Wie kann ein Hund die Trauer um ein anderes Haustier überwinden?

· 18. März 2018
Wenn ein Hund den Verlust eines geliebten Tieres verarbeiten muss, kommt es oft zu plötzlicher Appetitkosigkeit oder verstärkter Anhänglichkeit.

Verschiedene Studien zeigen, dass sieben von zehn Hunden an einer Depression erkranken, wenn sie am Verlust eines von ihnen geliebten Tieres leiden. Wenn du mehrere Hunde hast und eines der Tiere stirbt, kann der zurückbleibende Hund depressiv werden. Wie du ihm helfen kannst, die Trauer zu überwinden, erfährst du in diesem Artikel. 

Die Trauer überwinden

Wenn ein Hund den Verlust eines geliebten Tieres verarbeiten muss, kommt es oft zu plötzlicher Appetitkosigkeit oder verstärkter Anhänglichkeit. Vielleicht hat dein Hund keine Lust zum Spielen oder für den täglichen Spaziergang, denn er ist von tiefer Trauer überwältigt.

Wenn der Hund verzweifelt ist, länger als normal schläft und schlechter Laune ist, solltest du einen Tierarzt aufsuchen, denn nicht nur Menschen, auch Tiere können an Depressionen leiden:

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Hunde-PsychologieHund leidet durch Trauer

Viele Kliniken und Tierärzte haben Fachleute, die dem Hund helfen können, seine Traurigkeit zu überwinden. Auch für Tiere gibt es Psychologen!

Wie du deinem Hund helfen kannst, die Trauer um ein anderes Haustier zu überwinden:

  • Ermutige deinen Hund und nimm dir Zeit, um mit ihm seine Lieblingsaktivitäten auszuführen. Sei besonders liebevoll zu ihm und lasse ihn ausnahmsweise zu dir aufs Sofa. Das sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden!
  • Ein Spaziergang ist immer eine gute Idee, denn fast alle Hunde lieben diese Zeit. Wenn dein Hund gerne spielt, unterhalte ihn damit so oft wie möglich.
  • Es gibt Hunde, die gerne mit dem Auto unterwegs sind. Andere bevorzugen eßbare Leckereien oder bestimmte Snacks. Du kannst deinen Hund in den ersten Tagen der Trauer damit trösten.
  • Streicheleinheiten und freundliche Worte sind auch sehr wichtig, um dem Hund zu helfen, die Trauerzeit zu überwinden. Wie auch Menschen brauchen Hunde in dieser Zeit besonders viel Liebe und Pflege.
  • Versuche, deinem Hund deine eigene Traurigkeit nicht zu zeigen. Hunde sind sehr empfindlich und lassen sich von negativen Emotionen „anstecken“. Versuche, deinem Hund Frieden und Entspannung zu vermitteln. Wenn er dich traurig sieht, wird er selbst noch deprimierter. Das Leben geht weiter, die tägliche Routine kann helfen, die Traurigkeit zu überwinden.

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Schmerzen während der Trauer um ein anderes TierDie Trauer eines Hundes

Personen, die einen geliebten Menschen verlieren, durchlaufen verschiedene Trauerphasen: Ableugnen, Zorn, Verhandlen, Depression, Akzeptanz… Bei Hunden kommt es anfangs zu emotionaler Verwirrung, der Tagesablauf verändert sich und das Tier fühlt sich durch den Verlust unsicher. 

Eine Depression kann sich entwickeln. Wenn das verstorbene Tier der Anführer war, hat sein vierbeiniger Freund kein Vorbild mehr. Er wird sich vermehrt für andere Hunde interessieren und vielelicht mehr bellen. Vielleicht fühlt er sich bedroht und möchte andere Hunde warnen.

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Versuche, die Situation zu verstehen und deinem Hund so gut wie möglich zu helfen.