Warum kratzen sich Hunde?

· 7. März 2018
Flöhe, Zecken, Pilze oder Trockenheit können zu Juckreiz führen, in der Folge kratzen sich Hunde häufig an bestimmten Orten. Übermäßiges Kratzen kann zu physischen Problemen und auch zu Depressionen führen! 

Du hast sicher schon beobachtet, dass dein Hund manchmal lange Zeit damit verbringt, sich zu kratzen. Vielleicht juckt es ihn hinter den Ohren, am Bauch oder er kratzt einfach in der Luft. Als Erstes denkt man an Flöhe oder Hautbeschwerden. Doch es gibt auch andere Gründe, warum sich Hunde häufig kratzen. 

Du solltest dieses Verhalten nicht einfach als normal betrachten, sondern mögliche Ursachen suchen, denn der Juckreiz könnte auf Parasiten oder eine Hautinfektion zurückzuführen sein.

Jeder sechste Tierarztbesuch erfolgt aufgrund von Hautbeschwerden. Du solltest das Kratzen nicht einfach hinnehmen, denn auch die mentale Gesundheit des Hundes könnte auf dem Spiel stehen. 

Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass Hautprobleme für Hunde sehr unangenehm sind und deshalb häufig zu Depressionen führen! 

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Hund im Bett beim Kratzen

Du möchtest wissen, warum sich Hunde kratzen?

  • Die häufigste Ursache für Juckreiz sind Parasiten: Flöhe und Zecken sind die Hauptverantwortlichen. Sie verletzen die Haut und saugen Blut, was zu Juckreiz führt. Wenn dein Hund zusätzlich allergisch auf Flohspeichel ist, kann es sich um ein ernsteres Problem handeln. In der Folge kann es auch zu allergischer Dermatitis kommen.
  • Um herauszufinden, ob ein Hund Flöhe hat, muss er als Erstes beobachtet werden. Kontrolliere Fell und Haut oder auch den Stuhl, um festzustellen, ob Flöhe vorhanden sind. Ganz besonders gerne verstecken sich die unangenehmen Mitbewohner hinter den Ohren und in den Falten der Pfoten. Oft sind Rötungen auf der Haut des Hundes zu erkennen.
  • Sowohl Flöhe als auch Zecken leben vom Blut des Wirtes, können jedoch beim Einstich verschiedenste auch sehr ernsthafte Krankheiten übertragen. Deshalb solltest du deinen Hund regelmäßig mit speziellen antiparasitären Produkten baden und auch andere Vorsorgemaßnahmen treffen.
  • Kaust du an den Fingernägeln, wenn du nervös bist? Oder du gehst ständig auf und ab, um dich zu beruhigen? Hunde kratzen sich oft, um Nervosität oder Stress abzubauen! 
  • Auch Bewegung spielt hier eine wichtige Rolle. Du solltest deinem Hund ausreichend Auslauf gönnen, denn so kann er angestaute Energie abbauen. Du kannst damit auch Langeweile und Aufmerksamkeitsproblemen vorbeugen, die dazu führen könnten, dass sich der Hund kratzt.

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Krankheiten, Pilze und trockene Haut

  • Die klassische Räude (beim Mensch als Krätze bezeichnet) ist eine Hautkrankheit, die bei Tieren häufig vorkommt und Juckreiz verursacht. Die ursächlichen Milben machen es sich auf der Haut bequem und provizieren Verletzungen, die sehr lästig sein können. Insbesondere in jenen Körperbereichen, die weniger behaart sind, machen sich die Milben gerne breit: Leistengegend, Achselhöhlen, Gelenke der Beine, Ohrenränder…
  • Auch Allergien können Juckreiz verursachen. Es kann sich um eine Jahreszeitenallergie handeln, zum Beispiel im Frühling oder Sommer. Die Allergie kann jedoch auch ganzjährig auftreten. Pollen, Samen, Blüten oder andere Allergene können die Haut eines Hundes in Mitleidenschaft ziehen.
  • Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich durch Hautbeschwerden äußern. Manche Hunde reagieren auf bestimmte Fleisch- oder Getreidesorten, oder auch auf eine ganz spezielle Futtermarke. Beobachte, ob sich der Hund nach dem Fressen häufig kratzt, denn dies könnte ein Anzeichen dafür sein.
  • Wenn sich darüber hinaus kahle Stellen bemerkbar machen, könnte es sich um eine Pilzinfektion handeln. In diesem Fall muss der Tierarzt die richtige Behandlung einleiten.
  • Trockene Haut kann ebenfalls zu häufigem Kratzen führen. Wenn Hautverletzungen, Risse oder Schorf vorhanden sind, ist dies ein Anzeichen für Trockenheit. Das Klima, Wassermangel oder bestimmte Pflegeprodukte können dafür verantwortlich sein. Auch ein Nährstoffmangel oder hormonelle Probleme können Hauttrockenheit verursachen. Der Tierarzt wird in diesem Fall die richtige Behandlung verschreiben, um die Beschwerden zu lindern.
Hund auf der Straße beim Kratzen

Wir haben nur ein paar Beispiele aufgeführt, die einen Hund dazu bewegen können, sich ständig zu kratzen. Wenn dieses Verhalten nur ab und zu vorkommt, solltest du dir keine Sorgen machen, wenn das Kratzen jedoch zur Gewohnheit wird, musst du Rat bei einem Tierarzt suchen.

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Wenn der Hund ein gesundheitliches Problem hat, das nicht behandelt wird, können Wunden und Infektionen entstehen, die ernste Folgen haben können. Deshalb ist es besser, aufmerksam zu sein und bei Problemen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um das Wohlbefinden deines Haustiers zu garantieren.