hunde erwünscht sind.

In New York sind die Behörden noch einen Schritt weitergegangen: Im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Gesetz verabschiedet, das es Hundehaltern erlaubt, jedes Lokal mit ihrer Fellnase zu betreten. Allerdings muss es dafür im Restaurant einen speziellen Bereich geben.

Die Hunde müssen an der Leine sein und können sich nicht auf Möbel setzen! Wenn sie Futter wollen, muss der Hundebesitzer den eigenen Fressnapf und das eigene Futter mitbringen. Sollte der Vierbeiner sein Geschäftchen im Lokal erledigen, ist natürlich der Besitzer dafür verantwortlich, den Platz sofort zu säubern. Auch in Florida, Maryland und Kalifornien gibt es ähnliche Gesetze.

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Wenn du Interesse hast, mehr zu diesem Thema zu erfahren, kannst du auf dogfriendly.com herausfinden, wo Hunde erlaubt sind. Es gibt nicht nur hundefreundliche Restaurants, sondern auch Hotels, Strände, Sehenswürdigkeiten, Fluglinien und Veranstaltungen.

Bildquelle: image.excite.es/rutas/news y http://abastur.mx/