Sicher an der Leine mit dem richtigen Hundegeschirr

· 4. März 2018
Meist wird ein Brustgeschirr empfohlen, denn bei einem Halsband konzentriert sich die ganze Kraft biem Zerren und Ziehen des Hundes auf einen kleinen, empfindlichen Bereich.

Sowohl ein Halsband als auch ein Brustgeschirr bieten die Möglichkeit, den Hund an der Leine zu befestigen, um mit ihm bequem und sicher spazieren zu gehen. Doch welches Hundegeschirr ist für den Hund besser? Das ist eine vieldiskutierte Frage, die im Endeffekt jeder für sich selbst nach den Bedürfnissen des Hundes entscheiden muss.

Meist wird ein Brustgeschirr empfohlen, denn bei einem Halsband konzentriert sich die ganze Kraft biem Zerren und Ziehen des Hundes auf einen kleinen, empfindlichen Bereich.

Bei einem Hundegeschirr kann die Kraft besser auf verschiedene Körperteile verteilt werden, wichtig ist jedoch, dass das Brustgeschirr gut passt und nicht rutscht oder zu eng ist.

Wenn der Hund stark an der Leine zieht, ist die Verletzungsgefahr bei einem Brustgeschirr wesentlich geringer. Es gibt jedoch verschiedene Ausführungen und auch hier muss die richtige Wahl getroffen werden.

Anschließend schauen wir uns die häufigsten Modelle an und welche Vor- oder Nachteile diese Brustgeschirre haben:

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Welche Arten von Hundegeschirren gibt es?

Bei der Wahl eines Hundegeschirrs sollte berücksichtigt werden, dass dieses die Bewegung der Beine und Gelenke nicht einschränkt. Der Druck sollte die Schultergelenke und Wirbelsäule nicht belasten, das Geschirr weder zu eng, noch zu locker sitzen. Das Hundegeschirr muss richtig eingestellt werden, damit es perfekt passt. 

Tragekomfort, Polsterung und Materialien sind für das Tier sehr wichtig! Beim Kauf eines Geschirres spielen jedoch oft nicht nur anatomische und praktische Kriterien eine Rolle, auch die Ästhetik ist für viele entscheidend.

Hund mit Hundegeschirr

Wenn du ein neues Hundegeschirr kaufst, solltest du auch darauf achten, dass es resistent ist und aus qualitativ hochwertigen Materialien hergestellt wurde. Die Schnallen müssen sicher sein. Lasse dir am besten von einem Fachberater helfen!

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Y-Hundegeschirr für den Alltag

Es handelt sich um die meistgekaufte Art von Hundegeschirr, das in jedem Tiergeschäft in verschiedensten Größen, Farben und Ausführungen in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich ist.

Die Bänder werden meist aus Nylon oder Leder gefertigt. Damit wird der Hals und die Brust des Hundes umrundet, die Leine wird im Rückenbereich an einem Ring befestigt.

Dieses Hundegeschirr wird über den Kopf gezogen und dann durch eine Schnalle hinter den Vorderbeinen befestigt. Wenn der Hund stark daran zieht, wird die Kraft vom Brustbereich aufgefangen, der Hund kann ohne Verletzungen kontrolliert werden.

Hundegeschirr für Alltag oder Training

Immer mehr Hundebesitzer entscheiden sich für ein Trainingshundegeschirr, mit dem lästiges Ziehen auf schonende Weise gestoppt werden kann. Dieses Geschirr besteht aus zwei oder drei Nylongurten, die horizontal im Brustbereich gekreuzt und im Rückenbereich mit einer Schnalle geschlossen werden.

Die Leine wird an einem Ring im vorderen Brustbereich befestigt, oft auch gleichzeitig am Rücken hinter den Schulterblättern.

Dieses Hundegeschirr zeichnet sich durch großen Tragekomfort aus. Es kann das Ziehen des Hundes zwar nicht verhindern, jedoch den Lernprozess und die Kontrolle des Tiers vereinfachen. 

Bei Hunden, die jedoch häufig dieses Geschirr tragen und ständig stark daran ziehen, könnte es zu physischen Verletzungen kommen. So können beispielsweise Muskelverspannungen, eine Dehnung oder in extremen Fällen eine Verrenkung entstehen.

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Martingale-Hundegeschirr

Dieses Hundegeschirr sieht fast gleich aus, wie das oben beschriebene Trainingsgeschirr, doch das Band an der Brust verfügt über ein flexibles System, das auch für Martingale-Halsbänder verwendet wird. Damit kann das Geschirr enger gemacht werden und es entsteht Druck auf der Brust, wenn der Hund an der Leine zieht.

Der Zugstopp führt jedoch zu Schmerzen und kann auch Verletzungen zur Folge haben. Darüber hinaus kann der Hund negative Assoziationen aufbauen, deshalb sollte man diese Art von Hundegeschirr lieber nicht verwenden. Wir raten auch von einem Martingale-Halsband ab.

Julius K9 Hundegeschirr für Diensthunde und Haushunde

Auch diese Art von Hundegeschirr wird immer beliebter. Es besteht aus einem gefütterten Stoffteil, das einen Teil des Rückens des Hundes bedeckt und mit einem Brustgurt gehalten wird. Zur Befestigung dient eine Schnalle im Brustbereich.

Die Leine wird an einem Mittelring am Rücken befestigt.

Dieses Hundegeschirr funktioniert wie ein Y-Brustgeschirr. Es verfügt jedoch meist zusätzlich über einen Haltegriff vor dem Mittelring, der für Hunde, die eine präzise Kontrolle benötigen, sehr nützlich ist. 

Der Nachteil dieses Geschirres ist, dass es sehr teuer ist.

Was jedoch toll ist: Man kann ein Julius K9 Geschirr personalisieren und beispielsweise unterschiedliche Aufschriften anbringen.

viele Hunde mit Hundegeschirr

3-Punkt-Sicherheitsgeschirr

Es handelt sich um ein Hundegeschirr, das speziell für Rassen entwickelt wurde, die schnell in Panik geraten und die Flucht ergreifen oder sich aggressiv zur Wehr setzen. Das 3-Punkt-Sicherheitsgeschirr wird zum Beispiel oft für Windhunde verwendet.

Es eignet sich jedoch auch für andere Rassen, denn damit gibt es kein Entkommen. Das Sicherheitsgeschirr hat einen zweiten Bauchgurt, der an den Hund angepasst werden kann, damit er sich nicht aus dem Geschirr befreien kann.

Mit diesem Geschirr kann auch ein kranker Hund mit Bewegungsschwierigkeiten entlastet werden.

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Norwegergeschirr

Hier handelt es sich um eine Kombination von Y-Hundegeschirr und Julius-Geschirr. Dieses Modell wird dem Hund über den Kopf gelegt und seitlich verschlossen. Es ist leicht, kann einfach angelegt werden und wird deshalb auch immer beliebter.

Wähle das für deinen Hund passende Geschirr, damit er sich damit wohl fühlt, jedoch auch sicher ist, falls eine schwierig zu kontrollierende Situation auftritt. Es gibt zahreiche Modelle, Größen, Farben und Ausführungen. Lasse dich gut beraten!